Babykostwärmer bzw. Flaschenwärmer erleichtern Ihnen den Alltag in Babys erstem Lebensjahr: Milch oder Babygläschen lassen sich damit in minutenschnelle erwärmen. Hier erfahren Sie, welche Unterschiede es bei Babykostwärmern gibt, und was Sie bei der Erwärmung beachten müssen.

Für Mütter, die nicht stillen können, nach der Stillzeit auf Folgemilch umsteigen oder mit Breikost anfangen ist die schnelle Erwärmung von Fläschchen und Babybrei ein Thema. Wenn Babys Hunger haben zählt schließlich jede Minute, damit die Kleinen nicht allzulange schreien und weinen müssen. Ein Babykostwärmer verspricht schnelle und einfache Erwärmung von Fläschchen und Gläschen.

Welche Babykostwärmer gibt es?

Für Zuhause: Babykostwärmer für den Hausgebrauch gibt es in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten. Babynahrung wird darin in einem Wasserbad, durch Wasserdampf oder Infrarot-Licht erwärmt. Die Temperatur kann bei vielen Geräten individuell angepasst werden. Ein akustisches oder optisches Signal (Lämpchen) zeigt Ihnen an, wann die Nahrung fertig erwärmt ist. Viele Fläschchenwärmer verfügen zusätzlich über eine Abschaltautomatik – praktisch, denn dann müssen Sie nicht immer in der Nähe bleiben. Eine Warmhaltefunktion hält Babynahrung von 20 Minuten bis zu einer Stunde auf konstanter Temperatur.

Flaschenwärmer

Die Erwärmungsdauer von Fläschchen und Gläschen variiert je nach Ausgangstemperatur (z.B. aus dem Kühlschrank, Zimmertemperatur), Menge und Konsistenz. Milchfläschen dauern ca. 2-10 Minuten, Nahrung zwischen 8 und 20 Minuten. Die Zeiten sind von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Ist Ihnen eine schnelle Zubereitungszeit wichtig, achten Sie deshalb bereits beim Kauf auf die Angaben des Herstellers.

Auf eine andere Funktionsweise als die herkömmlichen Babykostwärmer setzen Geräte, die das Wasser, und nicht das ganze Fläschchen, für Milchnahrung auf die perfekte Trinktemperatur erhitzen (z.B. der Beaba Bib Expresso). Und auch die genau umgekehrte Funktionsweise klappt – indem das auf 100° erhitze Fläschchenwasser in sekundenschnelle auf die richtige Trinktemperatur abgekühlt wird (z.B. der Nip Cool-Twister).

Darüber hinaus gibt es auch Babykostwärmer, die zusätzlich Fläschchen sterilisieren oder Lebensmittel für Babybrei garen können. Wer nur wenig Platz in der Küche hat, für den sind diese Kombigeräte ideal. Dabei gibt es auch Küchenmaschinen, die neben dampfgaren und mixen auch Babykost und Fläschchen erwärmen bzw. sterilisieren können (z.B. der Babymoov Nutribaby 5in1). Wenn Sie also schon vorhaben, sich einen Dampfgarer/Mixer für die Breifütterung anzuschaffen, ist es empfehlenswert, diesen bereits für die Fläschchenfütterung zu kaufen – so sparen Sie sich den Babykostwärmer.

Für unterwegs: Wer viel mit den Kleinen unterwegs ist, auf Ausflügen oder auf Reisen, für den ist ein Reise-Fläschchenwärmer ideal. Dieser wird am Zigarettenanzünder eingeteckt und darüber mit Strom für die Erwärmung versorgt. Es gibt sogar Babykostwärmer für Zuhause, die mit einem solchen Kabel ausgestattet sind. Die Zubereitungszeit verlangsamt sich allerdings gegenüber einer normalen Stromversorgung.

Für unterwegs gibt es auch die sehr beliebten selbsterwärmenden Fläschchen (z.B. von iiamo oder paulanstella), die mit einer integrierten Heizpatrone ausgestattet sind. Auf Knopfdruck wird das Fläschchen hier auf die ideale Trinktemperatur erwärmt.

Unser Rat zu Babykostwärmern und Fütterung

Bitte prüfen Sie immer vor der Fütterung die Temperatur der Milch bzw. des Breis. Milch sollte auf Körpertemperatur (37°) erwärmt gefüttert werden. Abgepumpte Muttermilch sollte wirklich nur in speziell dafür ausgewisenen Babykostwärmern erwärmt werden, da sonst wichtige Bestandteile bei zu starker Erhitzung abgetötet werden können.

Ein Gerät mit Warmhaltefunktion ist praktisch, wenn das Kind zwischendurch eingeschlafen ist, langsamer trinkt bzw. eine längere Pause beim Füttern entsteht. Übertreiben Sie es aber nicht – stundenlanges Warmhalten ist nicht ratsam, damit die Vitamine erhalten bleiben.

Das optische Signal (Licht) an Babykostwärmern ist nicht immer gut zu erkennen, das Ende der Aufwärmzeit kann dabei leicht übersehen werden. Besser sind Geräte mit akustischem Signal, das unüberhörbar ist.