Wenn Ihr Kind langsam zu groß für die Babyschale ist, wird es Zeit für einen neuen Kindersitz, der die nötige Sicherheit während der Autofahrt gewährleistet. Der Klassiker nach der Babyschale ist ein Kindersitz der Gruppe 1.

Viele Eltern wissen nicht genau, wann Sie in den nächsthöheren Kindersitz nach der Babyschale wechseln sollen. Der Richtige Zeitpunkt ist dann, wenn das Baby mit seinem Kopf den oberen Rand der Babyschale erreicht hat. Das Köpfchen sollte nicht darüber hinausragen!

Nicht zu früh wechseln

Ihr Kind darf erst in einem vorwärtsgerichteten Kindersitz der Gruppe I fahren, wenn es seinen Kopf selbstständig halten kann.

Alternativ gibt es Reboard Kindersitze der Gruppe 0+/I, mit denen Ihr Kind bis 18 kg rückwärtsgerichtet fahren kann. Ideal für groß gewachsene Kinder!

Ab jetzt vorwärtsgerichtet unterwegs

Nach der Babyschale folgt klassisch ein Kindersitz der ECE-Gruppe I, für Kinder von 9-18 kg Körpergewicht. In diesem Kindersitz fährt Ihr Nachwuchs ab sofort vorwärtsgerichtet im Auto mit (Rückwärtsgerichtetes Fahren ist nur inspeziellen Reboard Kindersitzen der Gruppe 0+/I bzw. I möglich) .

Kleinkind im Kindersitz

Hosenträgergurt oder Fangkörper?

Kindersitze der Gruppe I unterscheiden sich im wesentlichen dadurch, wie das Kind im Kindersitz gesichert wird: mit Hosenträgergurt oder Fangkörper.

Ein Hosenträgergurt ist ein 5-Punkt-Gurt, der direkt am Kindersitz befestigt ist. Die 5 Befestigungspunkte sind an den Schultern, an der Hüfte und im Schritt. So wird verhindert, dass das Kind “durchrutscht”. Die Kinder haben hier viel Bewegungsfreiheit und fühlen sich mit dem Hosenträgergurt wie echte Rennfahrer.

Der Nachteil: Bei einem Unfall mit Frontalcrash werden Kopf und Nacken nach vorne geschleudert – der Oberkörper bleibt aber durch die Gurte an der selben Position. Da der Kopf in diesem Alter noch verhältnismäßig groß und schwer ist (bis zu 25% des Körpergewichts) kann es zu schwereren Verletzungen im Kopf und Nackenbereich kommen.

Der Fangkörper (oder: Sicherheitskissen) ist ein festes Kissen, das mit dem Fahrzeuggurt vor dem Bauch des Kindes fixiert wird. Der Fangkörper wirkt ähnlich wie ein Airbag bei Erwachsenen: dieser fängt den Oberkörper des Kindes bei einem Unfall sanft ab. Der nach vorne geschleuderte Oberkörper, Kopf und Nacken rollen dabei so günstig ab, dass die Nacken- und Kopfbelastung relativ gering bleiben. Neben dem Sicherheitsaspekt finden viele Kinder das „Tischchen“ praktisch zum Malen oder Spielen. Allerdings fühlen sich manche Kinder durch den Fangkörper „eingesperrt“ und lehnen ihn ab. Ein Praxistest vor dem endgültigen Kauf ist deshalb empfehlenswert.

Wie wird der Kindersitz befestigt?

Ein Kindersitz der Gruppe I wird entweder mit Isofix-Rastarmen, einer Isofix-Basis oder mit dem Fahrzeuggurt befestigt. Aus Sicherheitsgründen ist die Isofix-Befestigung allerdings vorzuziehen, da hier der Kindersitz fest mit der Fahrzeugkarosserie verbunden ist und so bei Unfällen einen größeren Schutz bietet.

Bitte werfen Sie vor dem Kauf einen Blick auf die Fahrzeugtypenliste des Kindersitz-Herstellers (online einsehbar) – gerade Isofix-Kindersitze können nicht in jedem Auto befestigt werden. Ein Blick auf die Liste schafft Klarheit.

Wann muss ich den Kindersitz wechseln?

Ihr Kind sollte auf den nächsthöheren Kindersitz der Gruppe II/III wechseln, sobald das Maximalgewicht von 18 kg erreicht ist oder der Kopf über den oberen Rand des Kindersitzes hinauswächst.

Der Kopf darf ein Stück über den Rand hinausschauen – mehr ist aber aus Sicherheitsgründen nicht zu empfehlen! Der Hinterkopf sollte noch gut gestützt werden.

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