Nestbautrieb Teil 2 – Meine Erstausstattung (39+1)


12. November 2014

Ich bin ja bereits seit einigen Wochen dabei, unsere Bude auf den Kopf zu stellen (siehe “Nestbautrieb“) und obwohl der errechnete Geburtstermin ja laut Mutterpass bereits in sechs Tagen ist, bin ich mit meinen Vorbereitungen immer noch nicht ganz fertig.

Einerseits liegt es wohl an meinem Naturell, dass ich viele Dinge in meinem Leben eher auf den letzten Drücker mache. Andererseits fällt mir immer noch etwas ein, dass verbessert/ verändert/ angeschafft werden könnte.

Winterbekleidung für’s Baby

Die Anziehsachen für den Buben sind soweit komplett. Von unserem Mädchen erbt er ein paar neutrale Kleidungsstücke. Viele gebrauchte, aber sehr gut erhaltene Sachen bekam ich von Freunden geschenkt, einiges ergatterte ich auf Kindertrödelmärkten; neue Kleidungsstücke besorgte ich kaum.

Babysachen
Meine Lieblingskombi für unseren Buben :)

Was genau ein Winterbaby tatsächlich braucht, weiß ich leider nicht aus eigener Erfahrung, denn unser Mädchen ist ja ein Sommerkind. Ich habe mich mit Langarm-Bodies, Höschen, Langarm-Shirts, Jäckchen, Söckchen, Strumpfhosen und Mützchen in Größe 56 und in Größe 62-68 eingedeckt. Fast alles aus Baumwolle, Wolle-Seide oder Frottee, weil ich weiche, anschmiegsame Stoffe für die Knirpse mag.

Außerdem besitze ich ein paar Schlafanzüge, zwei Fleece-Overalls (in 62-68 eventuell für das Tragen im Tragetuch) und einen kuscheligen Fußsack mit Reißverschluss für den Autobabysitz. In letzteren kann man den Knirps ganz bequem mit normalen Sachen hinein packen, so dass das ständige Hineinpferchen in einen Overall wegfällt. Ein äußerst praktischer Tipp von einer Freundin mit Winterbaby.

Wo schläft das Baby?

Ein Kinderbett oder ähnliches Equipment wird dieses Mal erst besorgt, wenn wir es wirklich brauchen. Bei unserem Mädchen nutzen wir das Bettchen nämlich vorrangig als Klamottenablage, denn ich fand es sehr umständlich, sie zum Stillen hin und her zu hieven und sie wollte eh am liebsten dicht bei mir wieder schlafen.

Aktuell teilen wir uns ein 2,80 Meter breites Familienbett mit unserem Mädchen und der Plan ist, dem Buben darin auch ein Plätzchen einzuräumen. Er wird – wie seine Schwester – nach Bedarf gestillt und da ist es für mich am besten, wenn ich ihn nachts zum Stillen einfach „heran rollen“ und anschließend wieder „weg schieben“ oder gar mit ihm zusammen wieder einschlafen kann.

Ob wir uns alle mit dieser neuen Familienbettsituation wohl fühlen und auch jeder weiterhin seine nötige Portion Schlaf abbekommt, wird sich zeigen. Sollten sich Mann, Tochter, Baby oder gar alle gestört fühlen, schauen wir nach einer anderen Lösung.

Das einzige Schlafutensil, das ich erstand, ist ein warmer Winterschlafsack. Wir heizen nicht im Schlafzimmer und da möchte ich sichergehen, dass der kleine Mann dick eingehuschelt ist.

Stillzubehör

In den letzten Jahren des Stillens habe ich bei empfindlichen Brustwarzen gute Erfahrungen mit der Brustwarzensalbe PureLan von Medela gesammelt und mir deshalb für die Geburt eine neue Tube besorgt. Außerdem kaufte ich mir sicherheitshalber eine Packung Stilleinlagen von NUK, obwohl ich gar nicht weiß, ob es diesmal wieder einen so heftigen Milcheinschuss geben wird. Schließlich stille ich ja noch…

Ansonsten vertraue ich darauf, dass das Stillen nach 3,5 Jahren Stillzeit weiterhin reibungslos klappt und ich keine Fläschchen, Milchpumpen oder sonstiges Zubehör benötige.

Stoffwindeln & Windelfrei

Als ich zum ersten Mal schwanger war, wusste ich gar nicht, dass es Stoffwindeln gibt. Beziehungsweise stellte ich mir olle Moltontücher vor, die mühsam ausgekocht werden müssen und bei einem Geschäft die komplette Garnitur ruinieren. Und so wickelte ich – wie die Mehrheit der Mütter – mit Wegwerfwindeln.

Erst als unsere Tochter 18 Monate alt war, sah ich zufällig eine Arte Dokumentation über Wegwerfwindeln und die Müllberge, die dabei entstehen, was mich sehr zum Nachdenken anregte. Ich lernte, dass es sehr moderne und praktische Stoffwindeln gibt und eine Möglichkeit das Baby von klein auf ohne Windeln, sozusagen „windelfrei“ zu lassen.

Ich beschäftigte mich etwas intensiver mit dem Thema und entschied mich für ein „Stoffwindel–windelfrei–Experiment“ bei unserem Buben. Dafür besorgte ich mir verschiedene Stoffwindeln und Zubehör, wie kleine Waschlappen aus Baumwolle und Windelvlies (reißfeste Papiereinlagen, die das „große Geschäft“ auffangen).

Stoffwindeln
Unser “Stoffwindelberg”

Keinen Kinderwagen

Für unser Mädchen kauften wir einen „Hartan Racer S“ im Angebot (für etwa 400 Euro), weil ich glaubte, ein Kinderwagen sei unentbehrlich. Thomas war skeptisch, aber ich setzte mich (leider) durch. Das Ende vom Lied? Unsere Tochter hasste den Wagen und fand erst mit ca. einem Jahr Gefallen daran, nämlich als sie gut darin sitzen und herum turnen konnte. Doch da war er ihr eigentlich schon fast zu klein…

Der Hartan wurde uns letzten Winter aus dem Hausflur geklaut – ich kann es immer noch nicht glauben, dass jemand so dreist sein kann. Dennoch kauften wir keinen neuen. Wir setzen aufs Tragen im Tragetuch oder in einer Tragehilfe und kaufen uns später lieber einen vernünftigen (leichten und platzsparenden) Buggy.

Tragetuch/ Tragehilfe

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Unsere Tragetuchschaukel

Das Amazonas Tragetuch, das wir damals für unsere Tochter besorgten, dient seit einigen Monaten als Schaukel und musste somit ersetzt werden. Durch Zufall wurde ich auf die Tragetücher von Fidella aufmerksam und nun wartet ein wunderschönes und sehr weiches Fidella-Tragetuch auf seinen Einsatz.

Für unser Mädchen besorgten wir nach einigen Wochen zusätzlich einen Bondolino, weil ihre Füßchen im Tuch immer so herunter baumelten. Unsere Bindetechnik war nicht die ausgefeilteste und im Bondolino saß sie dann wie eine eins. Nun warten wir erst mal ab, ob es uns in dieser Runde gelingt das Tuch geschickter zu binden und ob wir gar keine Tragehife benötigen oder ob wir uns doch wieder eine wünschen. Falls letzteres der Fall ist, wird nach Bedarf gekauft.

Nonomo Federwiege

Genau wie beim ersten Kind besitzen wir weder Stubenwagen, Wiege noch sonstige „Ablagemöglichkeiten“ fürs Baby. Das einzige, was ich mir wünschte war eine Nonomo Federwiege, weil ich bereits von vielen Müttern gelesen habe, dass ihre Babys tagsüber so wundervoll darin zur Ruhe kommen.

Uns so zog eine bei uns ein, denn ich bin voller Hoffnung, dass ich den Knaben hineinlegen und ein paar Minuten für mich herausschlagen kann, während er friedlich darin ruht. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen. Ich traf nämlich auch Mütter, die erzählten, dass ihr Baby die Federwiege ganz furchtbar fand. Ich bin gespannt.

Keine Kinderzimmereinrichtung

Während die Mitschwangeren, die ich kenne gerade viel Geld und Zeit in das Aussuchen und Kaufen von Kinderzimmermöbeln hineinstecken, lehne ich mich entspannt zurück. Nicht weil wir bereits über ein perfekt eingerichtetes Kinderzimmer verfügen. Nein, weil wir wissen, dass dieses zumindest in den ersten Lebensmonaten überflüssig ist.

Was Babys wirklich brauchen

Wenn ich etwas von unserer Tochter gelernt habe, dann dass Babys kaum etwas brauchen. Wenn sie in der Nähe ihrer Bezugspersonen sein dürfen, reichlich Nahrung, etwas Warmes zum Anziehen und viel Körperkontakt bekommen, sind sie in der Regel zufrieden.

Hausgeburt Equipment

Hausgeburt Pool
Unser Hausgeburtspool kurz vor seiner Generalprobe letztes Wochenende

Für eine Hausgeburt stehen ganz andere Vorbereitungen auf dem Plan, als für eine Geburt in der Klinik. Und meine Hebamme reichte mir zum Glück eine lange Liste mit den Dingen, die ich beschaffen sollte. Die wichtigsten sind im Hause, allerdings mehr oder weniger unsortiert in einer Kiste.

Seit zwei/drei Tagen verspüre ich jedoch das dringende Bedürfnis die „Hausgeburtsdinge“ zu sortieren und anständig bereit zu legen, ich merke wie sich unser Bub – begleitet von deutlichen Wehen – seinen Weg in Richtung Becken bahnt. Bis zur Geburt sind es ja nur noch wenige Tage. Es könnte quasi jederzeit losgehen…

Hübsches Nest

Und wenn der Knabe mir doch noch ein bisschen mehr Zeit lässt, kann ich die Wohnung noch mal aufpolieren. Fenster putzen, die Spinnweben an der 4 Meter hohen Decke entfernen usw. Wobei er es mir sicherlich nicht übel nimmt, wenn ich dieses „Finetuning“ nicht mehr schaffe :)

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