Nachsorge – Hebammenhilfe im Wochenbett


Die Nachsorge umfasst die Betreuung und Beratung nach der Geburt von Mutter und Kind. Die Hebammenhilfe kann von jeder Frau in Anspruch genommen werden. Frauen können sich direkt an die Hebamme wenden. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Privat Versicherte müssen sich über ihre Leistungsansprüche bei ihrer privaten Krankenversicherung informieren.

Leistungen während des Wochenbetts

– Beobachtung des allgemeinen Zustand des Säuglings (Versorgung des Nabels, Temperatur, Atmung, Trinkverhalten, Gewicht)

– Ernährungsberatung (Stillen und Flaschenernährung) und Anleitung zur Pflege des Säuglings

– Anleitung zum Stillen und Hilfe bei Stillschwierigkeiten

– Kontrolle der Wundheilung bei Dammschnitt oder –riss, Kaiserschnitt

– Kontrolle der Gebärmutter-Rückbildung, evtl. erste Übungen zur Rückbildung

– beratende Gespräche über Empfängnisverhütung, Impfen, Unfallprävention beim Säugling

– Informationen über Beratungsstellen, Gesprächskreise und Selbsthilfegruppen für Eltern und Kinder

und vieles mehr…..

Wann suche ich mir eine Hebamme zur Nachsorge?

Für die Hebammenhilfe außerhalb der Klinik setzt man sich möglichst schon in den ersten Schwangerschaftswochen mit einer freiberuflich tätigen Hebamme in Ihrer Nähe in Verbindung. Gerade wenn der Entbindungstermin in die Urlaubszeit fällt, ist dies zu empfehlen.

Wo finde ich die für mich passende Hebamme?

Um die passende Hebamme zu finden, sollte man etwas recherchieren. Es empfiehlt sich eine Hebamme zu suchen, die in der Nähe arbeitet und das Leistungsprofil anbietet, welches die werdende Mutter interessiert. Diese Auskünfte findet man entweder in den örtlichen Hebammenlisten, die in Arztpraxen und Ämtern ausliegen oder über eine Hebammensuche im Netz, z.B. beim Hebammenverband. Dann ruft man einfach an. Da die Hebamme um den errechneten Termin herum verfügbar sein muss und Hebammen auch immer nur ein bestimmtes Kontingent an Frauen annehmen kann, sollte man besser gleich mehr als nur eine kontaktieren.

Wie kann ich die Hebamme kennenlernen?

Wenn eine Hebamme zum errechneten Termin verfügbar ist und das Telefonat gut verlaufen ist, kann man ein Treffen für ein Vorgespräch vereinbaren. Dieses Vorgespräch wird von der Krankenkasse ebenfalls gezahlt. Beim Vorgespräch geht es vor allem darum sich besser kennen zu lernen. Meist erzählt die Hebamme bei diesem Treffen über Ihre Arbeit im Wochenbett, lässt aber auch Raum um die Fragen der Familie zu beantworten. Danach kann die Schwangere entscheiden, ob diese Hebamme die Richtige ist. Möchte man noch weitere Hebammen kennen lernen, muss man die Kosten für die Vorgespräche selbst tragen.

Wieviele Wochenbettbesuche stehen mir zu?

Unabhängig von der Art der Entbindung haben alle Frauen Anspruch auf Hausbesuche durch eine Hebamme. Bis zum 10. Tag nach der Geburt kann die Hebamme täglich zu Besuch kommen. Bis zur 8. Woche nach der Geburt werden weitere Besuche von der Krankenkasse übernommen. Nach dieser Zeit sind weitere Besuche zur Stillberatung oder bei Ernährungsproblemen des Säuglings auf Kosten der Krankenkasse möglich. Darüber hinaus werden auch weitere Besuche übernommen, wenn sie ärztlich angeordnet sind. (Frauenarzt, Hausarzt oder Kinderarzt) Wie lange letztendlich die Wochenbettbetreuung dauert, ist sehr unterschiedlich. Kein Wochenbett verläuft wie das andere, jede Mutter und jedes Kind sind unterschiedlich. Und das ist gut so!

 

 

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