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Zahnpflege in der Schwangerschaft: Das solltest Du beachten!

Zahnpflege in der Schwangerschaft ist besonders wichtig! Wie so häufig während der Schwangerschaft ist auch hier die hormonelle Umstellung in Deinem Körper verantwortlich dafür, dass Deine Zähne und Dein Zahnfleisch besonders empfindlich und reizbar sind. Hier erfährst Du, worauf Du bei der täglichen Mundhygiene achten solltest!

Vielleicht hast Du es schon bemerkt, Dein Zahnfleisch ist stärker gerötet als sonst? Es ist angeschwollen oder geht sogar leicht zurück? Dies liegt an Deinem erhöhten Östrogenspiegel, der eine stärkere Durchblutung verursacht und zugleich das Gewebe auflockert.

Hormonelle Veränderungen

Doch nicht nur die Durchblutung ist stärker, auch die Speichelbildung nimmt zu. Da der Speichel meist säurehaltiger ist, kann dies dazu führen, dass Deine Mundschleimhaut aufgelockert wird. Dies wiederum kann zu verschiedenen Erkrankungen führen.

Dein Speichel ist jetzt säurehaltiger, enthält aber weniger Phosphat und Kalzium, wodurch sich Karies besser ausbreiten kann. Bei der Mundschleimhautentzündung, oder auch Schwangerschaftsgingivitis genannt, rötet sich Dein Zahnfleisch und schwillt an. Auch Wucherungen können, vor allem durch äußere Einflüsse wie z. B. Zahnstein oder Kronenränder, hervor gerufen werden und Ödeme auslösen. Auf Grund der erhöhten Durchblutung, kann es schneller zu Blutungen während des Zähne putzen kommen.

Zahnpflege in der Schwangerschaft: Mit weichen Borsten gründlich putzen

Zahnpflege in der Schwangerschaft ist besonders wichtig, auch wenn Dein Zahnfleisch empfindlich ist und leichter blutet. Damit es aber gar nicht erst soweit kommt, solltest Du schon zu Beginn der Schwangerschaft Wert auf eine gute Zahnpflege legen. Achte darauf, dass Du die Zähne morgens und abends putzt, wenn möglich auch nach jeder Mahlzeit. 20 Minuten solltest Du allerdings warten, um den Zahnschmelz nach dem Essen nicht zu zerstören. Verwende eine Zahnbürste mit weichen und biegsamen Borsten. Sie reizen das Zahnfleisch nicht so stark und fühlen sich angenehmer an. Ebenso wichtig ist es, die Zahnzwischenräume zu säubern, da sich dort Essensreste – oft nicht sichtbar – ablagern. Diese sind mit Zahnseide leicht zu reinigen.

Viele Schwangere leiden in den ersten Monaten an dauerhafter Übelkeit oder Erbrechen. Versuche nicht direkt nach dem Erbrechen, Deine Zähne zu putzen, sondern warte, wie nach dem Essen, 20 Minuten um den Zahnschmelz nicht noch mehr zu beschädigen.

Sollte Dir während des Zähneputzens übel werden, kannst Du mit einem kleineren Bürstenkopf oder einer Kinderzahnbürste versuchen Deine Zähne zu säubern. Dies kann oft schon helfen, da die mechanischen Bewegungen im Mundraum nicht so hoch sind, wie bei einer normalen Zahnbürste. Sollte sich Deine Übelkeit beim Zähneputzen stark ausprägen, ist es auch möglich, die Zähne mit einer Mundspüllösung zu reinigen. Dies ist aber immer nur eine vorübergehende Lösung und Du solltest diese Problematik auf jeden Fall mit deinem Arzt besprechen.

Bei Verdacht schnell zum Zahnarzt

Schon zu Beginn der Schwangerschaft solltest Du den ersten Termin beim Zahnarzt vereinbaren. Er wird Dir Auskunft über den Zustand Deiner Zähne und Deines Zahnfleischs geben und Dich über die Zahnpflege in der Schwangerschaft aufklären. Es wird empfohlen, während der Schwangerschaft alle drei Monate einen Zahnarzt aufzusuchen. Nur so können Veränderungen und neue Karies und Parodontitis bestmöglich erkannt und behandelt werden. Vor allem die Behandlung von Parodontitis ist wichtig, da US-amerikanische Studien einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Frühgeburten belegt haben.

Auf die Ernährung achten

Vermutlich wirst Du sowieso schon auf Deine Ernährung achten, um Deinem Baby die bestmöglichen Nährstoffe zur Verfügung zu stellen, doch auch für die Zahnpflege in der Schwangerschaft ist eine gesunde Ernährung von großer Bedeutung. Beachte besonders folgende Punkte:

  • süße und zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke meiden, z. B. Süßigkeiten, Säfte
  • Vitamin C-reiche Lebensmittel bevorzugen, z. B. Paprika, Brokkoli
  • kalziumreiche Lebensmittel bevorzugen, z. B. Milch, Milchprodukte

Jedes Kind kostet einen Zahn

Historisch gesehen hat diese Aussage einen wahren Kern. Der Hintergrund: Damals glaubte man, dass das Ungeborene Kind der Mutter zu viele Nährstoffe, besonders Kalzium, entziehen würde. Bei unserem heutigen Nahrungsangebot weiß man allerdings, dass diese Angst bei einer ausgewogenen Ernährung hinfällig ist und sich keine Mutter mehr über ausfallende Zähne sorgen muss. Dennoch ist es erforderlich, dass Du auf die richtige Zahnpflege in der Schwangerschaft Acht gibst!

 

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