
{"id":17370,"date":"2015-11-28T08:47:09","date_gmt":"2015-11-28T07:47:09","guid":{"rendered":"\/magazin\/?p=17370"},"modified":"2024-11-22T14:13:54","modified_gmt":"2024-11-22T13:13:54","slug":"die-geburt-von-taavi-louk-geburtsbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.babyartikel.de\/magazin\/die-geburt-von-taavi-louk-geburtsbericht","title":{"rendered":"Die Geburt von Taavi Louk &#8211; Geburtsbericht"},"content":{"rendered":"<p>Unser zweiter kleiner Mann ist nun bereits seit drei Wochen&nbsp;bei uns. Die Zeit vergeht mal wieder wie im Flug und am liebsten w&uuml;rde ich sie gerne st&auml;ndig anhalten, um diese wundervollen und intensiven Momente der ersten Tage und Wochen mit neugeborenem Baby l&auml;nger festzuhalten und f&uuml;r die Ewigkeit zu konservieren. Wir genie&szlig;en jeden Augenblick und k&ouml;nnen gar nicht genug bekommen von unserem kleinen Taavi. Anders als beim ersten Kind, ist aber alles irgendwie viel routinierter und hat sich quasi schon am ersten Tag eingependelt. Als wenn es nie anders war und der kleine Mann schon immer ein Teil von uns. Es passt einfach alles.<br>Zwischen unseren aktuellen Lieblingsbesch&auml;ftigungen Kuscheln, am Baby schnuppern und die Momente zu viert genie&szlig;en,&nbsp;habe ich vor ein paar Tagen den Geburtsbericht geschrieben. Er ist wirklich sehr ausf&uuml;hrlich geworden, aber ich wollte wirklich alles, was mir wichtig erschien, darin festhalten. Dadurch ist er nun&nbsp;sehr pers&ouml;nlich, sehr detailliert und sehr lang. Ich pers&ouml;nlich lese solche Geburtsberichte bei anderen aber immer sehr gerne, deswegen&nbsp;m&ouml;chte ich die Geburt von Taavi hier heute ebenfalls mit euch teilen.<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wunderhaftig.net\/pics\/2014-12-23\/Babyartikel_Magazin.jpg\" alt=\"\"><\/figure><p><\/p><p>In der 38. Schwangerschaftswoche hatte ich bereits immer wieder das Gef&uuml;hl, dass es bald mit der Geburt losgehen k&ouml;nnte und der kleine Mann sich evtl. nicht bis zum Ende der 40. Woche gedulden m&ouml;chte. Ja, ich hatte mir erhofft, dass ich noch die letzten restlichen Vorbereitungen treffen k&ouml;nnte und vor Allem wollte ich ja noch Mika-Flynns Geburtstag planen und in Ruhe feiern.<br>Das Wochenende vor meinem n&auml;chsten Termin beim Frauenarzt zum <a href=\"https:\/\/www.babyartikel.de\/magazin\/ctg\">CTG<\/a> war dann auch wieder relativ ruhig, ich f&uuml;hlte mich fit und sp&uuml;rte keinerlei Anzeichen mehr, weder wurde der Bauch vom langen Spaziergang hart, noch war ich innerlich unruhig. Ich sprach noch von der Ruhe vor dem Sturm und sollte damit tats&auml;chlich Recht behalten&hellip;<\/p><div class=\"marketing-slot\"><div id=\"block-18\" class=\"content-post-widget marketing-slot-1 widget_block\"><a href=\"#\" class=\"newsletter_popup\" style=\"\n  display: inline-block;\n  box-shadow: 0 4px 10px rgba(0,0,0,0.1);\n  margin: 20px auto;\n  max-width: 800px;\n  width: 100%;\">\n  <img src=\"https:\/\/media.babyartikel.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/NL-Banner-Magazin-8-25.webp\" alt=\"Newsletter Banner\" style=\"\n    width: 100%;\n    height: auto;\n    display: block;\" onclick=\"ga('send', 'event', 'banner', 'click', 'magazin-banner-newsletter-8-25');\">\n<\/a>\n\n\t<!-- Modal -->\n\t<div class=\"modal fade modal_popup\" id=\"newsletter_popup\" tabindex=\"-1\" aria-labelledby=\"exampleModalLabel\" aria-hidden=\"true\">\n\t\t<div class=\"modal-dialog modal-dialog-centered modal-dialog-scrollable\">\n\t\t\t<div class=\"modal-content\">\n\t\t\t\t<div class=\"modal-header small-header\">\n\t\t\t\t\t<h5 class=\"modal-title\" id=\"newsletterModalLabel\">\n\t\t\t\t\t\tNewsletter\t\t\t\t\t<\/h5>\n\t\t\t\t\t<button type=\"button\" class=\"btn-close small-close\" data-bs-dismiss=\"modal\" aria-label=\"Close\"><\/button>\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t<div class=\"modal-body\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"newsletterForm-embed popup-form\">\n        <form name=\"newsletterSubscriptionForm\" id=\"newsletter_popup_69f7cd633edd4_form\" data-newsletter-id=\"newsletter_popup_69f7cd633edd4\" method=\"POST\">\n\n\t\t\t<input type=\"text\" name=\"website\" class=\"hidden\" tabindex=\"-1\" autocomplete=\"off\" style=\"position:absolute;left:-9999px;\">\n\t\t\t<input type=\"hidden\" name=\"ts\" value=\"1777847651\">\n\n\t\t\t                <input type=\"hidden\" name=\"emarsys-event-id\" value=\"3756\">\n            \n            \t\t\t<div class=\"mb-3\">\n\t\t\t\t<label for=\"date\" class=\"form-label\">Geburtstag\/ -termin Deines Babys<\/label>\n                <input type=\"date\" name=\"date\" class=\"input input--expand form-control\" required>\n\t\t\t<\/div>\n            \n\t\t\t<div class=\"mb-3\">\n\t\t\t\t<label for=\"email\" class=\"form-label\">E-Mail-Adresse<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"email\" name=\"email\" placeholder=\"E-Mail-Adresse\" class=\"input input--expand form-control\" required>\n\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t<button type=\"submit\" class=\"btn btn-primary\">Absenden<\/button>\n\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"small mt-3\" style=\"font-weight:normal;\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t<div class=\"mt-3\">\n\t\t\t\tJa, ich m&ouml;chte den Newsletter von Babyartikel.de erhalten und &uuml;ber Aktionen informiert werden.\n  Dabei darf mein Nutzungsverhalten (z. 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Ich wei&szlig; noch, wie ich da sa&szlig;, mir sofort klar war, was das wohl ist und nur zu mir selbst sagte: &bdquo;Och n&ouml;&ouml;&hellip;&ldquo; Nat&uuml;rlich musste ich danach gleich googlen, was das denn nun hei&szlig;t und fand dann diverse Aussagen. Bei manchen ging es ab diesem Zeitpunkt ganz schnell, andere mussten trotzdem noch einige Tage auf die Geburt warten. Aber zum Gl&uuml;ck hatte ich ja sowieso den Termin beim Frauenarzt. Dort konnte ich ja alles schildern und abwarten, was beim CTG heraus kommt.<\/p><p>Trotzdem war ich pl&ouml;tzlich sehr aufgew&uuml;hlt und nat&uuml;rlich auch unsicher, was nun wohl als n&auml;chstes passiert, deswegen bat ich Yannick, mich zur Praxis zu fahren und dort mit Mika-Flynn (der in dieser Woche Ferien hatte) zu warten, bis ich fertig bin. Er hatte sofort Verst&auml;ndnis und kam gerne mit.<br>Dort angekommen kam ich dann gleich ans CTG und erz&auml;hlte vom Abgang des <a href=\"https:\/\/www.babyartikel.de\/magazin\/schleimpfropf\">Schleimpfropfs<\/a>. Allerdings waren die Arzthelferinnen gar nicht so &uuml;berrascht, sondern meinten nur, dass es dann wohl bald losgeht, ich mir aber keine weiteren Gedanken deswegen machen muss. Das CTG zeichnete unauff&auml;llige Herzt&ouml;ne und ganz leichte, aber nicht sp&uuml;rbare Wehen auf. Ich musste auch gar nicht mehr zur &Auml;rztin, sondern wurde nur verabschiedet, indem man mir alles Gute w&uuml;nschte und am wissenden L&auml;cheln der Arzthelferinnen und meiner &Auml;rztin, der ich kurz auf dem Gang &uuml;ber den Weg lief, erahnte ich schon, dass ich wohl den n&auml;chsten Termin in der n&auml;chsten Woche dort nicht mehr wahrnehmen w&uuml;rde&hellip;<\/p><div class=\"postslot1\">[articles]<link rel=\"stylesheet\" href=\"https:\/\/cdn.jsdelivr.net\/npm\/swiper@8\/swiper-bundle.min.css\"><\/div><div class=\"marketing-slot\"><div id=\"block-25\" class=\"content-post-widget marketing-slot-2 widget_block\"><a href=\"https:\/\/www.babyartikel.de\/de\/angebote\" data-track-link-click=\"true\" data-track-name=\"nyoutlet2026-magazin\" data-track-medium=\"banner-magazin-post\" data-track-campaign=\"magazin-banner-nyoutlet2026\" onclick=\"ga('send', 'event', 'banner', 'click', 'magazin-banner-nyoutlet2026');\" style=\"display:block;width:100%;text-align:center;\"><img src=\"https:\/\/media.babyartikel.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/NY-Outlet-10-2026.webp\" alt=\"Sale\" style=\"max-width:100%;\"><\/a><\/div><!-- content-widget --><\/div><p>Und dann kam ich aus der Praxis, mit dem Befund der leichten Wehen, der Aussage, dass es nicht mehr so lange dauern kann und den wohl sehr deutlichen anderen Anzeichen. Puh&hellip;Ich war aufgeregt und &uuml;berlegte, wie ich mit dieser Ungewissheit, wie lange es denn nun tats&auml;chlich noch dauern w&uuml;rde, jetzt umgehen sollte.<br>Da meine Mama und Schwester sowieso abrufbereit waren, falls es losgeht, um sich auf den Weg zu machen, damit sie auf Mika-Flynn aufpassen k&ouml;nnen, rief ich dort an und erz&auml;hlte von den &bdquo;Neuigkeiten&ldquo;. Meine Mama hatte zum Gl&uuml;ck in dieser Woche sowieso Urlaub, deswegen fragte ich sie, ob sie nicht evtl. an diesem Tag schon zu uns kommen k&ouml;nnte. Damit ich nicht alleine mit Mika-Flynn w&auml;re, wenn es dann doch schneller gehen sollte, als gedacht und ich au&szlig;erdem etwas abgelenkt w&auml;re und mich nicht verr&uuml;ckt machen muss. Sie entschied sich dann schnell dazu, dass das wohl das Beste w&auml;re, denn man w&uuml;sste ja auch nicht, wie schnell sie wirklich kommen k&ouml;nnte, da die Verkehrslage je nach Tageszeit nicht immer die Beste ist und sie manchmal gut eine Stunde zu uns braucht.<br>Um 12 Uhr war sie dann da und ich um einiges beruhigter. Yannick war ganz normal zur Arbeit gefahren, er selbst w&auml;re in einer halben Stunde zu Hause gewesen.<\/p><p>Der Tag verging und es tat sich nichts. Ich ruhte mich aus, w&auml;hrend meine Mama mit Mika-Flynn auf den Spielplatz ging und versuchte, mich gedanklich auf das, was bevorstand, vorzubereiten. Insgeheim hoffte ich nat&uuml;rlich immer noch, dass der kleine Mann sich noch ein wenig gedulden w&uuml;rde und ich am n&auml;chsten Tag Mika-Flynns Geburtstag vorbereiten k&ouml;nnte und wir am Donnerstag feiern w&uuml;rden. Meinetwegen durfte er sich dann gerne Donnerstagabend auf den Weg machen&hellip;<br>Gegen Abend hatte ich noch &ouml;fter &bdquo;gezeichnet&ldquo; und sp&uuml;rte au&szlig;erdem einen leichten Druck nach unten. Sp&uuml;rbare Wehen waren das noch nicht, aber irgendetwas war anders. Mit meiner Mama drehte ich noch eine kleine Runde um den Block und hatte auch nun das Gef&uuml;hl, dass sich &bdquo;da unten&ldquo; etwas tut&hellip;Ich ging dann relativ sp&auml;t gegen 24 Uhr schlafen (meine Mama &uuml;bernachtete bei uns). Yannick hatte sich schon eher hingelegt, er war auch anders als sonst und sicher auch etwas aufgeregt&hellip;An Schlaf war allerdings nicht zu denken, denn als ich mich hinlegte, wurde dieses Ziehen mehr. Mit den Atem- und Entspannungs&uuml;bungen aus dem HypnoBirthing-Buch versuchte ich gegen dieses Ziehen anzugehen und irgendwie in den Schlaf zu finden. Aber ich war so aufgew&uuml;hlt und von diesem Ziehen so abgelenkt, dass ich nur st&auml;ndig auf die Uhr schaute, um die Abst&auml;nde zu kontrollieren. Und das Ziehen kam tats&auml;chlich immer wieder in einem Abstand von zehn Minuten. Es dr&uuml;ckte und ich wusste nicht, wie ich liegen soll, die Schlaflosigkeit machte mich verr&uuml;ckt und ich hoffte nur, dass diese Nacht schnell vor&uuml;ber geht oder ich endlich das eindeutige Anzeichen bekomme, dass es losgeht. Um vier Uhr ging ich dann nochmal zur Toilette, legte mich wieder hin und schlief dann doch tats&auml;chlich nochmal f&uuml;r fast drei Stunden ein.<\/p><p>Am Morgen gab ich dann Yannick und meiner Mama Bescheid, wie der Stand der Dinge ist und dass ich nicht das Gef&uuml;hl habe, dass es gleich und sofort losgehen w&uuml;rde. Yannick sollte ruhig nochmal zur Firma fahren, er w&auml;re ja schnell genug zu Hause und meine Mama h&auml;tte mich notfalls ja auch zur Klinik fahren k&ouml;nnen.<br>Ich versuchte, den Vormittag so normal wie m&ouml;glich zu gestalten, allerdings wurde das Ziehen im Unterleib im Stehen nun mehr und auch der Druck nach unten ziemlich sp&uuml;rbar. Ich kontrollierte wieder die Abst&auml;nde und konnte mal mehr, mal weniger regelm&auml;&szlig;ig zehn Minuten feststellen. Es hei&szlig;t ja, dass man bei Wehen ab einem Abstand von 5-10 Minuten in die Klinik fahren sollte. Und es bei Zweit- bzw. Mehrgeb&auml;renden sowieso schneller gehen kann. Allerdings kam ich ja gut damit klar, empfand die Kontraktionen auch noch als gut aushaltbar und nicht wirklich schmerzhaft und beruhigte sowohl mich, als auch meine Mama damit, dass wir ja in f&uuml;nf Minuten in der Klinik w&auml;ren, wenn es doch schneller losgehen sollte. Ich wollte einfach nicht zu fr&uuml;h im Krankenhaus sein, falls es dort dann doch noch dauern sollte oder vielleicht doch nur Fehlalarm war, weil ich mich zu Hause wohl f&uuml;hlte und mich dort besser entspannen konnte. Ich duschte, machte mich in Ruhe fertig, packte dann aber doch irgendwann die letzten Sachen in die <a href=\"\/magazin\/was-muss-alles-in-die-kliniktasche-und-wann-sollte-sie-gepackt-sein\">Kliniktasche<\/a>. Und dabei z&auml;hlte ich weiter die Minutenabst&auml;nde, die nun ab und zu auch mal weniger als zehn betrugen. Zwischendurch gab ich meiner Mama Anweisungen, wo sie welche Zutaten f&uuml;r den geplanten Kuchen, die Muffins und die Deko f&uuml;r Mika-Flynns Geburtstag am n&auml;chsten Tag finden w&uuml;rde, falls nun doch alles anders kommen sollte.<br>Wir machten noch Sp&auml;&szlig;e, als ich dann fertig war, mit gewaschenen Haaren, vom Fr&uuml;hst&uuml;ck gest&auml;rkt, dass er nun doch mal langsam kommen darf, damit wir es rechtzeitig zu Mika-Flynns Geburtstag nach Hause schaffen. Ja wirklich, ich z&auml;hlte richtig die Stunden, wie lange die Geburt wohl dauern k&ouml;nnte, wie lange man dann in der Klinik bleibt und wann man dann bei einer ambulanten Entbindung nach Hause kann. So sehr w&uuml;nschte ich mir, Mika-Flynns 3. Geburtstag mit ihm verbringen zu k&ouml;nnen.<br>Und au&szlig;erdem scherzten wir dar&uuml;ber, wie lange ich wohl warten wollen w&uuml;rde, bis es in die Klinik geht. Meine Mama fragte noch, ob ich es wohl wirklich darauf anlege, zu Hause zu entbinden&hellip;Nein, eigentlich nicht. Aber ich f&uuml;hlte mich auch noch nicht bereit, loszufahren.<br>Nachmittags g&ouml;nnte ich mir dann etwas Ruhe, wippte in unserem Po&auml;ng-Sessel vor mich hin und merkte, wie das Ziehen weniger wurde. Das wiederrum machte mich dann wieder verr&uuml;ckt, denn je mehr Stunden verstrichen, umso sicherer war ich, dass ich am 05.11. nicht zu Hause sein w&uuml;rde&hellip;Meine Mama ging dann mit Mika-Flynn nochmal raus auf den Spielplatz und ich begann mit den nun durch das Stehen wieder sp&uuml;rbareren Wehen, Kuchen zu backen. Dadurch war ich abgelenkt und kam etwas auf andere Gedanken. Zwischendurch informierte ich nat&uuml;rlich immer wieder Yannick, wie es mir geht und wie der Stand der Dinge ist.<\/p><p>Als er dann um halb sechs abends nach Hause kam, die immer noch gut aushaltbaren, aber nun mehr Druck erzeugenden Wehen, die ich teilweise auf dem Gymnastikball veratmete und wegwippte, in unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden von mal drei, dann mal wieder f&uuml;nf Minuten kamen, beschlossen wir, nach dem Abendessen zur Kontrolle in die Klinik zu fahren. Mir gingen Mika-Flynns Herzt&ouml;ne bei seiner Geburt nicht aus dem Kopf und ich wollte wissen, dass alles in Ordnung ist, selbst wenn wir wieder nach Hause gedurft h&auml;tten. Die Nacht abzuwarten kam f&uuml;r mich nicht mehr in Frage, denn ich h&auml;tte vermutlich sowieso kein Auge zu getan und wollte mich auch nicht noch einmal so rumplagen, wie in der zuvor.<br>Beim Abendessen bekam ich kaum einen Bissen runter, mir war flau und ich extrem nerv&ouml;s. Ich wollte keine Angst haben, sondern mich auf das Bevorstehende einlassen, aber das war leichter gesagt, als getan.<\/p><p>Wir suchten noch die restlichen fehlenden Unterlagen zusammen, packten alles in die Kliniktasche, die vorsichtshalber schon mal mitkam und ich verabschiedete mich von Mika-Flynn und meiner Mama. Ersteren wollte ich gar nicht zur&uuml;ck lassen, auch wenn ich ihn in guten H&auml;nden wusste. Aber mir war auch klar, dass ich ihn evtl. nicht wieder sehen sollte, bis sein kleiner Bruder auf der Welt ist.<\/p><p>Um 19 Uhr fuhren wir dann in die Klinik. Irgendwie kam es mir aber viel sp&auml;ter vor. Im Krankenhaus angekommen, lie&szlig;en wir dann die Kliniktasche noch im Auto, in der Hoffnung, doch wieder nach Hause geschickt zu werden. Wir liefen zur Entbindungsstation, klingelten und kurz darauf empfing uns eine Hebamme, der wir die Situation schilderten und die uns ganz freundlich erkl&auml;rte, dass wir nun erst einmal ein CTG schreiben und dann weitersehen. Die Atmosph&auml;re dort war zwar ruhig und einladend (ged&auml;mpftes Licht, warme Farben), dennoch f&uuml;hlte ich mich noch nicht so ganz wohl.<br>W&auml;hrend sie mich ans CTG anschloss, merkte ich schon, dass die Wehen nicht mehr so regelm&auml;&szlig;ig waren, wie zu Hause. Schon oft hatte ich geh&ouml;rt, dass sie unter der Anspannung in der Klinik tats&auml;chlich erstmal nachlassen oder sogar aufh&ouml;ren k&ouml;nnen. Auch hier meinte die Hebamme nur, dass das ganz normal sei. Als das CTG dann mit der Aufzeichnung begann, konnte man aber trotzdem regelm&auml;&szlig;ige Kontraktionen erkennen, ich sp&uuml;rte jedoch nur ein oder zwei davon richtig. Was aber am wichtigsten f&uuml;r mich war, waren die Herzt&ouml;ne vom Baby. Und diese waren total unauff&auml;llig und normal. Die Hebamme kam nach einer halben Stunde wieder und erkl&auml;rte uns, dass wir nun noch auf die &Auml;rztin warten m&uuml;ssten, die mit uns das CTG bespricht und noch den <a href=\"https:\/\/www.babyartikel.de\/magazin\/muttermund\">Muttermund<\/a> abtasten m&ouml;chte.<br>Eigentlich wollte ich hier keine unn&ouml;tigen Untersuchungen, da ich im Zuge der Vorbereitung auf die Geburt &ouml;fter gelesen hatte, dass dadurch z.B. die Fruchtblase platzen k&ouml;nnte und das Abtasten des Muttermundes sowieso nicht unbedingt notwendig ist, wenn alle Zeichen auf Geburt stehen. Allerdings lie&szlig; ich mich dann doch etwas verunsichern und die &Auml;rztin, die erst nach 45 Minuten kam, wollte uns erz&auml;hlen, dass diese Untersuchung gemacht werden MUSS und mit der Fruchtblase eigentlich nichts passieren kann. Ich stimmte dann etwas widerwillig zu und erfuhr, dass der Muttermund sich bereits 3 cm ge&ouml;ffnet hatte. Die &Auml;rztin, die wohl wieder eine der vorsichtigen Sorte war und weder Yannick, noch mir wirklich sympathisch, meinte dann, dass es besser w&auml;re, bei diesem Befund und im Zusammenhang mit dem CTG in der Klinik zu bleiben. H&auml;tte der Muttermund nun erst bei 2 cm gelegen, h&auml;tte ich auch nochmal nach Hause gedurft, aber so wollte sie lieber auf Nummer sicher gehen. Hmm&hellip;Wirklich plausibel erschien uns das alles nicht, zumal die Wehen nun wieder weniger wurden und ich kaum glauben konnte, dass es unter diesen Umst&auml;nden und in der ungewohnten Umgebung wieder mehr werden w&uuml;rde. Au&szlig;erdem wollte sie mir gleich einen Zugang legen. Ich war bei Mika-Flynn positiv auf Streptokokken getestet worden, hatte aber in dieser Schwangerschaft vers&auml;umt, es erneut testen zu lassen und auch wenn die Wahrscheinlichkeit eher niedrig war, dass ich immer noch oder erneut davon betroffen bin, riet uns die &Auml;rztin dazu, prophylaktisch Antibiotika zu verabreichen. Sie h&auml;tte mich zu nichts zwingen k&ouml;nnen und ich h&auml;tte, solange ich nicht station&auml;r aufgenommen war, auch jederzeit nach Hause gehen k&ouml;nnen. Aber in so einer Situation wei&szlig; man dann selber irgendwann nicht mehr, was wohl die richtige Entscheidung ist. Nachdem die &Auml;rztin weg war, um uns noch ein wenig Bedenkzeit zu geben (auch wegen dem Zugang und Antibiotika), kam dann nach einer Weile eine weitere Hebamme mit dem Aufnahmebogen.<br>Diese Hebamme habe ich noch in positiver Erinnerung, denn sie schien definitiv mehr Erfahrung als die &Auml;rztin zu haben, war total locker und entspannt. Sie fragte mich nach der ersten Geburt (verteufelte die Einleitungstabletten, die ich damals bekommen hatte, sofort als &bdquo;Schei&szlig;zeug&ldquo;) und meinte, dass bei dem Muttermundbefund noch alles m&ouml;glich w&auml;re und es bis zur Geburt auch noch l&auml;nger dauern k&ouml;nnte, deswegen best&auml;rkte sie uns auch darin, ruhig wieder nach Hause zu fahren, wenn sich bei den Wehen nun erstmal nichts mehr t&auml;te. Denn die waren w&auml;hrend des gesamten Gespr&auml;chs, das fast eine halbe Stunde dauerte, wie weggeblasen. Ich musste den Aufnahmebogen auch noch nicht unterschreiben. Stattdessen entschieden wir uns dann dazu, dass wir nun erstmal noch eine Weile spazieren gehen und schauen, was passiert, ob die Wehen wieder st&auml;rker werden, oder nicht.<\/p><p>Unterwegs war ich wirklich hin und hergerissen. Ich war mir sicher, dass sich vermutlich erstmal gar nichts mehr in der Krankenhausatmosph&auml;re tun wird und ich mich sicher kaum entspannen k&ouml;nnte oder zur Ruhe kommen w&uuml;rde. Wir brauchten nur f&uuml;nf Minuten zur Klinik, warum dann nicht einfach nochmal nach Hause fahren und wenn es dann tats&auml;chlich st&auml;rker werden oder vielleicht sogar die Fruchtblase platzen w&uuml;rde, w&auml;ren wir sofort wieder dort gewesen. Zu Hause w&auml;re ich wieder in meiner vertrauten Umgebung gewesen und h&auml;tte mich sicher wohler gef&uuml;hlt.<br>Etwas weinerlich und aufgew&uuml;hlt hielt ich mehrmals inne. Die Wehen waren immer noch relativ wenig und nicht mehr sehr regelm&auml;&szlig;ig und auch Yannick war der Meinung, dass es sicher das Beste w&auml;re, nochmal nach Hause zu fahren, um dort zumindest zu versuchen, ein wenig zur Ruhe zu kommen oder vielleicht sogar zu schlafen. Ich rief noch kurz meiner Mama an, um ihr Bescheid zu sagen, dass wir wohl wieder kommen und Yannick und ich gingen zur&uuml;ck zur Entbindungsstation, um den Hebammen von unserem Entschluss zu erz&auml;hlen. Inzwischen war es bereits nach halb elf, wir waren fast 1 &frac12; Stunden drau&szlig;en gewesen. Zur&uuml;ck auf der Station empfing uns dann eine neue Hebamme, da gerade Schichtwechsel gewesen war. Dieser erz&auml;hlten wir sofort, dass wir doch nochmal gerne nach Hause fahren w&uuml;rden und sie meinte auch gleich, dass sie mit ihren Kolleginnen schon &uuml;ber uns gesprochen h&auml;tte und sie alle auch der Meinung w&auml;ren, dass das vermutlich erstmal die beste Entscheidung w&auml;re. Allerdings wollte sie vorher noch gerne ein zweites CTG schreiben und auch die &Auml;rztin sollte mich nochmal untersuchen, um zu sehen, ob und was sich am Muttermund getan h&auml;tte.<\/p><p>Wieder am CTG waren keine Wehen mehr zu sehen. Daf&uuml;r war der kleine Mann so zappelig und bewegte sich so stark, dass st&auml;ndig die Herzt&ouml;ne weg waren und das CTG wenig aussagekr&auml;ftig. Ich war schon etwas genervt und redete dem Baby gut zu, dass wir doch nach Hause wollen und er nun doch mal seine Herzt&ouml;ne abh&ouml;ren lassen soll. Nach einer halben Stunde kam Anouk, die Hebamme, wieder und war &uuml;ber das CTG ziemlich am&uuml;siert. Unser Baby w&auml;re wirklich sehr aktiv und mit dem CTG k&ouml;nnte sie leider noch nichts anfangen, weswegen sie dann noch etwas l&auml;nger schreiben wollte. Nun denn. Baby zappelte weiter flei&szlig;ig und ich sah mich noch in einer Stunde am CTG h&auml;ngen&hellip;Inzwischen war es fast halb zw&ouml;lf. Yannick wurde auch langsam m&uuml;de und wir wollten einfach nur nach Hause.<\/p><p>Ich lag also auf dem Krankenhausbett und schaute abwechselnd auf das CTG und meinen wackelnden Bauch. Keine zehn Minuten, nachdem Anouk bei uns gewesen war, sp&uuml;rte ich einen Tritt vom kleinen Mann und nahm ein leises Knacken wahr. Ups. Ich musste nicht lange &uuml;berlegen, was das gewesen war, denn nur ein paar Sekunden sp&auml;ter, sp&uuml;rte ich etwas Warmes zwischen meinen Beinen. Leicht panisch und gleichzeitig grinsend schaute ich zu Yannick und sagte nur: &bdquo;Ich glaube, die Fruchtblase ist gerade geplatzt.&ldquo; Wir dr&uuml;ckten die Klingel und nur wenig sp&auml;ter kam die &Auml;rztin zu uns, der wir erz&auml;hlten, was passiert war. Ich war noch leicht geschockt, dass es nun doch so schnell gegangen war und w&auml;hrend sie mich von meiner nassen Hose befreite, fingen meine Beine extrem an, zu zittern. Da hatte uns der kleine Mann nun doch tats&auml;chlich die Entscheidung, ob wir in der Klinik bleiben oder doch nochmal nach Hause fahren sollten, abgenommen&hellip;Puh, das musste ich nun erstmal kurz sacken lassen. Ich wei&szlig; noch, wie die &Auml;rztin zu uns sagte, dass wir einen guten Zeitpunkt erwischt h&auml;tten, da wir wohl gerade die Einzigen auf der Entbindungsstation waren und es somit sehr ruhig war und alle R&auml;ume zur Verf&uuml;gung standen.<br>Es war nun etwa viertel vor zw&ouml;lf. Nachdem Yannick die Kliniktasche aus dem Auto geholt und die &Auml;rztin mir beim Umziehen geholfen hatte, ging ich zur Toilette, atmete tief durch und ging in mich. Es war nun nicht mehr aufzuhalten, mir wurde immer mehr bewusst, dass ich in wenigen Stunden mein zweites Baby im Arm halten w&uuml;rde.<\/p><p>Zur&uuml;ck auf dem Zimmer kam Anouk zu uns und legte mir den Zugang f&uuml;r die Antibiotika-Infusion, zu der ich mich dann letztendlich doch entschieden habe, da auch Yannick sie f&uuml;r sinnvoll hielt und wir kein Risiko eingehen wollten, selbst wenn es noch so gering war. Im Zimmer selbst gab es keine Dinge, wie B&auml;lle oder Seile, aber Anouk meinte, dass sie uns das alles bringen k&ouml;nnte und da mir der Gymnastikball zu Hause schon so gut getan hatte, entschied ich mich nun auch hier wieder daf&uuml;r. W&auml;hrend also die Infusion durchlief, wippte ich auf dem Ball auf und ab und stellte fest, dass die Wehen nun langsam wieder kamen. Wobei langsam untertrieben ist, da sie nun definitiv deutlicher zu sp&uuml;ren waren, als zuletzt am CTG. Die Abst&auml;nde wurden auch immer k&uuml;rzer und ich z&auml;hlte bald weniger als f&uuml;nf Minuten. Jedes Mal, wenn nun eine Wehe im Anmarsch war, fing ich leicht an, zu fluchen. Sie waren zwar auszuhalten, aber dennoch bekam ich langsam Angst.<br>Anouk kam wieder zu uns, befreite mich von der Infusion und setze sich mit in den Raum. Ich war nun sehr emotional, konnte meine Gef&uuml;hle aber nicht wirklich mit Worten beschreiben. Die so schnell st&auml;rker werdenden Wehen machten mir Angst, da ich nicht wusste, wie viel st&auml;rker sie noch werden w&uuml;rden und ich mich auch ein wenig an die Geburt von Mika-Flynn erinnert f&uuml;hlte, bei der es nach Blasensprung auch ziemlich schnell sehr schmerzhaft wurde. Anouk beruhigte mich, meinte noch, es w&auml;re gut, wenn ich weine, ich soll meine Gef&uuml;hle rauslassen, das wirke befreiend und t&auml;te gut. Ich war auch traurig, weil ich an Mika-Flynns Geburtstag dachte und erz&auml;hlte ihr davon, wie gerne ich doch am n&auml;chsten Tag bei ihm w&auml;re. Und dann wei&szlig; ich noch, wie ich sagte, dass ich mir das nun einfach ganz fest w&uuml;nsche. Wie es werden soll. Die Geburt und alles Drumherum. Und dass ich am n&auml;chsten Tag ganz bestimmt wieder zu Hause sein k&ouml;nnte.<\/p><p>Auch Yannick best&auml;rkte mich darin, w&auml;hrend die Wehen nun immer st&auml;rker wurden. Wir h&ouml;rten Entspannungsmusik (zur Regenbogenentspannung aus dem HypnoBirthing-Buch) und er massierte mir dabei den R&uuml;cken, w&auml;hrend ich mich versuchte, weiter auf meine Atmung zu konzentrieren und dabei auf dem Ball wippte. Mit jeder kommenden Wehe schloss ich die Augen und versuchte sie so gut es ging mit tiefem Ausatmen in den Bauch zu kontrollieren. Irgendwann konnte ich dann aber nicht mehr auf dem Ball sitzen, stellte mich gebeugt hin und hielt mich, oder besser, krallte mich an dem Fu&szlig;ende des Bettes fest, w&auml;hrend ich weiter veratmete.<br>Anouk hatte mich, bevor die Wehen st&auml;rker wurden, schon gefragt, ob ich mir vorstellen k&ouml;nnte, in die Geb&auml;rwanne zu gehen und ich hatte, anfangs noch nicht sicher, ob ich es m&ouml;chte, nun das starke Bed&uuml;rfnis nach der W&auml;rme des Wassers, da ich mich nun auch im Stehen nicht mehr sehr wohl f&uuml;hlte. An Liegen war gar nicht mehr zu denken. Wir klingelten nach ihr und ich &auml;u&szlig;erte den Wunsch nach der Wanne, sie wollte aber vorher noch bei einer Wehe dabei sein, um zu sehen, wie stark sie nun waren. Und was sie sah, &uuml;berzeugte sie wohl. Allerdings wollte sie vorher noch einmal nach dem Muttermund sehen, wof&uuml;r ich mich dann leider doch nochmal hinlegen sollte. Ich wartete hierf&uuml;r eine Wehenpause ab und Anouk begann, zu tasten. Wieder zitterten meine Beine unkontrolliert. Der Muttermund war nun wohl 5-6 cm ge&ouml;ffnet, also hatte sich nochmal gut etwas getan. Leider fand der kleine Mann das Abtasten &uuml;berhaupt nicht gut und ich sp&uuml;rte, wie er sich auf einmal ziemlich ruckartig bewegte und Anouk etwas erschrocken meinte, dass er sich gerade etwas ung&uuml;nstig gedreht hat. Okay&hellip;was sollte das nun hei&szlig;en? In dem Moment wusste ich sofort wieder, warum ich mich nicht st&auml;ndig abtasten lassen wollte&hellip;Ich fragte Anouk, was das nun bedeuten w&uuml;rde und sie erkl&auml;rte mir, dass seine jetzige Position zwar einer normalen Entbindung nicht im Weg stehen, sie aber erschweren w&uuml;rde, denn er lag nun mit dem Gesicht nach oben, als sogenannter Sternengucker. Nun stieg sofort wieder Panik in mir hoch. Wir hatten es nun schon so weit geschafft, alles sah gut aus und nun so ein Befund. Die Schmerzen waren inzwischen wirklich heftig und ich wollte mir nicht vorstellen, wie es w&auml;re, ein Baby zu geb&auml;ren, das nicht die optimale Lage hat.<\/p><p>Ich sollte nun durch eine andere Haltung versuchen, dass sich das Baby wieder dreht und ging daf&uuml;r auf dem Bett in den Vierf&uuml;&szlig;lerstand. Angenehm war anders, aber was blieb mir anderes &uuml;brig. Anouk verlie&szlig; uns wieder und sagte, dass sie nun die Geb&auml;rwanne vorbereitet.<\/p><p>Zeitgef&uuml;hl hatte ich in diesem Moment sowieso keines mehr. Die Wehen kamen nun in Abst&auml;nden von einer Minute, es ging wirklich alles so schnell. Ich versuchte, so gut es nun noch ging, mit dem Popo in der H&ouml;he, sie zu veratmen, dabei fing ich an zu t&ouml;nen und summen. Ich fragte mich nur, warum es so lange dauert, bis sie das Wasser eingelassen hat und wurde nun immer panischer, denn auf einmal konnte ich die Wehen kaum noch veratmen, da sie nun immer schneller kamen und so gut wie keine Pausen mehr dazwischen lagen, in denen ich Luft holen konnte. Ich schrie und weinte, dass ich nicht mehr kann, hatte furchtbare Angst und Yannick, der so wunderbar mit mir mit geatmet hatte, reagierte sofort, indem er nach Hilfe klingelte. Der Drang zu pressen wurde immer st&auml;rker und ich konnte nicht mehr dagegen halten. Zum Gl&uuml;ck kam Anouk dann sofort, auch wenn es mir wie eine Ewigkeit vorkam. Sie wies mich an, aufzustehen und nun ganz schnell mit ihr in den Entbindungssaal zu gehen. Unterwegs jammerte ich nur, wie weh es doch tut. &bdquo;Ja, das tut jetzt weh. Aber Sie machen das toll.&ldquo;, entgegnete Anouk. Im Entbindungssaal registrierte ich zwar die Wanne und das einlaufende Wasser, wurde aber nicht sofort dorthin gef&uuml;hrt, sondern an ein Krankenhausbett, vor das ich mich hinknien sollte. Yannick sollte auf die andere Seite und sich ebenfalls so hinknien, dass ich mich an seinen Armen, die er &uuml;ber das Bett legte, festhalten konnte. Mir wurde noch eine Matte unter die Knie geschoben und Anouk schaute ein letztes Mal nach dem Muttermund, um festzustellen, dass er nun, innerhalb k&uuml;rzester Zeit, komplett ge&ouml;ffnet war. Und was noch viel besser war und mir nun den letzten Energieschub gab: das Baby hatte sich wieder in die richtige Position gedreht und lag nun mit dem Gesicht nach unten. Ich atmete, so gut es noch ging und bin so dankbar und froh, dass Yannick mitmachte und mir den Rhythmus vorgab. Auch wenn er nach der Geburt meinte, dass er durch das schnelle Ein- und laaange Ausatmen fast selbst ohnm&auml;chtig geworden w&auml;re, weil es zu viel Sauerstoff f&uuml;r ihn war. Ich schrie die Luft mit jeder Wehe heraus und vert&ouml;nte die Schmerzen mit lang gezogenen As. Es war mir v&ouml;llig egal, wie laut ich dabei wurde, denn wichtig war nur, dass es mir half, mit den Schmerzen besser umzugehen. Das alles ging nur wenige Minuten. Die Wanne kam nochmal zur Sprache, aber ich fragte nur noch, wie lange es noch dauern w&uuml;rde und als Anouk entgegnete: &bdquo;Nicht mehr sehr lange&ldquo;, war das f&uuml;r mich Antwort genug, mich nicht wegen f&uuml;nf Minuten oder weniger diesen endlos scheinenden Weg zur Wanne plagen zu m&uuml;ssen, deswegen entschied ich mich, im Knien unser Baby auf die Welt zu bringen. Als ich es schier nicht mehr aushielt, fragte ich Anouk, ob ich nun mitschieben darf und das Ja von ihr war einfach nur erl&ouml;send. Nun ging alles so schnell. Ich dr&uuml;ckte und schob, allerdings so sehr, dass Anouk mich anfuhr, ich solle bitte langsamer machen und nur w&auml;hrend der Wehe mitschieben, nicht wenn es gar nicht dr&uuml;ckte. Haha. Dieses Gef&uuml;hl, dass es einen zerreist, war enorm, aber ich wusste, dass ich es fast geschafft hatte und das gab mir nun nochmal unheimlich Kraft. Ich klammerte mich an Yannicks Arme, gab nochmal alles und sp&uuml;rte, wie sich das K&ouml;pfchen seinen Weg bahnte. Im Nachhinein waren es keine Schmerzen, sondern nur ein extremer und unfassbar intensiver, brennender Druck. Nur noch einmal Mitschieben und der Kopf war drau&szlig;en. Ein letztes Mal warten auf die n&auml;chste Wehe, mit der ich den restlichen K&ouml;rper nach drau&szlig;en schieben durfte. Es war &uuml;berw&auml;ltigend. Sie rollte an, ich dr&uuml;ckte und schrie mit aller Kraft ein letztes Mal und dann lag er da, zwischen meinen Beinen, unser wunderbarer Sohn, Taavi Louk, und schrie. Ich konnte es nicht fassen, alle Emotionen str&ouml;mten nur so aus mir hinaus und ich begann, zu schluchzen und zu weinen, vor Freude, Gl&uuml;ck und Erleichterung. Bevor ich mein Baby in den Arm nehmen konnte, musste ich zuerst ein paarmal tief ein- und ausatmen, es war nicht lange, kam uns aber ewig vor, wie er da so zwischen meinen Beinen lag. In dem Moment h&auml;tte ich auch nicht gewusst, wie ich ihn hochnehmen soll, deswegen bat mich Anouk, vorsichtig mit ihr aufzustehen und mich ins Bett zu legen, wo mir Taavi sofort auf die Brust gelegt wurde. Mein wunderh&uuml;bsches Baby, so klein und zart. Da lag er nun und schaute mich mit gro&szlig;en und wachen Augen an. Nach nur 2 &frac12; wirklich intensiven und &uuml;berw&auml;ltigenden Stunden hatten wir es geschafft und Taavi um 02:14 Uhr das Licht der Welt erblickt. Ohne Schmerzmittel und ganz bewusst hatte ich unseren zweiten Sohn geboren. So, wie ich es mir gew&uuml;nscht hatte, im Gro&szlig;en und Ganzen selbstbestimmt und ohne weitere Einfl&uuml;sse. Ohne gr&ouml;&szlig;ere Verletzungen, lediglich mit ein paar Absch&uuml;rfungen. Die meiste Zeit nur mit meinem wundervollen und einf&uuml;hlsamen Partner an meiner Seite, der mich so toll unterst&uuml;tzt hat und bei mir war und zwischendurch und zum Schluss mit einer tollen Hebamme, die uns von Anfang bis Ende begleitet hat. Ich h&auml;tte mir die Geburt kaum sch&ouml;ner vorstellen k&ouml;nnen und bin auch jetzt noch sehr &uuml;berw&auml;ltigt, dass ich nach der doch eher komplikationsreichen Geburt von Mika-Flynn nun die Erfahrung einer v&ouml;llig nat&uuml;rlichen Geburt machen durfte.<\/p><p>Ich bin mir sicher, dass die Vorbereitung darauf auch einen gro&szlig;en Teil dazu beigetragen und mir geholfen hat. Dass ich so lange zu Hause geblieben bin, bis ich intuitiv sp&uuml;rte, nun in die Klinik zu fahren und dort dann doch alles ganz schnell ging. Ich bin einfach nur dankbar f&uuml;r diese wundervolle Erfahrung und diese traumhafte Geburt, deren Schmerzen ich schon l&auml;ngst wieder vergessen habe.<\/p><p>Taavi wurde abgenabelt, indem Yannick die Nabelschnur durchtrennte und nach intensivem Bonding, zuerst mit mir, dann als ich kurz duschen und zur Toilette gehen durfte, mit seinem Papa, verbrachten wir noch fast vier Stunden im Entbindungssaal, zwischendurch wurde Taavi gewogen, gemessen und untersucht. F&uuml;r Yannick wurde ein Bett gebracht und an meines geschoben, sodass wir sogar noch ein paar Stunden schlafen konnten. Sechs Stunden sollten Taavi und ich nach der Geburt noch mindestens zur Beobachtung in der Klinik bleiben. Um halb sieben musste Yannick dann nach Hause, weil der Entbindungssaal gebraucht wurde und Taavi und ich kamen auf die W&ouml;chnerinnen-Station. Sch&ouml;ner w&auml;re es nat&uuml;rlich gewesen, bis zur Entlassung zusammen zu bleiben, aber die Zeit war zum Gl&uuml;ck absehbar. Au&szlig;erdem war Yannick so zu Hause, wenn Mika-Flynn aufwachen w&uuml;rde und konnte ihm als Erster zum Geburtstag gratulieren und mit ihm Geschenke auspacken.<\/p><p>Auf dem Zimmer war ich nur damit besch&auml;ftigt, meinem Baby beim Schlafen zuzusehen, an ihm zu schnuppern und seinen wunderbaren Duft einzuatmen und zu hoffen, dass bald die &Auml;rzte und Hebammen kommen w&uuml;rden, um die Abschlussuntersuchungen durchzuf&uuml;hren und ihr OK zu geben, dass wir nach Hause d&uuml;rfen. Um 8 Uhr h&auml;tten wir theoretisch gehen k&ouml;nnen, allerdings zog sich nat&uuml;rlich alles etwas. Um 9 Uhr zur Besuchszeit kam dann Yannick wieder und letztendlich konnten wir dann um halb zw&ouml;lf, nach nicht einmal 18 Stunden in der Klinik, zu Dritt nach Hause. Wir waren beide wohl auf und es ging uns gut.<\/p><figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wunderhaftig.net\/pics\/2014-12-23\/Babyartikel_Magazin2.jpg\" alt=\"\"><\/figure><p><\/p><p>Wie ich es mir gew&uuml;nscht hatte, konnten wir unseren gro&szlig;en Schatz zu seinem Geburtstag mit einem ganz besonderen Geschenk &uuml;berraschen und einen wohl unvergesslichen dritten Geburtstag und gleichzeitig den Tag der Geburt seines kleinen Bruders zusammen feiern. Ich bin mir nun im Nachhinein ganz sicher, dass das alles seinen Grund hatte und so sein sollte. Die Beiden, am gleichen Tag Geburtstag. Eine ganz besondere Verbindung zwischen meinen zwei Jungs, unseren wundervollen S&ouml;hnen.<\/p><div class=\"credits-overlay\" data-target=\".wp-image-17372\"><a href=\"#\" target=\"_blank\">wunderhaftig Photography<\/a><\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser zweiter kleiner Mann ist nun bereits seit drei Wochen&nbsp;bei uns. 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Wir genie&szlig;en jeden Augenblick und [&#8230;]<\/p>\n<p><a class=\"btn btn-secondary understrap-read-more-link\" href=\"https:\/\/www.babyartikel.de\/magazin\/die-geburt-von-taavi-louk-geburtsbericht\">Weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":38,"featured_media":17372,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2801,2802,34],"tags":[113],"class_list":["post-17370","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-geburt","category-mamablogger-berichten","category-schwangerschaft","tag-geburtsbericht"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.2 (Yoast SEO v27.2) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Die Geburt von Taavi Louk - Geburtsbericht | Babyartikel.de Magazin<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.babyartikel.de\/magazin\/die-geburt-von-taavi-louk-geburtsbericht\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Geburt von Taavi Louk - Geburtsbericht\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Unser zweiter kleiner Mann ist nun bereits seit drei Wochen&nbsp;bei uns. 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