Wunder Po beim Baby: was tun?


Kaum ein Kind erlebt die Wickelzeit ohne nicht wenigstens einmal einen wunden Po bekommen zu haben. Dies ist auch keine Wunder, angesichts der Belastungen, die der Po in dieser Zeit ausgesetzt wird. Hier möchte ich Behandlungsempfehlungen geben um Hautreizungen im Windelbreich vorzubeugen und zu behandeln.

Warum kommt es bei Kindern schnell zu einem wunden Po?

Die Haut unter der Windel kommt kaum an die Luft zum Atmen, sie ist fast immer Feuchtigkeit, Wärme, Stuhl und Urin ausgesetzt. Andere Ursachen für einen wunden Po können auch folgende Punkte sein:

  • Windelunverträglichkeit
  • Substanzen in der Muttermilch wie z.B. scharfe Gewürze, Fruchtsäure
  • Pilzinfektionen

Was kann ich tun, um einen wunden Po vorzubeugen?

Das Wichtigste ist, dem Po auch einmal eine „Luftpause“ zu gönnen. Der Po des Babys sollte nach jedem Windeln noch kurz an der Luft trocknen, bevor die Windel wieder verschlossen wird. Bei hautempfindlichen Kindern kann es auch sinnvoll sein, außerhalb von der Wickelzeit, Luft an den Po kommen zu lassen. Dazu kann das Kind mit bloßen Gesäß (Strümpfe nicht ausziehen!) auf den Wickeltisch, unter die Wärmelampe gelegt werden, oder auch in seinem Bettchen auf einer dicken Moltonunterlage. Hier muss allerdings der Raum warm genug sein.

Kommt der wunde Po des gestillten Säuglings von den Essgewohnheiten der Mutter?

Über dieses Thema wird immer wieder stark diskutiert. Manchmal wird das Wundwerden auf das Essen, z.B. von Zitrusfrüchten oder Tomaten, zurückgeführt. Besteht ein unmittelbarer zeitlicher Zusammenhang, sollte die stillende Mutter auf den Genuss vorübergehend verzichten. Ist das Baby nicht mehr wund, können die verdächtigen Lebensmittel noch einmal vorsichtig probiert werden. Danach sollte man beobachten, wie es dem Kind bekommt.

Was kann ich machen, wenn der Po gereizt oder wund ist?

  • viel Luft an den Po herankommen lassen
  • häufiges Windelwechseln
  • Wechsel auf eine andere Windelmarke
  • Verzicht auf Öl- und Feuchttücher
  • Reinigung des Pos mit abgekühlten schwarzen Tee
  • Verstärkung der Schutzbarriere durch geeignete und sparsam aufgetragene Salben mit entzündungslindernder Wirkung.

Ein Hinweis zu guter Letzt….

Babys, die wund sind, sind anfälliger für eine Pilzinfektion. Manchmal ist es schwer zu unterscheiden, ob es sich um einen wunden Po oder eine Pilzinfektion handelt. Lasst auf jeden Fall die Hebamme auf den Po schauen. Wenn der Po trotz der oben genannten Tipps nicht besser wird oder sich die wunden Stellen sogar vergrößern, muss das Baby dem Kinderarzt vorgestellt werden.

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