Der große Buggy Test 2017

Bei unserem Test geht es um den Buggy-Alltag von Eltern und Kindern. Welcher Buggy passt in welchen Kofferraum? Lässt er sich mit einer Hand falten? Ist der Buggy komfortabel? Wie hoch sitzt das Kind über der Straße? Wie sind die Räder? Ist der Buggy kippsicher und wie lässt er sich pflegen? Das und noch viel mehr wollten wir wissen. Hier sind die Ergebnisse (in alphabetischer Reihenfolge).

Getestete Buggys: Test ABC Design Avito
ABC-Design
Avito

Testbericht
Test ABC Design Mint
ABC-Design
Mint

Bloggertest
Test Hauck Shopper Neo II
Hauck
Shopper Neo II
Test Hauck Rapid 4
Hauck
Rapid 4
Test Joie Litetrax
Joie
Litetrax
Schieberhöhe: 80-109 cm 101 cm 100 cm 76-109 cm 103 cm
Liegeposition:
Sitzhöhe: 44 cm 50 cm 41 cm 43 cm 44 cm
Sitzbreite: 33 cm 35 cm 33 cm 33 cm 35 cm
Räder: 4 Luftkammer 4 Luftkammer 4 Luftkammer 4 Luftkammer 4 Luftkammer
Zusammenklappen:
3,3Sek.
12,7Sek.
4,0Sek.
1,3Sek.
1,3Sek.
Passt in Kofferraum (Kleinwagen):
Passt in Kofferraum (Kleinstwagen):
Volumen Einkaufskorb: 11 l 6 l 10 l 12 l 13 l
max. Belastung Kipptest: 9 kg 6 kg 8 kg 6 kg 4 kg
Bezug ab- und aufziehen
20min
20min
8min
Bezug waschbar Handwäsche, 30°C Maschinenwäsche, kalt abwischbar Handwäsche, 30°C abwischbar
Gewicht
11,6kg
8,5kg
8,8kg
9,3kg
8,8kg
Preis ab 219,90 € ab 259,90 € ab 74,99 € ab 119,99 € ab 179,99 €

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Bloggertest

ABC-Design Avito

Der Avito punktete mit seiner enormen Stabilität beim Thema Kippsicherheit. Dank präziser Bedienungsanleitung ging der Aufbau des Avito schön leicht. Auch der Klappmechanismus ist unkompliziert. Etwas schade ist, dass zwei Hände zum Zusammenklappen benötigt werden. Besonders zufrieden waren wir mit den großen Luftkammerrädern: Dadurch eignet sich der Avito sogar für holprige Wald- und Feldwege. Der Einkaufskorb ist mit 11 Litern Fassungsvermögen großzügig bemessen. Die durchgängige Schiebestange ermöglicht das Lenken mit einer Hand und ist zudem höhenverstellbar. Großes Manko jedoch ist das Wiederaufziehen des Sitzbezugs. Hier benötigt man Geduld - und einen Schraubenzieher. Alles in allem aber sorgt der Avito für einen idealen Buggy-Alltag.

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ABC Design Mint

Mit 8,5 kg ist der Mint ein angenehm leichter und wendiger Buggy, der sich super einfach aufbauen lässt. Durch die Leder-Optik am Schieber und am Schutzbügel sieht er echt edel aus. Aber auch die “inneren Werte” stimmen: Die Hinterachse und die Räder sind extra gefedert, damit die Fahrt auch über holpriges Kopfsteinpflaster schön ruhig für den kleinen Passagier bleibt. Toll am Mint ist der Klappmechanismus - hier reicht es, kurz an einem kleinen Band zu ziehen und schon ist der Buggy klein und kompakt zusammengefaltet. Die durchgängige Schiebestange ermöglicht das Lenken mit einer Hand. Leider ist der Schieber nicht in der Höhe verstellbar. Ein weiteres Manko: Der Einkaufskorb dürfte ruhig größer sein. Alles in allem ist der Mint aber ein praktischer und stilvoller Begleiter im Buggy-Alltag.

Hauck Shopper Neo II

Wer einen Buggy für die Stadt möchte, findet im Neo II einen sehr preiswerten Wagen mit viel Komfort. So bietet die ausgesprochen praktische Ablagefläche am Schieber gleichzeitig Platz für das Fläschchen und den Coffee-to-go. Da der Buggy mit 4 Luftkammerräder und einer Federung ausgestattet ist, geht hier während der Fahrt auch kein Tropfen durch lästiges Geruckel verloren. Schade nur, dass sich der Neo II etwas schwerfällig lenken lässt. Typisch für Hauck ist die schön bebilderte Aufbauanleitung. Wir empfehlen bei der Montage allerdings ein Hilfsmittel (z.B. ein Streichmesser aus der Küche), um die Räder schneller an die Hinterachse zu befestigen. Denn ganz so leicht ist es nicht, wie die Anleitung suggeriert. Wenn der Neo II dann steht, ist er mit einer Hand in 4 Sekunden auch schon wieder kompakt zusammengeklappt und wartet auf seinen nächsten Einsatz.

Hauck Rapid 4

Der Rapid 4 von Hauck ist ein echt stabiler Kerl: Kinder dürfen bei ihm sogar noch mitfahren, wenn sie 22 kg wiegen! Auch in anderen Bereichen macht dieser Buggy eine tolle Figur - zum Beispiel beim Zusammenklappen. In gerade mal 1,3 Sekunden ist der Rapid 4 so kompakt wie ein kleiner Koffer gefaltet. Einhändig wohlgemerkt! Außergewöhnlich ist auch die Schieberhöhe, die sich in 4 Stufen um satte 30 cm verstellen lässt! Hier findet jeder die ideale Höhe, um den Buggy bequem zu lenken. Die 4 gefederten Luftkammerräder fangen dabei Unebenheiten im Boden mühelos ab. Der Rapid 4 ist auch ein prima Shopping-Begleiter, denn in den Korb passt locker der halbe Wocheneinkauf. Das Design des Buggys kommt allerdings etwas einfach daher. Ohne optische Highlights ist der Rapid 4 rein auf Funktionalität ausgelegt.

Joie Litetrax

In Sachen Aufbau und Faltmechanismus ist der Joie Litetrax der Traum aller Eltern. Der Buggy verbindet ein smartes Design mit Funktionalität und Komfort. Seine Pluspunkte: ein großer Einkaufskorb, eine praktische Ablage am Schieber, ein voluminöses Verdeck, gute Bereifung und eine bequeme Sitzbreite. Verbesserungswürdig sind die Kippsicherheit und die Pflegeleichtigkeit. Die durchgängige Schiebestange macht den Buggy leicht lenkbar, lässt sich aber nicht in der Höhe verstellen. Dennoch bietet der Joie Litetrax ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und ist mit 8,8 Kilo zudem noch angenehm leicht.

Joie Nitro LX

Der Joie Nitro LX überzeugt vor allem durch seinen leichten Aufbau und seine Pflegeleichtigkeit: Während die meisten abnehmbaren Sitzbezüge für die Handwäsche ausgelegt sind, verträgt der Bezug des Nitro LX sogar die Waschmaschine. So viel Komfort in Sachen Reinigung bot in unserem Test nur noch der Pockit von Goodbaby. Ordentlich schlägt sich der Buggy beim Thema Einkaufskorb und Sitzbreite. Die Kippsicherheit darf gerne verbessert werden. Gut zu wissen: Der Nitro hat keine durchgängige Schiebestange, sondern zwei Griffe. Dadurch lässt er sich nicht ganz so leicht einhändig lenken.

Knorr Baby Joggy S

Der Joggy S war in unserem Test leicht aufzubauen, überzeugte aber vor allem durch seinen Komfort. Trotz der zehn Schrauben ließ sich der Bezug recht problemlos abnehmen. Allerdings wechselte unser Tester beim Wiederaufziehen nach etwa 14 Minuten die Gesichtsfarbe in ein dunkles Rot: Hier wurden die Schrauben zum Problem und ließen sich einfach nicht durch den dicken Stoff in die Löcher setzen. Der Joggy S ist prima für Spaziergänge auf holprigen Wald- und Feldwegen. Eine Handgelenksschlaufe am Schieber sorgt bei abschüssigem Gelände dafür, dass der Wagen nicht außer Kontrolle gerät. Durch seinen breiten Sitz finden auch größere Kinder im Joggy S bequem Platz. Das gute Preis-Leistungsverhältnis und das ansprechende Design machen den Jogger zu einem unserer beliebtesten Buggy-Modelle im Shop.

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Knorr Baby Vero XL

Dieser beliebte Buggy bietet viel fürs Geld: eine durchgängige Schiebestange, ein weit aufklappbares Verdeck und einen großen Einkaufskorb mit stolzen 13 Litern Fassungsvermögen. Durch seine Räder macht er auch auf etwas holprigen Wegen wie Schotter oder Kopfsteinpflaster eine gute Figur. Geduld, Kraft und technisches Verständnis allerdings benötigt man beim Aufbau. Die Bedienungsanleitung ist leider nicht gut strukturiert, die Darstellungen sind zu klein bzw. ungenügend. Zudem lässt sich der Vero nicht gerade komfortabel zusammenfalten. (Eine Testperson aus unserem Team musste dabei zwei Fingernägel opfern.) Wiederum positiv ist sein leichtes Gewicht. Außerdem passt er durch sein Faltmaß gut in kleine Autos wie einen Ford Fiesta.

Moon Flac

Der Moon Flac überzeugt vor allem bei den Themen Kippsicherheit und Aufbau. Die Bedienungsanleitung ist durch Bilder und Text schnell zu erfassen. Leider ließ er sich in unserem Test nicht einhändig zusammenklappen. Mit zwei Händen ging es allerdings recht einfach und dauerte nur vier Sekunden. Neben einem stabilen Gestell, einer guten Federung und einem Einkaufskorb mit 11 Litern Fassungsvermögen sticht das Design positiv heraus. Allerdings fühlt sich der Stoff weniger hochwertig an, wie es die Aufmachung verspricht. Außerdem ist der Flac nicht so komfortabel und leicht zu lenken, wie vergleichbare Modelle mit ähnlich eng zusammenstehenden Vorderrädern. Für einen perfekten Buggy-Alltag fehlt zudem ein höhenverstellbarer Schieber. Schade auch, dass der Bezug nicht abnehmbar ist: Er kann lediglich mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Abnehmbar sind jedoch die Kunstlederbezüge an Schieber und Schutzbügel. Gut wiederum sind die ordentliche Sitzhöhe, die Bereifung und dass die Rückenlehne weit nach hinten geklappt werden kann.

Peg-Perego Pliko Mini

Der Aufbau ging dank gut strukturierter Bedienungsanleitung sehr einfach. Die Bilder in der Anleitung sind zum besseren Verständnis farblich abgehoben. Der Faltmechanismus ist einwandfrei: Innerhalb von knapp vier Sekunden lässt sich der Peg-Perego Pliko Mini einhändig zusammenklappen. Zudem ist er einer der wenigen Modelle, die in den Kofferraum des Fiat 500 Cabrios passen. Platz für Einkäufe gibt es auch noch. Überzeugen kann der “kleine Italiener” zudem mit seiner unkomplizierten Pflege: Der Sitzbezug ließ sich im Test einfach und schnell ab- und wieder aufziehen. In Sachen Handhabung ist der Peg eine sehr gute Wahl. Allerdings wirkt er insgesamt eher instabil und zeigt bei der Kippsicherheit Verbesserungspotenzial.

Quinny Moodd

Das futuristische Gefährt hat nicht nur in Sachen Design einiges zu bieten: Auch der Komfort kommt auf keinen Fall zu kurz. Ob Bereifung, Schieber oder Verdeck: Der Quinny muss sich nicht verstecken. Allerdings dürfte der Sitz gerne breiter sein. Dafür lässt sich die Sitzeinheit drehen, so dass das Kind mit und gegen die Fahrtrichtung schauen kann. In Sachen Sicherheit ist der Moodd nicht schlecht. Bei der Pflege zeigt er sich unkompliziert: Der Bezug lässt sich leicht abnehmen, reinigen und aufziehen. Der Faltmechanismus gestaltet sich zwar einfach, dennoch lässt sich der Jogger nicht mit einer Hand zusammenklappen. Mit fast 15 Kilo gehört das Quinny-Modell nicht gerade zu den Leichtgewichten. Das macht sich auch beim Fahren bemerkbar. Dafür jedoch ist die Bereifung sehr gut: Der Moodd macht damit auch auf Wald- und Feldwegen eine gute Figur und sorgt für den nötigen Fahrkomfort.

Quinny Yezz Air

Der Yezz Air ist ein stilvoller Stadtflitzer, der vor allem in Sachen Pflege und Kompaktheit punktet. Der Bezug lässt sich in nur zwei Minuten ab- und wieder aufziehen. Durch sein geringes Klappmaß ist der Yezz Air auch in Kleinstwagen sehr gut unterzubringen. Er lässt sogar noch Platz für Einkäufe oder kleines Gepäck. Allerdings bietet er kaum Komfort: Die Rückenlehne lässt sich nicht zurückklappen, der Schieber ist nicht verstellbar - und der Buggy hat keinen Einkaufskorb. Dafür jedoch ein kleines Netz. Das sollte nur mit maximal zwei Kilo beladen werden, da sich dieses Quinny-Modell beim Thema Kippsicherheit nicht sehr stabil zeigt. Die Bereifung eignet sich sehr gut für den Einsatz in der Stadt: In engen Geschäften oder Bahnhöfen ist der Yezz Air in seinem Element - und ist somit ideal für die Reise!

Quinny Zapp Xtra

In diesem beliebten Quinny-Modell thront das Kind stolze 64 cm über dem Boden - und damit so hoch wie in keinem anderem unserer Test-Buggys. (Zum Vergleich: Die durchschnittliche Sitzhöhe liegt hier bei 45,5 cm.) Als eines der wenigen Gefährte passt der Zapp Xtra auch in Kleinstwagen. Der Aufbau ging dank sehr guter Bedienungsanleitung problemlos und einfach. Allerdings: Das Zusammenklappen des Joggers dauerte mit 16 Sekunden in unserem Test am längsten. (Zum Vergleich: Im Schnitt benötigt man für das Zusammenklappen unserer 15 Buggys 5,1 Sekunden.) Auch das Thema Pflege war heikel: Der Bezug lässt sich gut abziehen und reinigen. Das Problem jedoch ist das Wiederaufziehen. Hier empfiehlt es sich dringend, die Bedienungsanleitung zu lesen oder sich das entsprechende Hersteller-Video in unserem Produkttext zum Zapp Xtra anzuschauen!

Recaro Easylife

Beim Aufbau und beim Zusammenfalten ist der Recaro Easylife klasse. Die Bedienungsanleitung ist sehr hilfreich und gut strukturiert. Das Zusammenklappen funktioniert einhändig in 1,5 Sekunden. Mit nur 6,1 Kilo Gewicht ist der Recaro zudem leicht zu tragen. Außerdem passt er mit seinem geringen Klappmaß auch in kleinste Autos, ohne den ganzen Kofferraum einzunehmen. Schade jedoch, dass die Rückenlehne nur die Ruheposition ermöglicht und der Bezug nicht abnehmbar ist. Verbesserungswürdig ist auch das Thema Kippsicherheit. Außerdem ist der durchgängige Schieber nicht in der Höhe verstellbar. Positiv hingegen fiel uns die hohe Kundenzufriedenheit mit dem Buggy-Modell auf.

TFK Lite Mini

Wer sich für diesen hochwertigen Buggy entscheidet, landet in puncto Zusammenklappen und Pflege einen Volltreffer: In nicht mal drei Sekunden ist der TFK Lite Mini gefaltet, in insgesamt zwei Minuten ist der Bezug ab- und wieder aufgezogen. Etwas schade fanden wir es, dass man zum Zusammeklappen zwei Hände benötigt. Zeitaufwendig und sehr schwierig ist der Aufbau. Hier ist die Bedienungsanleitung wenig hilfreich. Die Schieberhöhe beim TFK lässt sich zwischen 71 und 113 cm einstellen. So viel Spielraum bot kein anderer Buggy im Test. Bei der Sicherheit schneidet er gut ab.

Wie haben wir getestet?

Buggy-Tests gibt es viele. Ökotest hat im Mai 2015 acht Buggys auf Sicherheit, Haltbarkeit und Inhaltsstoffe überprüft. Stiftung Warentest hat nach zehn Jahren Pause im März 2016 einen neuen Buggy-Test herausgegeben. Überprüft wurden 15 Modelle unter anderem auf Schadstoffbelastung, Sicherheit und Haltbarkeit.

Uns interessiert vor allem der Buggy-Alltag von Eltern und Kindern. Was muss ein Buggy wirklich können? Um das rauszufinden, haben wir zwei Umfragen gestartet: Auf Facebook und Instagram wollten wir von Müttern und Vätern wissen: Worauf kommt es bei einem Buggy im Alltag an? Was sollen wir bei einem Buggy testen? Zeitgleich haben wir bei unseren Müttern und Vätern im Team eine kleine Blitzumfrage zu denselben Fragen gestartet. Aus den häufigsten Antworten haben wir unsere Test-Kategorien entworfen.*

Unsere Kriterien

Alle Buggys wurden unter denselben Bedingungen auf ihre Handhabung, Komfort und die Kippsicherheit überprüft. Außerdem wollten wir wissen, wie leicht oder schwer der Sitzbezug gepflegt werden kann. Zudem haben wir noch die Zufriedenheit der Kunden mit den jeweiligen Modellen und deren Beliebtheit einfließen lassen. Die Kriterien im Einzelnen:

Handhabung

Aufbau: Der Buggy ist bestellt und kommt im sperrigen Karton. Jetzt heißt es: aufbauen. Wie kompliziert ist das wirklich? Ist die Bedienungsanleitung hilfreich? Um hier das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, haben wir zwei laut eigener Aussage „technisch normal begabte“ Teammitglieder beauftragt, die Buggys aufzubauen. (Das Fluchen dabei hielt sich übrigens in Grenzen…)

Faltmechanismus: In einem Arm das schreiende Kind, mit der freien Hand muss schnell der Buggy zusammengeklappt werden: Glaubt man den Herstellern, ist das alles kein Problem. Systeme wie der „1-Hand-Faltmechanismus“ oder der „3D-Klappmechanismus“ machen es möglich. Ist das tatsächlich so? Wir haben getestet, ob sich die Buggys mit einem oder zwei Händen zusammenklappen lassen. Unsere Tester achteten zudem auf Aspekte wie Schnelligkeit und Komplexität.

Test des Aufbaus von Buggys

Volumen des Einkaufskorbes: Der Buggy im Supermarkt wird im Alltag schnell mal zum Einkaufswagen „umfunktioniert“. Die meisten Gefährte haben ja auch einen Einkaufskorb unter dem Sitz. Größe und Fassungsvermögen jedoch unterscheiden sich enorm. Wir haben den Einkaufskorb unserer Test-Buggys mit Milchtüten beladen und das Volumen gemessen.

Volumen im Kofferraum: Klar - im Grunde passen alle Buggys problemlos in den Kofferraum der großen Familienkutschen. Aber wie sieht’s aus mit dem Platz im kleinen Zweitwagen? Wie sperrig sind die einzelnen Buggys - und finden auch noch Einkäufe Platz? Wir haben die Buggys in den Kofferraum eines Ford Fiesta und eines Fiat 500 Cabrios gepackt und wollten wissen: Passt er überhaupt rein? Ist der Kofferraum voll? Oder ist noch Platz genug für andere Dinge?

Wir testen in welchem Kofferraum die Buggys passen

Komfort

Sitzhöhe: Auf welcher Höhe ist der Sitz angebracht? Das spielt im Buggy-Alltag eine große Rolle: Sind die Straßen nass, bekommt das Kind bei niedriger Sitzhöhe eher das Spritzwasser ab. Zudem müssen sich Eltern tiefer zu ihrem Nachwuchs runterbeugen. Die Sitzhöhe bei unseren Test-Buggys lag zwischen 38 und komfortablen 56 cm.

Neigung der Rückenlehne: Wie schön, wenn das Kind nach einem aufregenden Tag im Buggy ganz bequem schlummern kann. Eine verstellbare Rückenlehne ist dafür perfekt! Allerdings lässt sich nicht jede Lehne so weit nach hinten kippen, dass das Kind wirklich liegen kann. Viele Buggys lassen sich nur in die sogenannte “Ruheposition” klappen. Von einer Liegeposition spricht man, wenn die Rückenlehne mindestens 150 Grad Neigung erreicht. Wir haben bei unseren Buggys mit einem Winkelmesser nachgemessen, wie weit sich die Lehne tatsächlich zurückkippen lässt.

Schieber: Im Buggy-Alltag kann es immer wieder vorkommen, dass jemand anders den Wagen schiebt: Mama, Papa, Oma, Opa - oder auch die beste Freundin. Wie praktisch, wenn sich der Schieber an die Größe von verschiedenen Personen anpassen lässt. Dadurch kann jeder die ideale Schiebeposition einstellen (die liegt übrigens auf Höhe des Bauchnabels). Das ist nicht nur bequem, sondern auch auf Dauer rückenschonend. Wir wollten daher wissen, welche Buggys diesen Komfort bieten.

Sonnenverdeck: An schönen Tagen kann die Sonne ganz schön runterbrennen. Muss das Kind im Buggy immer Hut und Sonnenbrille tragen oder reicht es, das Verdeck runterzuklappen? Wie weit lässt es sich ausfahren? Wir haben mit einem Winkelmesser nachgemessen. Dabei variierten die Werte zwischen 62 und 130 Grad. Je höher der Neigungswinkel, desto weiter lässt sich das Verdeck runterklappen - und desto besser ist das Kind im Buggy geschützt.

Räder: Die Räder eines Buggys sind ein wichtiges Ausstattungsmerkmal. Sie bestimmen den Fahrkomfort. Es gibt vorwiegend Buggys mit Luft-, Luftkammer- oder Hartgummirädern. Lufträder haben eine sehr gute Federwirkung, sind aber wartungsintensiv. Hartgummiräder sind robust, aber sehr hart und daher nur für asphaltierte Wege eine gute Wahl. Luftkammerräder sind der beste Kompromiss aus beidem: Sie haben eine gute Federwirkung und sind wartungsarm. Auch die Größe der Hinterräder spielt eine Rolle: Je größer das Rad, desto ruhiger ist das Fahrverhalten und desto besser ist das Kind vor Erschütterungen geschützt. (Ausführliche Infos über die Räder und ihren Einsatzort findest Du übrigens hier in unserem Kaufberater.)

Nicht alle Buggys sind für jedes Gelände geeignet

Sicherheit

Kippsicherheit: Viele Hersteller möchten zwar nicht, dass Taschen an Griff oder Schieber der Buggys gehängt werden – der Buggy-Alltag vieler Eltern sieht jedoch anders aus. Es ist ja auch praktisch, die Wickeltasche oder Einkäufe mit dem Buggy zu transportieren. Fläschchen, Thermoskanne und der Apfel für zwischendurch finden auch noch irgendwo Platz. Und wenn sich dann noch das Geschwisterchen hinten an die Griffe hängt, hat der Buggy einiges auszuhalten. Wir wollten wissen: Ab wie viel Kilo Belastung am Schieber kippt der Buggy nach hinten? (Bitte beachte immer das angegebene Maximalgewicht in der jeweiligen Bedienungsanleitung des Herstellers!)

Pflege

Dreckige Spielplatz-Schuhe, Eisflecken und festgedrückte Schoko-Krümel auf dem Buggy-Sitz. Da solche Szenerien zum Buggy-Alltag gehören, ist es sehr praktisch, wenn sich der Sitzbezug abziehen und waschen lässt. Leider ist das nicht bei allen Buggys so. Bei jenen Modellen, bei denen sich der Bezug abnehmen lässt, wollten wir wissen: Ist es kompliziert? Braucht man Werkzeug? Dauert es lange? Und geht das Aufziehen genauso gut oder schlecht wie die Abnahme? Außerdem haben wir uns die Pflegehinweise des Herstellers angeschaut. Kann man den Bezug in der Maschine waschen oder nur per Hand? Und wie viel Grad sind erlaubt?

Beliebtheit

Auch das hat in unserem Test eine Rolle gespielt: Wie kommen die Buggy-Modelle bei Eltern an? Als Grundlage diente uns die jeweilige Anzahl der verkauften Buggys im ersten Quartal 2016. Je mehr Exemplare verkauft wurden, desto mehr Punkte haben wir vergeben.

Kundenzufriedenheit

Wichtig war uns jedoch nicht nur die Beliebtheit, sondern auch die Meinung der Kunden. Wie zufrieden sind sie mit dem Buggy wirklich? Wir haben die jeweiligen Bewertungen analysiert.

*Hinweis: Uns ist klar, dass natürlich auch die Schadstoff-Belastung eine große Rolle spielt. Da wir aber keine Profis auf diesem Gebiet sind, muss dieser Punkt bei der Bewertung außen vor bleiben.

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