Aus Ton wie in der Antike sind sie heute nicht mehr – dafür aus bruchsicherem Kunststoff, hygienischem Glas oder langlebigem Edelstahl: Babyfläschchen sind unverzichtbare Begleiter für Eltern. Auch wenn Du Dein Baby stillst, gehören solche Nuckelflaschen zur Grundausstattung. Dabei hast Du die Wahl zwischen Standard- und Weithals-, selbsterwärmenden und selbststerilisierenden Babyfläschchen. Der passende Sauger darf ebenfalls nicht fehlen. Wir zeigen Dir, worauf Du achten solltest.

Wofür brauche ich Babyfläschchen?

Neben der Nahrung benötigt Dein Kind auch Flüssigkeit. Aber nicht nur beim Trinken von Wasser oder Tee kommen Fläschchen zum Einsatz: Sie helfen Dir dabei, beim Stillen flexibel zu sein: Vielleicht klappt das Stillen nicht zu jeder Zeit oder Du hast nicht immer die Möglichkeit. Mit dem Babyfäschchen kannst Du, aber auch andere Familienmitglieder, Deinem Baby abgepumpte Mutter- oder Fertigmilch anbieten.

Mutter füttert mit Babyfläschchen

Wie viele Babyfläschchen brauche ich?

Es gibt keine Richtlinie für die Menge an Babyflaschen, die Du im Haus haben musst. Du kannst Dich aber an der Anzahl der Mahlzeiten orientieren. Im Schnitt wird Dein Baby fünf bis acht Mal am Tag gefüttert.

Empfohlene Anzahl bei Flaschenernährung:

  • 6-7 große Babyflaschen (ca. 250-350 ml) für Milchnahrung oder dünnen Brei. Jede Flasche muss nach Gebrauch gereinigt und (zumindest ab und zu) auch sterilisiert werden. Das kostet Zeit. Mit dieser Anzahl kannst Du für jede Mahlzeit eine frische Flasche nutzen, während Du die anderen wieder aufbereitest.
  • 2 kleine Babyfläschchen (ca. 125 ml) für Tee bzw. Wasser.

Empfohlene Anzahl beim Stillen:

  • 1-2 große Flaschen (ca. 250-350 ml) für Milchnahrung oder dünnen Brei.
  • 2 kleine Babyfläschchen (ca. 125 ml) für Tee bzw. Wasser.

Welches Material gibt es?

Derzeit gibt es auf dem Markt drei verschiedene Materialien von Babyfläschchen: Glas, Kunststoff und Edelstahl. Jedes Material hat Vor- und Nachteile:

 VorteileNachteile
Glas
  • verfärbt sich nicht
  • leicht zu reinigen
  • hygienisch
  • kratzunempflindlich
  • geschmacks-& geruchsneutral
  • schadstofffrei
  • umweltfreundlich

  • relativ schwer
  • unhandlich
  • zerbrechlich
  • Verletzungsgefahr
Kunststoff
  • leicht
  • handlich
  • bruchsicher
  • günstig in der Anschaffung
  • Baby kann Flasche alleine halten
  • nicht leicht zu reinigen
  • kann sich verfärben
  • schnelle Abnutzung
  • zerkratzt leicht
  • nicht umweltfreundlich
  • nicht hitzebeständig
Edelstahl
  • leicht zu reinigen
  • hygienisch
  • langlebig
  • leicht
  • bruchfest
  • hitzebeständig
  • geschmacks-& geruchsneutral
  • schadstofffrei
  • umweltfreundlich
  • nicht durchsichtig
    (Befüllen ist erschwert)
  • hohe Anschaffungskosten

Die häufigsten Anforderungen an das Material

Als Entscheidungshilfe haben wir Dir die vier häufigsten Anforderungen von Eltern an das Material einer Babyflasche zusammengestellt. Dabei ist eines zu beachten: Nicht jedes Material kann alles leisten. Setze deshalb vor dem Kauf einen oder zwei Schwerpunkte. Tipp: Wenn Du keinen eindeutigen Favoriten hast, wechsele nach einiger Zeit das Material.

  1. hygienisch: Glas- und Edelstahlfläschchen nehmen auch auf Dauer weder Geruch noch Farbe der Nahrungsmittel auf. Beide Materialien sind problemlos zu reinigen und kratzfest. Kunststoffflaschen sind in Sachen Hygiene leider im Nachteil. Sie verfärben sich eher und können im Laufe der Zeit den Geruch der Nahrungsmittel aufnehmen. Im Vergleich lassen sie sich auch nicht so einfach säubern. (Tipp: Reinige vor allem Kunststoff-Flaschen im Vaporisator. Das ist ein spezielles Reinigungsgerät, das mit heißem Dampf arbeitet. Mehr Infos darüber findest Du weiter unten.) Zudem verkratzen sie schneller und müssen bei inneren Kratzern sofort ausgetauscht werden – dort könnten sich Bakterien ansiedeln.
  2. robust: Dein Baby wird irgendwann das Fläschchen greifen und halten wollen (bitte nur unter Aufsicht). Wenn es dabei mal runterfällt, darf es nicht gleich kaputt gehen und womöglich jemanden verletzen. Kunststoffflaschen sind hier definitiv im Vorteil. Die Verletzungsgefahr bei Glas ist deutlich höher. Dabei geht es nicht nur um große Scherben, sondern um kleine Glasbrüche. (Bitte prüfe daher vor dem Gebrauch die Glasflasche auf ihre Unversehrtheit.) Edelstahl-Flaschen verkraften Stürze sehr gut.
  3. leicht: Leichte Flaschen werden vor allem bei Ausflügen oder im Urlaub geschätzt. Hier tun Eltern alles, um zusätzliches Gewicht in Taschen und Koffern zu vermeiden. In Sachen Leichtigkeit sind Kunststoffflaschen unschlagbar. Aber auch Edelstahl eignet sich: Es ist leichter als Glas.
  4. schadstofffrei Glas- und Edelstahlflaschen gelten als umweltfreundlich und frei von Schadstoffen. Babyfläschchen aus Kunststoff kamen zu Beginn der 2000er-Jahre in Verruf: Damals wurde Bisphenol A (BPA) als mögliches Gesundheitsrisiko bekannt. Dieser Plastikgrundstoff war auch Bestandteil in Babyflaschen aus Polycarbonat. Seit 2011 sind solche BPA-haltigen Fläschchen verboten und werden nicht mehr produziert. Die heutigen Kunststofffläschchen bestehen aus Polypropylen (PP), Polyamid (PA) oder Polyphenylensulfon (PPSU). Diese Kunststoffe sind nach derzeitigem Wissensstand völlig unbedenklich. (Hier findest Du aktuelle Infos über BPA und Einschätzungen der zuständigen Behörden: Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Umweltbundesamt)

Welche Form sollten Babyfläschchen haben?

Neben den Standard-Fläschchen gibt es die Weithals-Babyflaschen. Für beide Formen gibt es das jeweils passende Zubehör wie Flaschenwärmer, Vaporisatoren etc. Tipp: Entscheide Dich erst für eine der beiden Formen und kaufe dann das nötige Zubehör. Denn manche Geräte sind nicht mit der anderen Form kompatibel.

Formen von Babyfläschchen

Standard-Fläschchen sind schmal und hoch. Dadurch bleiben Getränke oder Nahrung lange warm. Das ist wichtig, wenn Dein Kind sehr langsam trinkt. Allerdings benötigst Du durch die Form beim Befüllen einen Trichter, da die Öffnung nur 3,6 cm Durchmesser aufweist. Hier sind unsere Standard-Flaschen.

Weithals-Fläschchen sind breiter und haben eine höhere Standfestigkeit. Die Öffnung ist mit 5 cm Durchmesser deutlich größer als bei Standard-Fläschchen. Dadurch lassen sie sich ohne Trichter füllen und leicht reinigen. Durch die Form sind diese Fläschchen meist handlicher und können von den Kindern einfacher selbst gehalten werden. Ein weiterer Vorteil: Die Flaschensauger der Weithalsflaschen haben eine breitere Lippenauflage und kommen der mütterlichen Brust am nächsten. Hier sind unsere Weithals-Flaschen.

Was sind selbsterwärmende Babyfläschchen?

Wenn Dein Baby Hunger hat, zählt jede Minute. Deshalb ist es wichtig, dass die Mahlzeit schnell die richtige Temperatur hat (die liegt in etwa bei 35 bis 37 °C). Während sich Eltern früher mit Kochtopf und Thermometer zu helfen wussten, gibt es heute die Flaschenwärmer. Damit lässt sich die Mahlzeit in Minutenschnelle auf die richtige Temperatur bringen. (Unsere Flaschenwärmer findest Du hier in unserem Shop.) Seit Kurzem gibt es von Herstellern wie iiamo Kunststoffflaschen, die sich per Knopfdruck selbst erwärmen. Das geschieht mithilfe eines Wärmemoduls. Ähnlich wie bei einem Taschenwärmer für die Hände erwärmt sich die Flasche durch eine Reaktion von Salzkristallen im Inneren des Moduls. Da kein Strom benötigt wird, eignet sich solch ein Babyfläschchen ideal für unterwegs.

Was sind Anti Kolik Flaschen und -sauger?

Beim Trinken verschlucken Babys viel Luft, was zu unangenehmen Blähungen führen kann. Mittlerweile gibt es Fläschchen und Sauger, die durch ein spezielles System genau dies verhindern. Anti-Kolik-Fläschchen – wie zum Beispiel vom Hersteller MAM – sorgen durch Ventilationslöcher im Boden für einen Druckausgleich. Anti-Kolik-Sauger zum Beispiel von Philips Avent oder MiaMia haben ebenfalls ein eingearbeitetes Ventil, das die Luft in der Flasche zurückhält.

Welchen Sauger brauche ich?

Die Wahl des Saugers ist der zweite wichtige Aspekt beim Thema Babyfläschchen. Hier ist die Auswahl groß: Es gibt die orthodontische Form, die runde Form, es gibt Sauger aus Latex und Sauger aus Silikon. Was sind die jeweiligen Vor-, was die Nachteile? Wir helfen Dir bei der Entscheidung.

Welche Saugerform ist besser?

Es gibt Sauger in zwei Formen: die kiefergerechte bzw. orthodontische Form und die runde bzw. symmetrische Form (auch Kirsch- oder Naturform). Die runde Form gleicht optisch der Brustwarze. Diese jedoch verändert ihre Form durch die Trinktechnik von Babys: Beim Saugen entsteht hier ein Vakuum. Die kiefergerechte Form versucht, ein dem Stillen ähnliches Trinkverhalten zu ermöglichen. Allerdings: Das Stillen ist mit der Flaschenfütterung nicht zu vergleichen, da sich die Saugmechanik grundsätzlich in der Koordination von Atmung, Schluck- und Saugvorgang unterscheidet. Es kommt somit nicht nur auf die Form des Saugers an. Derzeit versuchen Hersteller wie zum Beispiel Medela, Sauger und Flasche durch eine spezielle Technik so zu konzipieren bzw. aufeinander abzustimmen, dass der Stillvorgang weitesgehend imitiert wird.

Saugerformen von Babyfläschchen

Die kiefergerechte Form der Sauger soll jedoch die gesunde Entwicklung des Kiefers fördern. Dazu muss man allerdings darauf achten, dass der Sauger immer „richtig rum“ in Babys Mund geführt wird. Der runde Sauger hingegen hat keine „falsche Seite“. Beim Trinksauger bevorzugt jedes Baby eine andere Form. Es empfiehlt sich, es einfach auszuprobieren und hier dem eigenen Kind zu vertrauen.

Beim Thema Sauger ist immer wieder von einer „Saugverwirrung“ die Rede. Davon sind etwa 10-20% der Neugeborenen betroffen. Sie kann entstehen, wenn Babys sowohl gestillt als auch mit der Flasche (zu)gefüttert werden. Der Grund ist die unterschiedliche Trinktechnik an Brust und Flasche. Infos darüber und was man dagegen tun kann, kannst Du hier in unserem Magazin nachlesen.

Sauger aus Silikon oder Latex?

Trinksauger gibt es aus Silikon und Latex bzw. Kautschuk. Wie bei der Form hat jedes Kind auch in puncto Material seine persönliche Vorliebe. Jedoch gibt es Alters-Empfehlungen für beide Materialien. Sie richten sich nach dem Entwicklungsstand der Zähne. Latex ist ein milchartiger Saft aus der Rinde des Kautschukbaumes. Sauger und Schnuller aus Latex sind honiggelb, außerdem robust und widerstandsfähig. Daher eignen sie sich besonders gut für Kinder, die schon Zähne haben. Jedoch altert Latex schnell. Zudem enthält das Material wie viele andere Naturprodukte Proteine, gegen die manche Menschen allergisch reagieren. Hier sind unsere Latexsauger

Silikon ist ein elastischer Kunststoff. Sauger und Schnuller aus diesem Material sind transparent und haben eine besonders glatte Oberfläche. Sie sind nicht so reißfest wie Latex-Sauger: Hier können leicht Risse oder Löcher entstehen. Deshalb eigen sich Silikonsauger eher für Babys ohne Zähnchen. Das Material ist jedoch sehr hitzebeständig und kann beliebig oft ausgekocht werden. Daher ist Silikon länger haltbar als Latex und muss nicht so oft ausgetauscht werden. Hier sind unsere Silikonsauger

 VorteileNachteile
Latex
  • robust
  • bissfest
  • weich
  • zieht keinen Staub an
  • umweltfreundlich
  • nicht geschmacksneutral
  • nicht hitzebeständig
  • kann Allergien auslösen
  • wird mit der Zeit klebrig & porös
Silikon
  • besonders weich
  • hitzebeständig
  • geschmacksneutral
  • lange haltbar
  • antiallergen
  • leicht zu durchbeißen
  • wartungsintensiv: muss regelmäßig auf Risse überprüft werden

Welche Saugergrößen gibt es?

Die Größe des Saugers ist zu vernachlässigen. Wichtiger ist die Lochgröße. Sie entscheidet darüber, wie langsam oder schnell die Nahrung fließt. Je dickflüssiger die Nahrung, umso größer sollte das Loch sein (manche Hersteller verwenden auch einfach mehr Löcher). Deshalb unterscheidet man zwischen Tee-Saugern (Dünnflüssiges wie Tee, Wasser, Muttermilch, 1-/Pre-Anfangsmilch), Milch-Saugern (Anfangs- & Folgemilch) und Brei-Saugern (Breinahrung, dickflüssige Getränke). Die jeweilige Eignung des Saugers findest Du in unseren Beschreibungen. Tipp: Wenn Dein Kind besonders stark saugt, solltest Du eine Lochgröße kleiner wählen. Das kommt dem natürlich Trinkverhalten nahe. Zudem verschluckt es sich nicht so leicht.

Weitere Infos und unsere Auswahl an Saugern findest Du hier in unserem Shop.

Babyfläschchen reinigen

Vor dem ersten Gebrauch und nach jeder Nutzung musst Du Deine Babyfläschchen gründlich reinigen. Der Grund: Das Immunsystem Deines Babys ist noch nicht ausgebildet genug, um Viren, Parasiten und Bakterien wirksam zu bekämpfen. Es geht dabei nicht darum, eine völlig sterile Umwelt zu schaffen – auch das ist für eine gesunde Entwicklung nicht empfehlenswert. Es ist jedoch wichtig, das Entstehen von gesundheitsgefährdenden Bakterien wie Escherichia coli und Salmonellen gezielt zu vermeiden. Deshalb ist die Entfernung von Milchresten (auch von zubereiteter und nicht getrunkener Milch) entscheidend!

Wie reinige ich Babyfläschchen richtig?

Die Pflege von Babyflaschen und Saugern ist im Grunde einfach und geht in drei Schritten:

  1. Gleich nachdem Du Dein Baby gefüttert hast, spülst Du die Flasche, den Sauger und alle weiteren Teile unter fließendem Wasser aus (das Wasser muss Trinkqualität haben). Nutze am besten eine kleine sanfte Bürste, um alle Nahrungsreste gründlich zu entfernen. Diese setzen sich gerne in Ecken und Ritzen fest und werden zum Bakterien-Nest. Achte darauf, dass Du saubere Hände hast und reinige die Flasche auch von außen. Tipp für Latexsauger: Fülle Sauger als diesem Material vor der Reinigung mit etwas Kochsalz, drücke ihn mit Daumen und Zeigefinger zusammen und reibe ihn so vorsichtig aus. Dadurch lösen sich hartnäckige und kaum sichtbare Rückstände. (Dies bitte nie bei den empfindlicheren Silikonsaugern anwenden!)
  2. Säubere Flasche und Sauger mit einem parfümfreien, sensitiven Spülmittel (oder einem speziellen Spülreiniger für diesen Zweck) und einer Flaschenbürste. (Unsere Auswahl an Flaschenbürsten gibt es hier im Shop.) Spüle die Flasche danach gründlich mit klarem Wasser aus.
  3. Stelle die Flasche zum Abtrocknen mit der Öffnung nach unten auf ein sauberes Tuch oder in einen speziellen Abtropfständer für Babyflaschen.

Manche Eltern reinigen ihre Babyfläschchen in der Spülmaschine. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Material schneller altert: Das Spülmittel dort ist zu scharf. Es ersetzt auch keinesfalls den Desinfektionsvorgang! Dafür ist die Temperatur in der Maschine zu niedrig. Wenn Du die Fläschchen im Geschirrspüler reinigen möchtest, stelle sie mit der Öffnung nach unten in die obere Schublade. Die Flaschen sollten nicht in der Nähe der Heizelemente stehen. Entferne die groben Nahrungsreste vor dem Spülvorgang per Hand.Kind trinkt aus Babyfläschchen

Wie oft muss ich Babyfläschen sterilisieren?

Vor allem vor dem ersten Gebrauch musst Du Fläschchen und Sauger sterilisieren. Ebenso, wenn Du zum Reinigen Brunnen- oder Regenwasser benutzt. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie dem Bundesinstitut für Risikobewertung ist es nicht nötig, Babyfläschchen und Sauger im normalen häuslichen Gebrauch darüber hinaus zu sterilisieren. Viele Hebammen und Kinderärzte sehen das anders und empfehlen das Sterilisieren von Flaschen und Saugern einmal am Tag bis zur Vollendung des sechsten Lebensmonats.

Wenn Du auf Nummer sicher gehen und Deine Babyutensilien sterilisieren möchtest, geht das auf verschiedene Arten:

Auskochen: Suche Dir einen Topf aus und verwende diesen aus hygienischen Gründen ausschließlich zum Auskochen von Deinen (Glas-)Fläschchen und Saugern.

  1. Bringe Wasser in einem Topf zum Kochen und lege Flasche und Sauger hinein. Beides muss vollständig mit Wasser bedeckt sein.
  2. Erhitze das Wasser und lasse alles sprudelnd auskochen. Die Dauer des Abkochens hängt von Deinem Wohnort ab: Denn die Meereshöhe bzw. der Luftdruck beeinflusst die Temperatur, die man zum Kochen benötigt – und damit die Kochzeit. In Hamburg zum Beispiel kocht Wasser bei 100 °C, weil die Stadt fast auf Meereshöhe liegt. Hier genügt es, alles drei Minuten auszukochen. München hingegen liegt etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel. Hier kocht Wasser schon bei etwa 97 °C. Deshalb muss man hier die Kochzeit um etwa zwei Minuten verlängern. Faustregel: Je höher ein Ort über dem Meeresspiegel liegt, desto länger sollte das Auskochen dauern. Sicher gehst Du, wenn Du alles zehn Minuten auskochst. Allerdings leidet das Material enorm darunter und muss unter Umständen schneller ausgetauscht werden.
  3. Nehme nach dem Auskochen Fläschchen und Sauger vorsichtig aus dem Topf und wickele alles in ein sauberes Tuch. Danach die Flasche mit der Öffnung nach unten auf das Tuch stellen und trocknen lassen.

Sterilisieren im elektrischen Vaporisator: Ein Vaporisator ist ein Gerät, mit dem Du schnell, einfach und materialschonend Babyflaschen, Flaschensauger aber auch Schnuller mithilfe von Wasserdampf sterilisieren kannst.

  1. Stelle Dein Babyfläschchen (mit der Öffnung nach unten), Sauger und Schraubringe in das Gerät und befülle es nach Herstellerangabe mit Wasser.
  2. Schließe den Deckel und schalte es ein. Das Wasser wird nun elektrisch erhitzt, bis es verdampft. Durch den Dampf wird alles materialschonend und gründlich sterilisiert. Der ganze Vorgang dauert in Abhängigkeit des jeweiligen Gerätes wenige Minuten.

Nach dem Vorgang bleiben die Fläschchen bei geschlossenem Deckel mehrere Stunden steril. Unsere Auswahl an Vaporisatoren und weitere Infos darüber findest Du hier im Shop.

Für das Sterilisieren in der Mikrowelle gibt es mehrere Möglichkeiten:

Ein Mikrowellen-Sterilisator arbeitet ebenfalls mit Wasserdampf, wird jedoch nicht an den Strom angeschlossen: Du füllst das Körbchen nach Herstellerangabe mit Wasser, legst Fläschchen, Sauger und Schraubringe rein, verschließt es und stellst es in die Mikrowelle. Je nach Leistung Deiner Mikrowelle dauert der Vorgang wenige Minuten.

Hersteller wie Philips Avent oder medela bieten Sterilisationsbeutel für die Mikrowelle an. Das ist besonders praktisch für unterwegs. Lege die Fläschchen und Sauger einfach in den Beutel, fülle ihn nach Herstellerangabe mit etwas Wasser und gebe alles in die Mikrowelle. In wenigen Sekunden wird alles durch den entstehenden Wasserdampf desinfiziert.

Die Firma MAM bietet ein Babyfläschchen an, das sich selbst sterilisiert. Das geht ganz einfach: Baue einfach die Flasche auseinander, fülle in das Boden-Element 20 ml Wasser, setze Sauger und Flaschenkörper in umgekehrter Reihenfolge wieder drauf – und erhitze das Ganze wenige Minuten in der Mikrowelle.

Du findest Mikrowellen-Sterilisatoren, Beutel sowie das selbststerilisierende Fläschchen (als 15-teiliges Set „Anti-Kolik“) bei uns im Shop.

Wo soll ich sterilisierte Fläschchen aufbewahren?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Du kannst die (trockenen!) Fläschchen einfach mit der Öffnung nach unten abgedeckt auf ein sauberes Geschirrtuch stellen. Es gibt auch spezielle Flaschenkasten, in der einige Fläschchen Platz finden. Die Umgebung muss nicht steril sein. Wichtig ist, dass alle Teile trocken sind, damit sich keine Keime ansiedeln können.

Am wichtigsten jedoch ist es, nach jeder Mahlzeit alles gründlich zu reinigen. Nahrungsreste an Fläschchen und Saugern sind die eigentliche Gefahr.

Tipps und Hinweise

  • Eine Babyflasche kann zwar als Trostspender dienen und Dein Kind beruhigen, doch ist nicht zum Dauernuckeln geeignet.
  • Kontrolliere den Flaschensauger regelmäßig auf Risse, Löcher oder Veränderungen der Oberfläche (rau, porös, klebrig) und tausche ihn bei Beschädigungen sofort aus. Generell sollten auch intakte Flaschensauger alle 2-3 Monate erneuert werden.
  • Hab‘ immer einen Ersatzsauger für jede Flasche parat.
  • Falls Dein Kind sensibel auf Gerüche reagiert und sein Fläschchen verweigert, solltest Du geruchsneutrale Flaschen und Flaschensauger wählen.
  • Vorsicht bei der Erhitzung in der Mikrowelle: Hier besteht akute Verbrühungsgefahr (Flaschen sind innerlich viel heißer, als sie von außen wirken)!
  • Bei geschüttelter Babynahrung solltest Du das Fläschchen kurz stehen lassen, bis sich die Luftbläschen auflösen. Dadurch verhinderst Du unnötiges Luftschlucken und daraus resultierende Koliken/Blähungen.
  • Teste die Temperatur der Nahrung zunächst am eigenen Handgelenk: Ideal ist handwarm.
  • Schütte aufgebrühten Tee nach spätestens vier Stunden, zubereitete Nahrung, die nicht getrunken wurde, sofort weg.
  • Ab dem sechsten Lebensmonat Deines Babys kannst Du auf eine Trinklernflasche umsteigen. Mehr darüber findest Du hier in unserem Shop.