Babyflaschen

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Babyflaschen

Flaschen für Babys gehören zur Grundausstattung junger Familien. Die große Auswahl an unterschiedlichen Materialien und Größen der Fäschchen und Trinksauger ist oftmals mehr verwirrend als hilfreich. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Wahl der richtigen Babyflasche ankommt.

12. April 2013 | Fotos: Hersteller

Babyflaschen gehören bei jungen Familien definitiv zur Grundausstattung. Selbst wenn Sie stillen wollen, sollten vorsichtshalber Fläschchen im Haus sein. Es könnten z.B. Probleme beim Stillen auftreten (Probleme mit dem Milchfluss, eine Brustentzündung, andere Krankheiten...) .Vielleicht fehlt es auch mal an Zeit oder Möglichkeit zum Stillen oder Sie müssen/wollen Muttermilch mit einer Milchpumpe abpumpen oder Fertigmilch anbieten. Zudem sollten Sie bedenken, dass Ihr Kind neben der Nahrung auch Flüssigkeit benötigt. Für Wasser und Tee sind Babyflaschen zwingend erforderlich.

Wieviele Babyflaschen sind notwendig?

Es gibt keine Richtlinie für die Anzahl an Babyflaschen, die Sie im Haus haben müssen. Empfohlen werden 6 große Babyflaschen (ca. 250 ml) für Milchnahrung und 2 kleine Fläschchen (ca. 125 ml) für Tee bzw. Wasser. Wer stillt, sollte für den Notfall wenigstens eine große Flasche im Haus haben und ebenfalls 2 kleine Tee- bzw. Wasserfläschchen.

Baby mit Mutter

Material der Babyflaschen

Es gibt Babyflaschen aus verschiedenen Materialien - Glas oder unterschiedliche Kunststoff-Varianten. Bei der Auswahl kommt es ganz auf Ihre Anforderungen und Bedürfnisse an.
Glasflaschen sind zerbrechlich und relativ schwer. Dafür sind sie garantiert frei von schädlichen Weichmachern (BPA-frei) und lassen sich problemlos abkochen. Kunststoff-Flaschen (z.B. aus PP, PA, Silikon) hingegen sind bruchsicher und handlicher geformt, auch sie sind inzwischen (meist) BPA-frei . Jedoch verkratzen Kunststoff-Fläschchen schneller und müssen bei inneren Kratzern sofort ausgetauscht werden - dort könnten sich Bakterien ansiedeln.

Weithals- oder Standardflasche?

Weithals-Babyflaschen sind deutlich breiter als Standard-Babyflaschen. Die Flaschensauger der Weithalsflaschen haben eine breitere Lippenauflage und kommen der mütterlichen Brust am nächsten. Bei der Befüllung und Reinigung punktet ebenfalls die Weithalsflasche, aufgrund der großen Öffnung. Zudem liegen Weithalsflaschen besser in der Hand als die geraden Standardflaschen, dadurch können die Kleinen sie früher und einfacher selbst halten.
Dafür bleiben Getränke in den Standardflaschen länger warm, das ist besonders wichtig wenn Ihr Kind sehr langsam trinkt.

Bei Desinfektionsgeräten muss man achtsam sein, denn nicht jedes Gerät ist für Weithalsflaschen geeignet. Im Gegensatz zu Standardflaschen passen auch weniger Fläschchen hinein.

Form und Material des Saugers

Babyflaschen sind mit unterschiedlichen Flaschensaugern erhältlich, die auch nachgekauft werden können. Sie sollten auf jeden Fall ausgetauscht werden, wenn die Sauger Risse aufweisen bzw. unansehnlich geworden sind. Bei der Wahl der Babyflasche mit dem richtigen Sauger für Ihr Kind spielen gleich mehrere Faktoren eine Rolle. Die Form ist dabei laut Experten zweitrangig (kiefergerecht oder kirschform).

Beim Material des Flaschensaugers haben Sie die Wahl zwischen strapazierfähigem Latex, sowie reinem Naturkautschuk und extra weichem, geschmacksneutralem Silikon. Alle haben ihre Vorzüge und im Endeffekt entscheidet die Vorliebe Ihres Kindes. In den ersten “zahnlosen“ Monaten bieten sich Silikonsauger an, doch mit den ersten Zähnchen sind die robusteren Latex-Sauger empfehlenswert!

Größe des Saugers

Wichtig ist die richtige Größe des Saugers. Obwohl die Größenangaben (1, 2, 3 oder S, M, L) überall gleich benannt sind, unterscheiden sich die Altersempfehlungen von Hersteller zu Hersteller - hier sollten Sie sich an die jeweiligen Angaben halten. Universelle Flaschensauger können vom 1. Tag bis zum letzten Fläschchen genutzt werden.

Wichtig ist auch die Lochgröße des Saugers. Die Lochgröße ist entscheidend für einen optimalen Trinkfluss - je dickflüssiger die Nahrung, umso größer muss das Loch sein. Darüber hinaus gibt es auch Universal-Flaschensauger mit variablem Trinkfluss - wie beim Stillen.

Optimal sind außerdem Sauger mit einem Anti-Kolik-Ventil. Dieses sorgt für den Druckausgleich im Fläschchen, verhindert unnötiges Luftschlucken und daraus resultierende Blähungen (Koliken).

Richtige Pflege von Babyfläschchen

Eine Babyflasche kann zwar als Trostspender dienen und Ihr Kind beruhigen, doch ist nicht zum Dauernuckeln geeignet. Verzichten Sie möglichst auf gezuckerte, kohlenhydrat- und fruchtsäurehaltige Getränke, diese führen bei häufiger oder dauerhafter Einwirkung zu Karies (Zahnfäule).

Vor dem ersten Gebrauch müssen Babyflaschen gewaschen und ausgekocht oder sterilisiert werden. Kontrollieren Sie den Flaschensauger regelmäßig auf Risse, Löcher oder Veränderungen der Oberfläche (rau, porös, klebrig) und tauschen Sie ihn bei Beschädigungen sofort aus. Generell sollten auch intakte Flaschensauger alle 2-3 Monate erneuert werden. Falls Ihr Kind sensibel auf Gerüche reagiert und sein Fläschchen verweigert, sollten Sie geruchsneutrale Flaschen und Flaschensauger wählen.

Achten Sie auf die richtige Temperatur, nicht zu heiß und nicht zu kalt, am besten lauwarm. Vorsicht bei der Erhitzung in der Mikrowelle: hier besteht akute Verbrühungsgefahr (Flaschen sind innerlich viel heißer, als sie von außen wirken)!

Bei geschüttelter Babynahrung sollten Sie das Fläschchen kurz stehen lassen, bis sich die Luftbläschen auflösen. Dadurch verhindern Sie unnötiges Luftschlucken und daraus resultierende Koliken/Blähungen.

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