Erkältung in der Schwangerschaft (20. SSW)


Samstag, 05. Juli 2014

Die Nase läuft, der Hals kratzt und mein Kopf fühlt sich an wie ein großer, mit Sand gefüllter Ballon, der gleich platzt. Und als wäre das nicht schlimm genug, starten wir nicht in ein gewöhnliches Wochenende. Nein. Wir befinden uns mitten in einem Kurzurlaub in der Eifel mit den Schwiegereltern, auf den ich mich schon lange gefreut hatte…

April oder Juli?

Wahrscheinlich setzte uns (meiner Tochter und mir) das wechselhafte Wetter der vergangenen Tage zu – diese teils extremen und unvorhersehbaren Umschwünge von heiß auf kalt und umgekehrt. So passierte es, dass ich mir an einem Tag die Haut verbrannte, weil ich der Wettervorhersage vertraute und statt Sonnenmilch die komplette Regenmontur einsteckte (unser Mädchen konnte ich glücklicherweise mit dem Verdeck unseres Bollerwagens schützen). Umgekehrt überraschten uns regelmäßig Temperaturstürze, auf die ich bekleidungstechnisch nicht eingestellt war und so froren wir häufiger.

Familienschnupfen

Zuerst kränkelte unser Mädchen und nun, ein paar Tage später, fühlen Thomas und ich uns schlapp. Zum Glück entwickelte sich dieses Mal keine ausgereifte Sommergrippe mit Fieber daraus. Uns plagen lediglich die nervigen, aber unbedenklichen Grippesymptome wie Schnupfen, Halskratzen und Husten.

Erkältung in der Schwangerschaft – was hilft mir?

Da das Baby in der Schwangerschaft mit schluckt, versuche ich möglichst auf Medikamente zu verzichten. In hab zwar Paracetamol im Gepäck, allerdings nur für den Fall, dass meine Kopfschmerzen unerträglich werden oder ich zusätzlich Fieber bekomme.

Tagsüber trinke ich lieber regelmäßig Wasser und Saftschorlen, damit der eh schon trockene Hals nicht noch mehr austrocknet. Um die Halsschmerzen zu lindern, lutsche ich Salbeibonbons. Salbeitee soll ebenfalls prima helfen, allerdings habe ich hier in der Eifel leider keinen.

Das Schlafen ist ein kleiner Alptraum, weil mir das bei verstopfter Nase und ohne Nasentropfen kaum gelingt. Meine Nasentropfen konnte ich vor der Abreise nicht mehr finden und die meiner Tochter bewirken gar nichts bei mir. Da wir uns hier in einem kleinen Kaff fernab von einer Apotheke befinden, muss ich mich wohl oder übel mit der Situation abfinden.

Das ist deswegen blöd, weil viel Ruhe und Schlaf den Genesungsprozess beschleunigen. Doch statt mich gesund zu schlafen, liege ich nachts wach und kann kaum atmen. Zusätzlich ärgert mich ein aufsteigender, trockener Reizhusten, wenn ich liege. Je mehr ich versuche, ihn zu unterdrücken (will Thomas und unser Mädchen schließlich nicht aufwecken), desto schlimmer wird mein Bedürfnis zu husten. Ich trinke also auch nachts kleine Schlucke Wasser, lutsche Salbeibonbons und hoffe irgendwann in den Schlaf zu fallen…

Montag, 07. Juli 2014

Gestern sind wir von unserem Wochenendausflug zurückgekehrt. Durch den Schlafmangel, die aufregenden Tage und unsere gestrige, kilometerlange Berg- und Talwanderung, war ich völlig platt und bin 21 Uhr mit unserem Mädchen ins Bett gekrabbelt. Glücklicherweise fand ich noch ein wirksames Nasenspray in meinem Medizinschränkchen, so dass ich endlich wieder frei atmen und entspannt einschlafen konnte. Heute fühle ich mich gleich wesentlich besser und hoffe, dass wir den schlimmsten „Grippe-Part“ erfolgreich hinter uns gebracht haben.

 

 

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