Wochen 11 und 12 – Pauline macht Fortschritte


13.7.2014

Wir haben es geschafft, die ersten drei und in meinen Augen auch schwierigsten Monate mit Pauline sind vorüber. Meine Hormonlage scheint auch wieder komplett im Gleichgewicht zu sein, ich fühle mich jedenfalls wie vor der Schwangerschaft. Darüber bin ich echt froh, denn dieses ständige Auf und Ab der Gefühle hat mich fertig gemacht und kam noch erschwerend zu den täglichen Aufgaben hinzu. Mein Körper fühlt sich auch wieder “normaler” an und ich passe teilweise schon wieder in meine alten Klamotten. Nur an meinem immer noch recht dicken Bauch muss ich noch arbeiten, falls ich irgendwann mal wieder Zeit habe. Ganz allmählich gehen mir jetzt auch viele Haare wieder aus, die während der Schwangerschaft immer mehr und immer dicker geworden sind.

Paulines neue Fähigkeiten

Am allermeisten hat sich aber in den letzten zwei Wochen bei Pauline geändert. Sie scheint einen großen Schub gemacht zu haben. Mit Beginn ihrer elften Lebenswoche hat sie angefangen zu greifen. Zuerst eher zufällig und ganz vorsichtig, nach wenigen Tagen aber schon gezielter. Am Ende dieser Woche kam gleich noch eine weitere, neue Fähigkeit dazu: Pauline dreht sich ganz allein auf die Seite. Es klappt zwar bisher nur nach rechts, ihrer “Lieblingsseite”, aber immerhin. Außerdem macht sie neue Geräusche, leise, sanfte Wörter wie “haauuii” und “haaiii”. Wir sind begeistert. Mathilda freut sich vor allem über Paulines erste Greifversuche. Sie gibt ihr ständig kleine Spielsachen und kichert laut, wenn Pauline die Sachen nimmt und zielstrebig zum Mund führt. Wir haben Pauline gleich mal eine kleine Spielstation im Laufgitter aufgebaut. Das Spieltrapez aus Holz mit den höhenverstellbaren Spielelementen hat damals Mathilda schon so gut gefallen und ganz offensichtlich mag Pauline es auch. Sie haut abwechselnd gegen die Ringe und Glöckchen und dann fasst sie wieder vorsichtig nach den Bunten Kugeln und Ringen. So beschäftigt beschwert sie sich nicht mal darüber, dass sie abgelegt wurde. Überhaupt scheint sie noch etwas fröhlicher, aufmerksamer und zufriedener zu sein.

Pauline lacht

Als wir gestern Mittag von einem Spaziergang zurück kamen, passierte noch etwas Wunderschönes: Pauline lachte mich mit Stimme an. Ich stand gerade in der Küche und holte irgendwas aus dem Kühlschrank mit ihr auf dem Arm. Dann schaute ich sie an und sagte ” na du kleine Maus”, als sie auf einmal loslachte. Anfangs noch etwas verhalten, kamen Laute wie “ähää” und “ahaa” das ging dann aber schnell über in ein richtiges glucksendes Lachen. Sooo süß! Nun versuchen wir sie natürlich mehrmals am Tag zum Lachen zu bringen, eine schöne Abwechslung zu ihren Schreianfällen, die wir tagsüber leider noch oft aushalten müssen.

Ende der Brüllstunde

Am Abend ist bei uns jetzt allerdings Ruhe eingekehrt. Pünktlich zum Ende der ersten drei Monate ist Schluss mit der abendlichen Brüllstunde. Pauline schläft friedlich beim Trinken ein und bleibt dann schlummernd zwischen uns auf der Couch bis wir ins Bett gehen. Am abendlichen Stummfilm- und Flüsterzwang im Wohnzimmer ändert das leider noch nichts, aber auch Pauline wird sich irgendwann ins Bett bringen lassen und wir können uns wieder frei bewegen in unserer Wohnung.

Schlimme Tage

Abgesehen von der Freude über Paulines neue Fähigkeiten hatten wir in den letzten beiden Wochen nicht viel zu lachen. Mathilda, unsere bald 3-jährige Tochter,  fing sich nämlich ein übles Magen-Darm Virus mit Fieber ein. Wir waren tagelang nur noch mit Wäschewaschen, Arzt- und Apothekenbesuchen und an ihrem Bett wachend beschäftigt. Als es endlich langsam aufwärts ging, mussten wir sie erstmal wieder ans essen gewöhnen. Sie hatte auf nichts Lust und verlor sogar über ein Kilo an Gewicht. Wir machten uns große Sorgen um sie, aber auch um Pauline, für die diese Krankheit sicher noch bedrohlicher gewesen wäre. Glücklicherweise schien sie so etwas wie Nestschutz zu haben oder unser ständiges Händewaschen und Desinfizieren zahlte sich aus. Stefan und ich blieben diesmal bis auf zwei Tage Übelkeit verschont.  Mir graut es schon vor den nächsten Krankheiten, aber jetzt schauen wir erstmal positiv nach vorn und freuen uns auf unseren Urlaub.

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