Was es wird (17. SSW)


11. Juni 2014

Es soll ja Mütter geben, die sich das Geschlecht ihres Babys nicht sagen lassen wollen – für solche Überraschungen bin ich viel zu neugierig. Wenn es nach mir ginge, gäbe es direkt auf dem positiven Schwangerschaftstest eine blinkende Anzeige (Junge oder Mädchen), denn die Warterei auf das sogenannte Outing ist nix für mich.

Zum Glück stand heute die nächste reguläre Untersuchung (mit Ultraschall) beim Frauenarzt an und da ich bereits in der 18. Woche bin, hoffte ich inständig, dass unser Baby sein Geschlecht gut sichtbar präsentiert.

„Haben Sie ein Gefühl, was es wird?“ fragte mich mein Arzt. „Nach Ihrer Theorie müsste es ein Mädchen werden“, erwiderte ich (siehe “Fehlerhaft errechneter Geburtstermin“). Er schaute mich fragend an und ich erklärte, dass beide Schwangerschaften bis zu diesem Zeitpunkt identisch verliefen. Ähnliche Hautveränderungen und Gewichtszunahme, gleicher Bauchumfang und ich litt beide Male in den ersten Schwangerschaftswochen unter Übelkeit.

Dass mir in der ersten Schwangerschaft auch übel war, hab ich übrigens komplett ausgeblendet. Erst beim Durchblättern meines ersten Schwangerschaftstagebuches stolperte ich in der 12. Schwangerschaftswoche über den Satz „Ich habe keine Übelkeit mehr“. Wie ich das vergessen konnte, ist mir bis heute ein Rätsel.

Mein Arzt schaute sich das Baby in aller Ruhe an und deutete dann auf einen deutlich erkennbaren Zipfel: „Das sieht eindeutig wie ein Penis aus!“ Ich war baff. Sollte ich mich so geirrt haben? Ich war überzeugt, ein weiteres Mädchen unter meinem Herzen zu tragen! Aber was ist schon ein Gefühl? Wohl eher ein Wunschgedanke…

Dass wir nun einen Knaben erwarten, bedeutet für mich eine gewaltige Umstellung. Nicht nur in Hinsicht auf die Kleidung, er soll ja schließlich weder rosa noch Blümchenmuster tragen und so gilt es nun den Bestand auszusortieren und neue Sachen zu besorgen. Es fühlt sich grundsätzlich komisch an, mit dem anderen Geschlecht konfrontiert zu werden – jetzt da ich mich drei Jahre lang an Mädchen gewöhnt habe.

Aber bis zur Geburt habe ich noch viel Zeit, um mich gedanklich auf einen Jungen einzustellen. Ich bin jetzt schon freudig gespannt welcher Charakter dieses Mal auf uns wartet. Wie er ausschauen wird und vor allem für welchen Namen wir uns entscheiden. Das wird vorerst die schwerste Hürde werden…

 

 

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