Umstandsmode

Kaufberater: Umstandsmode


Jede Schwangere wird früher oder später mit Umstandsmode konfrontiert. Die eine früher, die andere später. Du wirst selbst merken, ab wann Du Umstandsmode brauchen wirst und Dich fragen, was und wie viel eigentlich sinnvoll ist. Hier möchten wir Dir ein paar Tipps und Tricks rund um Umstandsmode nennen und Dir erklären, worauf Du achten solltest.

Ab wann ist Umstandsmode sinnvoll?

Die Umstandshose

Wenn Du zum ersten Mal schwanger bist, wirst Du etwas später Umstandsmode brauchen als eine Frau, die schon einmal schwanger war. Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt, auf Umstandsmode umzusteigen. Grundsätzlich ist es so, dass Deine Hose irgendwann unbequem oder sogar unangenehm wird, weil diese auf den unteren Bauch drückt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt solltest Du Dir eine Umstandshose zulegen. Diese haben statt einem Knopf meistens einen elastischen Bund und sind sehr angenehm zu tragen.

TIPP: Probiere den Haargummi-Trick aus. Durch das Knopfloch der geöffneten Hose kannst du ein Haargummi ziehen und diesen am Knopf befestigen. Damit man im Falle eines Hochrutschens des Oberteils nichts sieht, kannst Du Dir ein Bauchband anschaffen, welches Du unter der Hose auf Höhe des Bundes trägst. Eine andere Möglichkeit ist die Knopferweiterung. Hier wird ein Stück Jeansstoff mit einem Knopf und einem Loch ausgestattet, mit dem Du Deinen Hosenbund erweitern kannst.

Oberteile

Die Oberteile, die Du in Deinem Schrank hast, kannst Du normalerweise noch eine Weile tragen. Vor allem weite Blusen, Shirts mit Stretchanteil und luftige Tuniken sind jetzt perfekt. Irgendwann wird Dein Bauch aber die Größe erreichen, bei der die Oberteile nicht mehr lang genug sind. Spätestens jetzt wirst Du auf Umstandsmode umsteigen, mit der Du Dich viel wohler fühlen wirst. Umstands-Oberteile haben meistens einen Gummi in der Seitennaht und wachsen mit dem Bauch mit.

Ein tolles Kleidungsstück sind Umstandskleider. Sowohl im Sommer als auch im Winter sind Kleider eine tolle Alternative zur “Hose-Oberteil-Kombi”. Hier drückt nichts auf den Bauch und alles sitzt locker und bequem. Im Winter kannst Du es z.B. mit tollen Leggings oder Strumpfhosen, im Sommer mit Gürteln und Sandalen kombinieren. Ein Umstandskleid ist definitiv ein Must-Have in der Schwangerschaft!

Natürlich kannst Du Umstands-Oberteile schon zu Beginn der Schwangerschaft tragen. Gerade Frauen, die schon sehr früh einen Bauch bekommen und ihrem Umfeld noch nichts sagen möchten, greifen auf locker fallende Umstandsoberteile zurück. Hier solltest Du allerdings bedenken, dass gerade das ganz schnell auffällt. Wenn Du Deine Schwangerschaft noch nicht preisgeben möchtest, solltest Du Deinem Stil treu bleiben und dein Bäuchlein lieber mit einem Schal, einem weiten Pullover oder einem Kleid kaschieren.

Umstandsjacke

Ein wichtiges Kleidungsstück für diejenigen, die in den kalten Monaten einen dicken Bauch haben, ist die Umstandsjacke. Der Winter ist kalt und Du wirst Deinen heißgeliebten Parka vorne nicht zubekommen! Leider kosten Umstands-Winterjacken eine Menge Geld. Mit diesen Tipps sparst Du Dir die Anschaffung:

  • Kaufe eine Jacke, die Du nach der Geburt noch als “Tragejacke” verwenden kannst. Dank eines speziellen Einsatzes kannst du sie problemlos schließen, wenn Du Dein Baby mit einer Trage trägst. Ohne diesen Einsatz wird sie wie eine normale Jacke getragen.
  • Frag’ in Deinem Freundeskreis nach, vielleicht besitzt bereits jemand eine Umstandsjacke und verkauft sie Dir. Oder schaue auf Babybasaren oder in Online-Portalen vorbei, auch hier findest Du gebrauchte Umstandskleidung
  • Wenn Du Die Möglichkeit hast, Dir eine Jacke auszuleihen (auch wenn sie dir optisch nicht so gut gefällt), dann nutze sie. Denk’ dran: Du brauchst die Jacke nur für eine kurze Zeit!

Welche Größe ist die richtige?

Umstandsmode kannst Du in Deiner normalen Konfektionsgröße kaufen. Die Teile sind an bestimmten Stellen etwas weiter geschnitten und sollten Dir in der Regel problemlos passen. Wenn Du ganz sicher gehen möchtest, kannst Du sie auch eine Nummer größer kaufen. Am besten, Du entscheidest beim Anprobieren, in welcher Größe Du Dich wohler fühlst und lässt Dich von einer Verkäuferin beraten.

Viele Schwangere greifen auch gerne auf “große Größen” zurück, allerdings sind diese oft nicht so modisch wie normale Umstandsmode und nach der Schwangerschaft passen sie in den meisten Fällen nicht mehr.

Tipps für den Einkauf

  • Da Du während der Schwangerschaft zu stärkerem Schwitzen neigen könntest, achte auf Materialien wie Baumwolle oder Seide. Diese Stoffe sind atmungsaktiv!
  • Kaufe am Anfang der Schwangerschaft nicht zu viel! Gehe lieber am Ende des zweiten Trimesters noch einmal einkaufen, denn hier kannst Du besser einschätzen, welche Größe Du brauchst. Manche Frauen nehmen in der Schwangerschaft so viel zu, dass die am Anfang gekaufte Umstandsmode gegen Ende hin einfach zu eng ist.
  • Umstandskleidung ist teuer! Manchmal lohnt sich ein Blick in die “normale” Abteilung des Kaufhauses, denn hier gibt es die gleichen Sachen wie in der Umstandsabteilung. Gerade bei Oberteilen kann man hier einfach zur nächsten Größe greifen und dabei viel Geld sparen!
  • Kaufe Umstands-Tops in mehreren Farben, die unter Deinen normalen Pullis und Shirts tragen kannst. So kannst Du Deine alten Oberteile weiterhin tragen. Das Top verdeckt dann das, wofür Dein Oberteil mittlerweile zu kurz ist.
  • Für die Nacht solltest Du Dir Teile kaufen, die Du auch zum Stillen noch verwenden kannst. Diese lassen sich vorne öffnen und können so während der Stillzeit weiterhin getragen werden
  • Schaffe Dir BHs ohne Bügel an. Gerade gegen Ende der Schwangerschaft sind diese unglaublich bequem. Alternativ kannst Du natürlich auch schon Still-BHs tragen. Kaufe diese allerdings nicht vor der 28. Schwangerschaftswoche, denn Deine Brust wächst ab diesem Zeitpunkt nicht mehr so stark. Der BH zwickt? In der Kurzwarenabteilung gibt es praktische Erweiterungen, die man einfach in den Verschluss einhaken kann.

Was sonst noch gut zu wissen ist

  • Es spricht nichts gegen gebrauchte Umstandskleidung! Gehe auf Babybasare, denn dort werden auch Umstandsklamotten angeboten – und das oft sehr preiswert!
  • Kaufe wirklich nur das, was Du brauchst. Für zu Hause, z. B. Jogginghosen oder Schlafshirts, lohnt sich auch mal ein Blick in den Kleiderschrank Deines Mannes!
  • Kaufe während der Schwangerschaft keine neuen Schuhe! Gerade gegen Ende der Schwangerschaft solltest Du das nicht tun, sie werden Dir danach zu groß sein. Für die Schwangerschaft solltest Du Schuhe haben, in die Du alleine hineinkommst. Je nach Jahreszeit können das Sandalen oder knöchelhohe Stiefel sein.
  • Wenn in Deinem Freundeskreis vor Kurzem jemand schwanger war, frage nach, ob Kleidung verkauft oder verliehen wird.
  • Viele Frauen wollen es nicht hören, aber am Ende war es oft die beste Entscheidung: Besorge dir Baumwoll-Unterhosen, am besten eine Nummer größer! Sie sind am Ende der Schwangerschaft Gold wert, da sie nicht drücken. Nach der Entbindung wirst Du aufgrund der großen Binden nichts anderes mehr tragen wollen!

Und nach der Schwangerschaft?

Nach der Schwangerschaft wird Dein Körper eine Weile brauchen, um wieder zu alter Form zu finden. Deshalb ist Umstandsmode auch für diese Zeit ein toller Begleiter und kann dein Bäuchlein etwas kaschieren. Zudem drückt diese nicht und sitzt locker, was gerade am Anfang sehr angenehm sein wird. Tops und Shirts können auch weiterhin problemlos getragen werden, da sie sich nur durch einen Gummi in der Seitennaht von der normalen Mode unterscheidet und vorne etwas länger sind.

Wenn Dein Baby kein Einzelkind bleiben soll, kannst Du die Umstandsmode auch einfach in Deinem Schrank für die nächste Schwangerschaft aufbewahren!

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