Mutter stillt Baby

Tipps für einen gelungenen Start ins Stillen – Teil 2


Hier sind 7 weitere, nützliche Tipps für einen gelungenen Start ins Stillen:

  1. Trinkt viel, mindestens zwei bis drei Liter pro Tag. Gerne stilles oder kohlensäurearmes Wasser, milde Früchtetees, Wasser mit Fruchtgeschmack, ohne Zucker. Säfte und zuckerhaltige Getränke sind wegen der hohen Kalorienanzahl nicht ganz so ideal. Wenn Euch Milchbildungstee schmeckt, könnt Ihr ihn gerne trinken, Ihr müsst aber nicht. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass dieser viel Milch macht.
  2. Es ist vollkommen normal, dass Euer Baby ca. 10% seines Geburtsgewichtes in den ersten zwei bis drei Tagen abnimmt. Bei 3000 g wiegt Euer Baby nach drei Tagen noch 2700 g. Bleibt ganz entspannt und lasst Euch nicht bange machen, das ist von der Natur so vorgesehen.
  3. Sorgt für Ruhe im Zimmer. Besprecht Euch mit den anderen Wöchnerinnen, dass Besuch immer raus geschickt wird, wenn eine von Euch anlegen muss. Wie sollt Ihr entspannt stillen können, wenn Euch Fremde oder auch der eigene Nachbar auf die Brust schaut? Keiner ist da entspannt.
  4. Ihr braucht die ersten Tage Ruhe. Jetzt ist die Zeit, um Euer zauberhaftes Kind kennenzulernen und mit Ihm eine Bindung aufzubauen. Wie soll das funktionieren, wenn es in Eurem Krankenhauszimmer zugeht, wie in einem Taubenschlag? Diese Phase im Wochenbett ist magisch, sie kommt nie wieder mit diesem Kind.
  5. Bittet deshalb Verwandte, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen und Bekannte um Rücksicht. Steuert die Besucherströme schon vor der Geburt, so dass nur die Wichtigsten Euch erst einmal besuchen. Der Rest ist auch noch nach vier Wochen willkommen, wenn bei Euch der Alltag schon wieder ein bisschen eingekehrt ist.
  6. Viele Frauen berichten später, wie anstrengend diese ständigen Besuche für Sie waren. Die Babys waren gestresst, gingen nicht mehr an die Brust, schrien nur noch, die Milchbildung kam nicht in Gang und so weiter.
  7. Dies sind alles Tipps nach einer normalen Geburt und eines gesunden Babys. Habt Ihr spezielle Umstände, wie Kaiserschnitt, Saugglocke, eine Geburt vor der 37. SSW, Euer Baby ist krank, hat eine verstärkte Neugeborenengelbsucht, Euer Baby wiegt über 4000 g oder anderes, dann informieren Euch die Hebammen und Kinderkrankenschwestern vor Ort, was jetzt das Beste für Euch und Euer Baby ist.

 

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