Wenn Sie mit Ihrem Kind im Auto unterwegs sind ist laut Straßenverkehrsordnung ein Kindersitz bis zum 12. Lebensjahr oder 1,50 m Körpergröße verpflichtend vorgeschrieben. Wir helfen Ihnen einen passenden Kindersitz für Ihren Nachwuchs zu finden – und erklären, welche Unterschiede es gibt.

Einen passenden Kindersitz zu finden ist gar nicht so einfach. Die Auswahl in den Baby Online-Shops ist überwältigend groß und die Unterschiede nicht unbedingt zu erkennen. Hier erhalten Sie hilfreiche Tipps!

Welchen Kindersitz brauche ich für mein Kind?

Damit der Kindersitz den derzeitigen europäischen Standards entspricht muss ein Kindersitz das ECE-Prüfsiegel ECE R 44/03 oder ECE R 44/04 vorweisen (bei Babyartikel.de erhalten Sie selbstverständlich nur Kindersitze der neusten Norm). Dabei ist es sicherheitstechnisch nicht von Belang, welches der beiden Prüfsiegel ein Kindersitz trägt – beide müssen die selben Sicherheitskriterien erfüllen. Nur Kindersitze mit einem älteren Prüfsiegel, z.B. ECE R 44/02, sind seit April 2008 nicht mehr zulässig – bei einer Kontrolle kann dies mit einem Verwarnungsgeld bestraft werden.

Kindersitz

Kindersitze werden nach Gewicht zugelassen – deshalb ist es wichtig, dass Sie den Kindersitz für das entsprechende Körpergewicht Ihres Kindes kaufen. Das angegebene Alter dient nur zur Orientierung.

Kindersitze werden gemäß ihrer Gewichtszulassung in ECE-Gruppen von 0 bis 3 unterteilt. Die heutzutage gebräuchlichsten Kindersitzgruppen sind folgende:

Gewichtsklassen Kindersitze

Gruppe 0+: Geburt bis 13 kg
Gruppe 0/I: Geburt bis 18 kg
Gruppe I: 9-18 kg
Gruppe I/II/III: 9-36 kg
Gruppe II/III: 15-36 kg

Welche Unterschiede gibt es bei Kindersitzen?

Die Hauptunterschiede bei Kindersitzen sind ihre Befestigungsart und wie Sie ihr Kind im Kindersitz sichern. Diese Kriterien sind aber auch von der Gewichtsklasse abhängig:

Geburt bis 13 kg (Gr. 0+): Babyschalen werden entweder mit dem 3-Punkt-Fahrzeuggurt befestigt, mit einer Isofix-Basis oder einer Gurt-Basis – aus Sicherheitsgründen immer entgegengesetzt der Fahrtrichtung!
Die Verwendung einer Isofix-Basis oder Gurt-Basis hat den Vorteil, dass die Babyschale in Sekundenschnelle auf der Basis eingeklickt und per Knopfdruck wieder gelöst werden kann. Dabei ist eine Isofix-Basis aufgrund ihrer Befestigung an den Isofix-Punkten des Fahrzeugs (s. Was bedeutet Isofix?) noch sicherer als die Gurt Basis, die mit dem Fahrzeuggurt im Auto befestigt wird.

Geburt bis 18 kg (Gr. 0/I): Wird mit dem 3-Punkt-Fahrzeuggurt des Autos befestigt. Bis ca. 9 Monate müssen Sie diesen Kindersitz auf jeden Fall entgegen der Fahrtrichtung befestigen, um aufgrund der schwachen Halsmuskulatur keine schlimmen Wirbelsäulenverletzungen zu riskieren. Sobald Ihr Kind seinen Kopf selbstständig halten kann werden Gr.0/I-Kindersitze in Fahrtrichtung befestigt. Es gibt aber auch Reboarder-Kindersitze, mit denen Kinder bis zum Ende der Gruppe I entgegengesetzt der Fahrtrichtung fahren können. Dies erhöht die Sicherheit bei Unfällen noch zusätzlich.

9-18 kg (Gr. I): Wird mit dem 3-Punkt-Fahrzeuggurt des Autos, Isofix-Rastarmen oder manchmal auch mit einer Isofix-Basis fixiert. Ab dieser Gewichtsklasse werden die Kindersitze in Fahrtrichtung befestigt. Bei der Sicherung Ihres Kindes gibt es zwei unterschiedliche Systeme: entweder mit einem 5-Punkt-Hosenträgergurt oder mit einem Fangkörper (auch Sicherheitskissen genannt). Fangkörper gefallen zwar nicht allen Kindern (viele fühlen sich eingeengt) – sie gelten jedoch als sicherer, weil hier bei einem Unfall nicht die Schultern zurückgehalten und so die Halswirbelsäule stärker belastet wird, sondern der gesamte Oberkörper auf dem Fangkörper „abrollen“ kann. Dieser dient gleichzeitig als kräfteabsorbierender Mini-Airbag.
Am besten testen Sie einfach vorab, ob Ihr Kind mit dem Fangkörper zurecht kommt.

9-36 kg (Gr. I/II/III): Mit und ohne Isofix-Rastarme erhältlich. Hier gibt ist genau wie bei Kindersitzen der Gruppe I die Sicherung mit Fangkörper oder Hosenträgergurt – allerdings nur bis ca. 18 kg. Danach wird der Fangkörper weggelassen bzw. die Hosenträgergurte entfernt und Ihr Nachwuchs wird mit dem normalen 3-Punkt-Fahrzeuggurt des Autos angeschnallt.

15-36 kg (Gr. II/III): In diesem Kindersitz wird Ihr Kind einfach mit dem 3-Punkt-Fahrzeuggurt des Autos gesichert. Mit und ohne Isofix-Rastarme erhältlich.

Wann muss ich den Kindersitz wechseln?

Meistens wachsen die Kinder schneller aus dem Kindersitz heraus, als sie das angegebene Maximalgewicht erreichen können. Deshalb wird aus Sicherheitsgründen ein Wechsel auf die nächsthöhere Gewichtsklasse empfohlen, sobald der Kopf über den Rand des Kindersitzes hinauswächst. Besonders bei Babys in Babyschalen (Gr. 0+) ist es wichtig, das der Kopf nicht über den Schalenrand hinausragt. Dennoch sollten Sie auf keinen Fall zu früh wechseln – Babys müssen vor dem Wechsel auf die Gruppe I ihren Kopf selbstständig halten können.

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