Nestbautrieb in der Schwangerschaft: Gebrauchte Kindersachen verkaufen (28+3)


29. August 2014

Seit geraumer Zeit verspüre ich einen gewaltigen Drang, alles für das Baby fertig zu haben, obwohl wir das Würmchen ja erst Mitte November erwarten. Ich dachte, ich würde dieses Mal gelassener sein und mir mehr Zeit nehmen, aber ich bin innerlich total  hibbelig und unruhig. Will die notwendigen Dinge alle im Hause wissen und gleichzeitig die Dinge entsorgen, die wir nicht mehr benötigen. Mit letzterem fing ich vor ein paar Tagen an.

Erster Schritt: Platz schaffen

In den letzten drei Lebensjahren unsere Tochter sammelte sich einiges an Bekleidung und Spielsachen bei uns an. Ich wollte es nicht weggeben, solange die Kinderplanung nicht abgeschlossen war. Jetzt da es ein Junge wird, kann ich mich zumindest von einem Teil der Bekleidung trennen. Doch dafür musste ich all den Kram zunächst einmal sortieren und das war nicht so leicht, weil ich alles ungeordnet in vielen, verschiedenen Kartons verstaut hatte.

Ich durchstöberte also die ganzen Kisten unseres Mädchens und legte zunächst die neutralen Bekleidungsstücke für unseren Buben zurück. Den Rest ordnete ich nach Größen und ich wusch die fleckigen Sachen erfolgreich mit Gallseife und Fleckensalz von Beckmann aus. Was für ein tolles Gefühl, als mich die sauberen und geordneten Sachen aus den beschrifteten Tüten anblitzten.

Die erste Hürde war genommen, nun musste ich die Kleidungsstücke nur noch an den Mann oder besser an die Mamas bringen.

Doch, wie werde ich gebrauchte Kindersachen los?

Trödelmärkte sind eine Möglichkeit, aber dafür fehlten mir die Lust und die Zeit. Ich hab das noch nie gemacht und konnte nicht recht abschätzen, ob es sich wirklich lohnt. Außerdem schleppe ich anschließend bestimmt wieder die Hälfte mit nach Hause und ich wollte gerne alles auf einmal loswerden.

Alternativ hätte ich die Kartons in den nächstbesten Second Hand Laden bringen können. Jedoch werden meine Sachen dann nur in Kommission genommen (was nicht verkauft wird, bekomme ich zurück). Und da verständlicherweise eine Provision für den Händler anfällt, bleibt am Ende kaum noch was über.

Also fragte ich zunächst die Mamis im Bekanntenkreis, ob sie etwas brauchen. Das war mir die liebste Variante, denn so konnten die Mädels beim gemeinsamen Kaffeekränzchen meine Tüten durchwühlen, sich etwas aussuchen und mir einen kleinen Obolus (oder besser noch Bekleidung für Jungs, denn einige von ihnen haben große Buben) dafür geben. Das funktionierte, allerdings nur für einen Bruchteil unserer Sachen.

Dann stolperte ich per Zufall über Kirondo, ein Unternehmen, dass gebrauchte Kinderbekleidung ankauft und wieder verkauft. Kirondo akzeptiert nur Markenkleidung in frisch gewaschenem, gutem Zustand. Und da ich einige ungetragene Ski-Overalls, Kleider, Schuhe usw. von diversen Marken habe, bestellte ich online eine Tüte mit Retourenschein. Die Tüte war zu klein, also packte ich einen Karton und in den nächsten Tagen (wenn mein Paket bei kirondo angekommen ist) sollte dann ein Angebot bei mir eintreffen. Ich bin gespannt, wie viel unsere Sachen wert sind.

Es blieben jedoch immer noch viele Klamotten übrig, die den kirondo-Richtlinien nicht entsprachen und ich entschied mich, sie bei eBay zu versteigern. Ich investierte mehr Zeit als mir lieb war, um Fotos zu schießen und die Anzeigen zu erstellen. Damit der Aufwand allerdings überschaubar blieb, schnürte ich sogenannte Bekleidungspakete in die ich alles packte, was mir zwischen die Finger kam. Sommer- und Wintersachen gemischt, allerdings nach Größen (62-68/ 74-80 und 86-92) sortiert. Jetzt noch eine Woche ausharren und dann stehen hier hoffentlich drei Kisten weniger.

Jetzt wartet hier noch sperriges Spielzeug (Dreirad, Laufrad, Schaukelpferd usw.) geduldig auf einen neuen Besitzer. Dieses werde ich bei ebay-Kleinanzeigen einstellen, weil ich dann einen Verkaufspreis festlegen und die Sachen ausschließlich zur eigenen Abholung anbieten kann.

Zweiter Schritt: Aufräumen, Entsorgen, Putzen & Streichen

Nachdem ich den Inhalt der großen Kisten abgearbeitet hatte, kümmerte ich mich um das Innere von Regalen, Schubläden und Schränken. Ich mistete aus, warf Unbrauchbares weg und bekämpfte dicke Staubschichten.

Außerdem kaufte ich einen Eimer weiße Wandfarbe, mit der ich gerne unsere Wohnspuren der letzten Jahre wegstreichen möchte. Ein eventuell sinnloses Unterfangen, da unsere Tochter die Wände gerne mit Stiften, ungewaschenen Händen & Co verziert, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Dieses „Putz-Projekt“ wird sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil ich gerne jeden Winkel unserer Wohnung vor der Geburt auf Hochglanz polieren möchte. Warum? Weil ich weiß, dass ich danach erst mal lange Zeit keinen Gedanken daran verschwenden werde und ich damit im Moment ein tiefes, inneres Bedürfnis nach Sauberkeit und Ordnung befriedigen kann :)

 

 

 

 

 

 

 

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