SSW-Update: Noch vier Wochen bis zum Geburtstermin: Zwischen Skepsis und Vorfreude


Heute bin ich 36 Wochen schwanger. Kaum zu glauben, d.h. es ist sind schon 30 Wochen vergangen, seit wir den positiven Test in Händen gehalten haben. Im November hatten wir noch das Gefühl, es ist ja noch ewig Zeit bis zum Termin. Noch so viel Zeit, sich vorzubereiten, die Zeit zu zweit zu genießen, nicht über die Geburt nachzudenken. Von heute aus betrachtet, ist die Zeit wie im Flug vergangen und die Geburt steht bald bevor. Einerseits fühle ich mich noch nicht bereit, andererseits kann ich es kaum noch abwarten, unseren Schatz bei uns zu haben.

Warum ich gerne noch ein wenig warte

Diese Woche muss der Bauchzwerg noch überstehen, danach gilt er als voll entwickelt und braucht vermutlich keine Frühgeborenen-Medizin mehr. Wow. Dann ist er also fertig. Der kleine Mensch, den ich seit 36 Wochen in meinem Bauch trage, bald wird er bei uns sein – und es wird nicht mehr so ruhig und friedlich sein wie jetzt gerade!

Meinen täglichen Mittagsschlaf werde ich mir genauso abgewöhnen müssen wie das länger liegen bleiben, wenn mein Mann zur Arbeit geht. Auch all die Vorzüge, die ich als Schwangere mit Kugelbauch im privaten wie öffentlichen Umfeld genieße. Momentan werde ich nämlich noch überall vorgelassen, ich darf überall die Toilette benutzen, selbst wenn es gar keine Kundentoilette gibt, und ständig werde ich von anderen Frauen wahnsinnig lieb angelächelt oder gar beglückwünscht. Zu Hause darf ich mal ausgiebig faul sein und mein Mann freut sich sogar noch darüber. Ich darf alles essen (selbst meine Histaminunverträglichkeit ist nett und macht eine Schwangerschaftspause) und kiloweise Gewicht zulegen. Und auch darüber freut sich mein Mann.

In Zukunft darf ich also diesen gemütlichen Schwangerschafts-Alltag eintauschen gegen unruhige und kurze Nächte, Übermüdung, stinkende Windeln, Geschrei und Sabberflecken an der Kleidung. Kann man es mir da verdenken, dass ich nicht böse bin, wenn mein Kleiner sich noch ein wenig Zeit lässt?

Warum ich gleichzeitig nicht mehr warten möchte

Andererseits bin ich schon unheimlich gespannt und freue mich so sehr auf den Moment, wenn ich unseren Junior das erste Mal im

Die Melodie der Spieluhr "Emmi" lernt unser Schatz jetzt schon kennen - angeblich beruhigt ihn das dann auch nach der Geburt.
Die Melodie der Spieluhr “Emmi” lernt unser Schatz jetzt schon kennen – angeblich beruhigt ihn das dann auch nach der Geburt.

Arm halten kann. Und ihn sehen kann, endlich weiß, wie er aussieht! Wenn wir uns richtig um ihn kümmern können, nicht nur indem ich auf mich aufpasse, sondern indem ich auf ihn aufpasse!

Natürlich wird es anstrengend, aber ich weiß auch, dass es so viele schöne Momente geben wird. Aus diesem Grund wollten wir ja Kinder. Oft malen wir uns zusammen aus, wie es sein wird, wenn er da ist. Wenn wir nicht mehr zu zweit, sondern zu dritt kuscheln, wie wir beobachten können, wie er wächst und sich entwickelt, irgendwann anfängt zu lächeln und zu greifen, wenn er sich freut über die Grimassen, die sein Papa für ihn macht und sich wohlfühlt, wenn er in meinem Arm liegt.

Wenn ich an diese Dinge denke, möchte ich ihn lieber heute als morgen in meinem Arm halten. Wie hat mein Mann neulich so schön gesagt: am meisten freut er sich darauf, den Kleinen einfach nur lieb zu haben.

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