Urlaub bei der Familie (24. SSW)


04. August 2014

Die letzte Woche verbrachte ich bei meiner Familie, die knapp 600 km entfernt im Osten Deutschlands lebt. Ich wollte sie unbedingt noch mal sehen, bevor mein Bauchbewohner das Licht der Welt erblickt. Laut Mutterpass geschieht das ja am 18. November, so dass ich mich Weihnachten Mitten in der Wochenbettzeit befinde. Dann möchte ich sicherlich weder viel Besuch empfangen, noch lange Strecken verreisen, sondern mich einfach nur mit Mann und Tochter zu Hause einkuscheln und das kleine, neue Leben genießen.

Also plante ich den Trip in den Osten für Juli – für das zweite Trimester, welches Schwangeren üblicherweise für Urlaub und Reisen empfohlen wird. Denn mich am Ende der Schwangerschaft mit dicker Murmel ins Auto zu quetschen, kam für mich definitiv nicht in Frage.

Viel zu lange Autofahrt

Ich fand diese Monster-Autofahrt in den Osten schon strapaziös, als ich noch nicht schwanger war, jetzt ist es noch beschwerlicher. Die Größe meines Bäuchleins ist zwar überschaubar (86 cm) und ich fühle mich noch ziemlich fit, aber stundenlang in annähernd der gleichen Haltung hinter dem Lenkrad zu sitzen, ist nicht gerade angenehm.

Ich fuhr ganz alleine mit unserem Mädchen, damit Thomas in Ruhe ein paar Tage am Stück arbeiten konnte. Dementsprechend konnte ich nicht wie sonst auf der Rücksitzbank von einer Position zur nächsten wechseln, was mir mein unterer Rücken übel nahm. Fahrpausen gönnte ich mir ebenfalls keine, weil ich Angst hatte, mein schlafendes Mädchen dadurch aufzuwecken. Also sauste ich so schnell ich konnte zum Ziel und versuchte zwischendurch den Schmerz mit gezielten Atemübungen in Richtung Rücken und mit Hüftkreisen im Sitzen zu reduzieren. Mit mäßigem Erfolg.

Wenig Erholung

Der Familienurlaub war schön, aber auch ganz schön anstrengend. Mein Mädchen wachte jeden Morgen zwischen 5.30 Uhr und 6 Uhr auf und hielt mich bis ca. 19 Uhr (ohne Mittagsschlaf) auf den Beinen. Puh!

Das Wetter war zudem herrlich sommerlich warm und so verbrachten wir viel Zeit an der frischen Luft (im Freibad, Garten, Wald oder Vergnügungspark). Abends fühlte ich mich so müde, dass ich am liebsten mit meiner Tochter ins Bett gekrabbelt wäre. Aber da ich meine Familie so schnell nicht wieder sehe, rappelte ich mich auf.

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Mein kleiner, großer Wirbelwind beim Boot fahren im Sonnenlandpark in Lichtenau.

Kurzer Urlaub

Die Zeit verging wie im Fluge und nach fünf Tagen trat ich die Heimreise an. Mehr freie Tage wollte ich mir nicht gönnen, weil sich meine Arbeit sonst bis zur Decke türmt und ich diese intensive Familienzeit außerdem nur in kleinen Dosen genießen kann. Ich mag meine Familie, aber mit ihr sehr viele Tage am Stück auf kleinem Raum und mit sehr wenig Privatsphäre zu leben, empfinde ich immer wieder als große Herausforderung.

Und das Baby?

Dem kleinen Mann geht es hervorragend – er wächst und gedeiht und tritt mit jedem Tag kräftiger zu. Am Tag der Reise in den Osten hatte ich 8 Uhr morgens noch fix einen Ultraschall beim Frauenarzt und dieser zeigte, dass unser Bub schon ganz brav mit dem Köpfchen nach unten liegt. Er ist schätzungsweise 32 cm lang und knapp 700 g schwer. Ein gut entwickeltes, putzmunteres Kerlchen, dem das permanente Schaukeln bei der langen Autofahrt sicherlich Spaß gemacht hat :)

 

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