Lätzchen schützen Kinderkleidung beim Füttern und Essenlernen vor Flecken und Nässe. Dabei ist Lätzchen nicht gleich Lätzchen – vom Ärmellätzchen über waschbare Folienlätzchen bis hin zu Kunsstofflätzchen mit Auffangschale gibt es zahlreiche Varianten. Welches für Sie und Ihr Kind das richtige ist, erfahren Sie hier.

So ein Lätzchen ist eine feine Sache, denn es spart Ihnen viele, viele Wäschen voller schmutziger Baby- und Kinderkleidung. Einfach um dem Hals gebunden schützen die mehr oder weniger großen Lätzchen vor Flecken und Nässe durch Essen, das seinen Weg nicht vollständig in Babys Mund gefunden hat. Den Klassiker der Babyausstattung gibt es in zahlreichen Varianten – vor allem hinsichtlich Material und Verschluss.

Das Material: Baumwolle, Folie oder Hartplastik

Der Klassiker der Kinderstube ist das Baumwoll-Lätzchen. Ob ganz einfach, mit Druck oder aufwendiger Applikation: es ist angenehm weich, saugfähig, atmungsaktiv und hygienisch bei bis zu 60°C waschbar (teils trocknergeeignet). Das Baumwoll-Lätzchen nimmt Essensreste und Feuchtigkeit besonders gut auf – damit lässt sich auch Babys Mund am Ende wie mit einer Serviette abputzen. Übrigens: Manche Modelle sind zusätzlich mit einer Folienschicht auf der Rückseite ausgestattet – so nässt garantiert nichts durch.

Der Nachteil: um ein Baumwoll-Lätzchen wieder sauber zu bekommen muss es in die Waschmaschine. Deshalb ist auch ein gewisser Vorrat an Lätzchen nötig, wenn man nicht gerade jeden Tag wäscht. Zudem muss man Aufpassen, wenn man das Lätzchen unterwegs dabei hat: wird das feuchte Lätzchen in der Tasche vergessen entstehen schnell Stockflecken.

Folienlätzchen gehören zu den beliebtesten Lätzchen, da sie besonders praktsich in der Handhabung sind. Essensreste könne einfach mit einem feuchten Lappen abgewischt werden – so ist das Folienlätzchen gleich wieder einsatzbereit. Zur Tiefenreinigung kann das Folienlätzchen aber auch in der Waschmaschine bei bis zu 40°C gewaschen werden.

Der Nachteil: Lätzchen aus Folie sind nicht atmungsaktiv – gerade bei Ärmellätzchen kann dies im Sommer (mit kurzärmligem Oberteil und dem Folienlätzchen auf der nackten Haut) eher unangenehm werden.

Lätzchen aus Hartplastik sind starre Lätzchen, die man ganz einfach unter fließend Wasser reinigen kann. Die meisten verfügen über eine großzügige Auffangschale, so dass Suppe, Soße und Krümel locker aufgefangen werden, statt auf der Hose zu landen.

Der Nachteil: der starre Verschluss am Kunststofflätzchen ist nicht unbedingt bequem für das Kind. Die weite Auffangschale erschwert zudem ganz nah am Tisch zu sitzen, da es an die Tischkante stößt.

Klassisches Lätzchen oder Ärmellätzchen?

So ein Ärmellätzchen ist gerad ein der Phase, in der Ihr Kind selbsständig essen lernt, der perfekte Schutz vor Flecken: einfach in die Ärmel schlüpfen und hinten zubinden. So ist dank Ärmellätzchen nicht nur die Brust vor Flecken geschützt, sondern auch beide Arme. Mund-mit-dem-Ärmel-abputzen ist so kein Problem mehr. Und Ihr Kind kann sich das Lätzchen auch nicht selbst ausziehen, selbst wenn es kräftig daran zieht.

Das Ärmellätzchen ist allerdings auch recht groß und kann im Sommer deshalb relativ schweißtreibend sein – als zweite Schicht über der normalen Kleidung. Ein klassisches Lätzchen zum Umbinden nimmt dagegen wenig Platz weg, schütz die Kleidung in der Haupt-Kleckerzone und vergrößert Ihren Wäscheberg auch nicht unnötig.

Baby mit Lätzchen

Tipps zum Lätzchenkauf

Es gibt Lätzchen in verschiedenen Größen – vom Baby bis zum Kleinkind. Achten Sie deshalb beim Kauf auf die Größe – Babylätzchen für Fütter-Babys bis ca. 6 Monate sind etwa 20-25 cm lang, ab 6 Monate etwa 30 cm, für Esslernkinder auch gerne größer. Am besten orientieren Sie sich an den Herstellerangaben.

Wer es praktsich mag und keine Wäscheberge voller Lätzchen, der sollte Folien- oder Hartplastik-Lätzchen ins Auge fassen – diese sind abwaschbar und müssen nicht extra in der Waschmaschine gewaschen werden.

Zieht sich Ihr Kind immer das Lätzchen vom Hals? Ein Ärmellätzchen kann von den kleinen Mäusen nicht so einfach ausgezogen werden.

Welchen Verschluss Sie wählen ist letzendlich Geschmacksache bzw. hängt von den Vorlieben Ihres Kindes ab: ein Klettlätzchen lässt sich ratzfatz schließen, hält aber oft nach vielen Wäschen nicht mehr. Ein klassisches Bindelätzchen wird mit einer Schleife umgebunden, ein Schlupflätzchen muss über den Kopf gezogen werden. Letzteres kann es zwar nicht von alleine aufgehen, dafür mag es evtl. nicht jedes Kind etwas über den Kopf stülpen zu müssen.