Woche 32 – Paulines Lieblings-Babytrage


30.11.14

Diese Woche haben wir es endlich mal wieder zum Kinderturnen geschafft. Mathilda war überglücklich und hatte nach ihrem Mittagsschlaf (sehr seltener Zustand seit Monaten) auch genug Kraft und Nerven dafür.

Unsere Trageprobleme

Mit Pauline in der Trage hat das auch super funktioniert. Seit vergangener Woche sind wir stolzer und vor allem glücklicher Besitzer der neuesten Generation einer Ergobaby Carrier. Ich habe keine Ahnung, was Pauline an der Manduca-Trage (die wir für Mathilda bereits im Einsatz hatten) so gestört hat, jedenfalls ist sie nun richtig zufrieden, wenn sie in der Ergobaby dabei ist. Mathilda, unsere fast 3-jährige Tochter, war in der Manduca höchstzufrieden und hat viele Schläfchen darin gehalten. Pauline bekam jedes Mal nach wenigen Minuten solche Zustände, dass ich sie wieder rausnehmen musste. Selbst bei Gesprächen mit trageerfahrenen Müttern und einer Trageberaterin sind wir nicht weitergekommen, Pauline wollte nicht in der Trage sein.  Mit einem Tragetuch kam ich leider schon bei Mathilda nicht wirklich zurecht, weswegen ich es mit Pauline gar nicht erst ausprobierte. Mit ihr als zweitem Kind habe ich noch weniger Zeit Bindetechniken zu üben. Meistens muss es schnell gehen und ich möchte sie ja auch sicher “verstaut” haben.

Ergonomisch bedenklich

Zufällig fand ich in unserem Keller noch eine alte Trage einer anderen Marke, die ich für wenige Euro, damals noch total unerfahren auf einem Basar erstanden hatte. Der Unterschied bei dieser Trage zur Manduca ist, dass man das Baby auch so tragen kann, dass es nach vorne schaut. Ich weiß, jetzt werden alle Trageberaterinnen, Hebammen und so weiter aufschreien, aber Pauline ist ja schon sieben Monate alt und ich wollte es wenigstens für ein paar Minuten in der Wohnung ausprobieren… Es ist nämlich so, dass Pauline immer dann zufrieden ist, wenn sie überall dabei ist und alles sieht (vor allem ihre Schwester oder andere Kinder). Also trage ich sie oft so auf dem Arm herum.
Und es war wie ich vermutet hatte, Pauline war begeistert, sie strahlte und strampelte und schaute hin und her. Da diese Haltung weder für ihren Rücken noch für ihre Beine auf Dauer gesund ist, nahm ich sie nach wenigen Minuten wieder raus.

Endlich: Die Ergobaby

Nach etlichen Recherchen stieß ich auf die neue Ergobaby 360 Carrier. Bei dieser Trage wird die Anhock-Spreiz- Haltung beim Baby in jeder Sitzposition gewährleistet und man kann, wie der Name der Trage schon sagt, das Baby bzw. Kleinkind in allen 4 Positionen tragen, vorm Bauch, am Rücken, seitwärts und eben auch mit Blickrichtung nach vorne. Ich dachte mir, es kann ja nicht schaden, auch noch diese (namhafte und hochpreisige) Trage auszuprobieren, im schlimmsten Fall muss ich sie auch verkaufen. Ich bestellte die Ergobaby kurzerhand über Babyartikel und war schon sehr gespannt auf Paulines Reaktion.

Und siehe da, gleich beim ersten Test hatte die Trage bestanden. Obwohl ich Pauline zu mir gewandt trug, war sie rundum glücklich und zufrieden. Sie muss also nicht nach vorne schauen, sieht trotzdem viel und ist schön an mich gekuschelt. In dieser Position hat sie sowohl die ergonomisch wichtige Anhock-Spreiz-Haltung als auch die leicht gerundete Wirbelsäule.
Beim ersten Spaziergang schlief sie schon nach wenigen Minuten ein und über eine Stunde vollkommen ruhig durch. Ich hatte die Hände frei und konnte mit Mathilda spielen und spazieren. Ein Gewinn für uns Alle. Durch den breiten Hüftgurt und die gut gepolsterten Schulterpolster verteilt sich das Gewicht sehr gut, so dass ich hinterher keine Rückenschmerzen hatte, lediglich meine Hüften merkte ich ein bisschen. Naja und fürs Kinderturnen ist das natürlich auch eine super Lösung. Pauline kann entspannt zuschauen oder schlafen und ich kann Mathilda beim Klettern und turnen assistieren und sogar bei den Bewegungsspielen mitmachen, einfach prima.

Pauline hat den Dreh raus

Pauline wird inzwischen immer mobiler; sie dreht sich seit einigen Tagen ständig auf den Bauch und zurück und hat richtig Spaß dabei. Wenn die Entwicklung genauso verläuft wie bei Mathilda, wird sie als nächstes rückwärts oder im Kreis rutschen, mal sehen.

Der ganz normale Wahnsinn

Tagsüber schläft sie nun immer nur noch zwei Mal, jeweils ungefähr eine Stunde vormittags und nachmittags. Im Idealfall wacht sie morgens erst auf, wenn Mathilda und der Papa aus dem Haus sind. Das ist organisatorisch am einfachsten, ich stehe mit auf und mache Frühstück und/oder helfe Mathilda beim Anziehen und waschen. Dafür braucht man meistens gute Nerven und es läuft selten ruhig und entspannt ab… Aber diesen Stress scheinen die meisten Familien zu haben, selbst noch früheres Aufstehen hat uns da bisher nicht weiter gebracht. Für mich ist es täglich eine große Entlastung, dass der Papa Mathilda auf dem Weg ins Büro in den Kindergarten bringt. So kann Pauline schlafen so lange sie mag und ich kann zu Hause schon einiges erledigen. Mit zwei Kindern bleibt immer mal was auf der Strecke, aber es wäre noch chaotischer, wenn wir kein effektives, eingespieltes Team wären, in dem beide Partner auch für Haushalt und Kinder zuständig sind.

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