Erster fieser Husten (16 Wochen)


Ich hatte mir so gewünscht, dass der Bub von den wilden Virenmischungen, die unsere Große ständig aus dem Kindergarten mitbringt, verschont bleibt, doch leider hat es ihn am Wochenende auch erwischt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wachte er plötzlich quengelig auf und wollte nichts trinken. Sehr ungewöhnlich, weil er vor allem nachts gerne stillt und mit Vorliebe wieder dabei einschläft. Zudem atmete er in sehr kurzen Zügen und es hörte sich wie eine Mischung aus Röcheln und Pfeifen an. So schlimm, dass ich mir ernsthaft Sorgen machte und am liebsten in die Klinik gegangen wäre. Doch die Notfallpraxis öffnet erst 9 Uhr und so entschloss ich mich, mit ihm an die frische Luft zu gehen. Die tut bei Atemproblemen ja bekanntlich gut.

Also zog ich uns 3.30 Uhr in der Frühe muckelig warm an, ich packte ihn ins Tragetuch und lief durch die ruhigen Straßen unserer Stadt. Es war kalt und noch dunkel, aber die Vögel zwitscherten schon. Da musste ich trotz der schrägen Situation schmunzeln.

Der Kleine war die ganze Zeit total ruhig, was mich erleichterte, weil ich nicht wollte, dass er weint, wenn er eh schon schlecht Luft bekommt. Sobald ich ihn in der Trage hatte, schmiegte er sich eng an meine Brust und legte sein Köpfchen ab. Kurz darauf schlief er ein und seine Atmung wurde ruhiger.

Nach 30 Minuten lief ich wieder nach Hause und dort ließ ich ihn zunächst noch im Tuch schlafen. Gegen 5 Uhr legte ich ihn dann ins Bett, wo er für seine Verhältnisse ungewöhnlich lange weiterschlief.

Da er nicht richtig aufwachte, sehr unruhig war (nur auf den Arm wollte) und wieder röchelte, lief ich dann 9 Uhr mit ihm in die Klinik. Die behandelnde Ärztin erklärte, dass er einen harmlosen Virusinfekt hat, bei der die Schleimhaut in den Bronchien anschwillt. Dadurch bekommen so kleine Babys wie er schnell Atemprobleme, da ihre Bronchien im Vergleich zu älteren Kindern viel kleiner und enger sind.

Sie empfahl uns ein bronchienerweiterndes Mittel, das er wir mit Hilfe eines sogenannten AeroChamber inhalieren sollte. Sie zeigte uns vor Ort wie das Aufsetzen der Inhalationsmaske funktioniert und prüfte im Anschluss, indem sie ihn abhörte, ob es überhaupt etwas gebracht hat. Es wirkte, allerdings nicht gut genug und so verschrieb sie uns zusätzlich einen Cortison-Saft, um die Schleimhaut abschwellen zu lassen.

Die Nacht von Sonntag auf Montag war allerdings nochmal spannend, weil er zweimal röchelnd aufwachte, nicht trinken wollte, dafür getragen. Ich lief also wieder mit ihm umher und schlief dementsprechend nur sehr wenige Stunden. Nach diesen zwei kurzen Nächten fühlte ich mich wie ein Zombie – kaum fähig klar zu denken.

Die letzte Nacht verlief glücklicherweise wieder normal und er schlief direkt nach jeder Stillmahlzeit wieder friedlich ein. Heute war er dann wieder ganz der Alte – fröhlich lachend und erzählend :)

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