Kombi-Kinderwagen sind seit vielen Jahren der beliebteste Kinderwagen-Typ. Kein Wunder: Sie sind vielseitig verwendbar und begleiten Dich und Dein Kind über einen sehr langen Zeitraum. Das Angebot an diesen praktischen Gefährten ist riesig! Zum Glück! So findest Du mit Sicherheit das richtige Modell für Deinen persönlichen Bedarf. Wir unterstützen Dich bei der Auswahl und erläutern den Nutzen der unterschiedlichen Ausstattung.

Kombi-Kinderwagen: Was ist das?

Dieser Kinderwagen-Typ bietet Dir große Flexibilität: Du kannst das Gestell mit unterschiedlichen Aufsätzen für die verschiedenen Lebensalter Deines Kindes nutzen. Beim Kauf eines Kombi-Kinderwagens erhältst Du zusätzlich zum Rahmen

  • eine Babywanne oder Softtragetasche für den Transport im ersten halben Jahr,
  • eine Sitzeinheit (auch Sportwagenaufsatz genannt), wenn Dein Kind selbstständig sitzen kann.

Bei den Kinderwagen-Sets bekommst Du zusätzlich noch eine Babyschale. Dadurch kannst Du Deinen Kinderwagen zum Shop ‘n Drive-System umbauen. Der Vorteil dabei: Schlummert Dein Baby während der Autofahrt in der Babyschale, musst Du es bei Ankunft nicht wecken. Klemm‘ einfach die Schale auf das Kinderwagen-Gestell. So kannst Du ganz entspannt Deine Besorgungen machen, während Dein kleiner Liebling in Ruhe weiterschläft. (Infos über Babyschalen findest Du hier.)

Kombikinderwagen

Wie lange kann ich einen Kombi-Kinderwagen nutzen?

Dank verschiedener Aufsätze von Geburt bis zum Kindergartenalter. Die meisten Sportwagen – also die jeweilige Sitzeinheit Deines Kombi-Kinderwagens – sind für Kinder bis 15 kg ausgelegt. Das entspricht etwa einem Alter von drei bis dreieinhalb Jahren.

Wonach soll ich auswählen?

Natürlich ist Dein persönlicher Geschmack entscheidend. Es gibt jedoch einige praktische Anhaltspunkte, die Dir die Kaufentscheidung erleichtern können. Stell‘ Dir vor einem Kauf folgende Fragen:

Wo nutzt Du ihn? Ein Wagen für die Stadt benötigt kleine Vorderräder für einen kleinen Wendekreis, geringes Eigengewicht (idealerweise 10-12 kg) und ein geringes Ausmaß in der Breite. Fährst Du oft auf Wald- und Feldwegen, achte auf Luft- oder Luftkammerräder, Hinterräder mit mind. 25 cm Durchmesser, eine zusätzliche Federung und ein stabiles Gestell. (Mehr Infos über die unterschiedlichen Räder findest Du weiter unten.)

Wo lagerst Du ihn? Lebst Du in einem Mehrfamilienhaus, musst Du Deinen Kinderwagen entweder im Keller oder der Wohnung abstellen. Wähle deshalb besser ein Modell mit Softtragetasche und geringem Klappmaß. So sparst Du Platz beim Lagern – und Muskelkraft beim Transport von Wohnung oder Keller auf die Straße: Babywannen sind nämlich schwerer. Wohnst Du im Eigenheim, kannst Du den Kinderwagen z.B. in der Garage oder sogar im Haus lagern. Hier spielen Faktoren wie Klappmaß oder Aufsatz – je nach Platz – eine eher untergeordnete Rolle.

Du möchtest mehr wissen? Wir geben Dir im Folgenden einen detaillierten Überblick über die einzelnen Ausstattungsmöglichkeiten.

Die Ausstattung: Worauf soll ich achten?

Kombi-Kinderwagen gibt es von Herstellern wie Knorr Baby, ABC-Design, Hauck, Gesslein oder Zekiwa. Je nach Modell liegen die Kosten zwischen 160 und über 1000 Euro. Diese große Spanne hat viele Gründe: Hochpreisige Wagen sind in der Regel besser verarbeitet und überzeugen mit Stabilität, gut gepolsterten Matratzen, breiten Komfortsitzen, einer ordentlichen Federung, vielen Verstellmöglichkeiten und oft auch mit haufenweise Zubehör. Auch der Aufsatz spielt eine Rolle: Kombi-Kinderwagen mit Babywannen sind tendenziell teurer als Modelle mit Softtragetaschen. Damit Du einen Überblick bekommst, stellen wir Dir die entscheidenden Ausstattungsmerkmale detailliert vor. Ob ein Kinderwagen aus unserem Shop die von Dir gewünschte Eigenschaft hat, verraten die technischen Details in der jeweiligen Produktbeschreibung. Über die Filter kannst Du zudem gezielt danach suchen.

Babywanne/Softtragetasche: Wenn Du Dein Baby im Kombi-Kinderwagen transportierst, hast Du die Wahl zwischen Modellen mit Babywanne oder Tragetasche. Neben Deinem persönlichen Geschmack in Sachen Design gibt es für beide Varianten Vor- und Nachteile. Die Babywanne ist stabiler und bietet Deinem Baby in der Regel etwas mehr Platz. Dafür ist sie sperriger und schwerer als Tragetaschen. Diese sind jedoch in der Nutzung flexibel und lassen sich zum Teil auch als Fußsack verwenden. Allerdings haben sie – anders als die Babywannen – meist kein eigenes Verdeck. Ausgekleidet sind Wanne und Tasche mit einer dünnen Matratze bzw. Polsterung. Hier empfehlen wir Dir, eine zusätzliche Kinderwagen-Matratze zu benutzen. Dann hat es Dein kleiner Schatz so richtig bequem. Kinderwagen-Matratzen sind hier in unserem Shop.

 VorteileNachteile
Babywannen
  • geräumige Liegefläche
  • robust
  • eigenes Verdeck
  • sperrig
  • relativ schwer
Softtragetaschen
  • handlich
  • relativ leicht
  • instabiler als Babywannen
  • kleinere Liegefläche
  • meist kein eigenes Verdeck

Softtragetasche vs. Babywanne

Räder: Die Räder spielen eine zentrale Rolle beim Kauf des Kinderwagens. Sie bestimmen den Einsatzort und den Fahrkomfort. Welche Räder Dein Kinderwagen benötigt, hängt von der Nutzung ab: Nicht alle eignen sich für jeden Untergrund. Grundsätzlich gilt: Je größer das Rad, desto ruhiger ist das Fahrverhalten auf unebenen Wegen und desto besser ist Dein Kind vor Erschütterungen geschützt. Das ist vor allem wichtig, wenn Du oft und zu jeder Jahreszeit auf Feld- und Waldwegen spazieren gehen möchtest. Bei Wurzeln und Schnee kommen kleine Räder hier schnell an ihre Grenzen. Jedoch gehen große Räder auf Kosten der Wendigkeit: Der Wagen ist dadurch insgesamt unbeweglicher. Neben der Größe ist das Material des Rades entscheidend. Das sind die drei häufigsten Materialien:

Welche Räder am Kombikinderwagen?

Für unebene Wege sind Lufträder (A) ideal: Sie verstärken die Federung des Kinderwagens zusätzlich. Allerdings haben sie ein hohes Eigengewicht und sind recht wartungsintensiv: So solltest Du wie bei Ihrem Fahrrad regelmäßig den Luftdruck prüfen und ab und zu etwas Luft nachpumpen. (Achtung: Nicht zu viel! Die Reifen verlieren sonst an Federung.) Zudem besteht auch hier die Gefahr eines Plattens. Deshalb ist es ratsam, immer eine Luftpumpe, Flickzeug und idealerweise noch einen Ersatzschlauch dabeizuhaben.

Wenn Du Deinen Kinderwagen sowohl in der Stadt als auch auf unebenem Gelände einsetzen möchtest, sind Luftkammerräder (B) die beste Wahl. Sie sind durch ihre gute Federung und ihre Stabilität die perfekte Kombination aus Luft- und Hartgummirad. Im Gegensatz zu Lufträdern sind sie absolut pannensicher: Selbst Nägel oder Scherben können Kinderwagen mit Luftkammerrädern nicht aufhalten. Zudem entweicht hier keine Luft, so dass Du nicht nachpumpen musst. Aufgrund dieser Vorteile setzen mittlerweile viele Hersteller standardmäßig auf Luftkammerräder. Ob ein Rad aus Luftkammern besteht, kannst Du übrigens ganz einfach erkennen: Solch ein Rad lässt sich mit dem Finger nämlich ein paar Millimeter eindrücken und hat im Gegensatz zum Luftrad kein Ventil.

Hartgummiräder (C) sind leicht und robust. Allerdings haben sie keine zusätzliche Federwirkung und kommen auf Kopfsteinpflaster und geschotterten Wegen schnell ins Schlingern. Wenn Du Deinen Kinderwagen lediglich für kurze, asphaltierte Strecken in der Stadt benötigst, sind diese Räder aber auf jeden Fall ausreichend.

Die passenden Räder auf einen Blick:

 Ø HinterräderRadmaterial
Wald-/ Feldwegemind. 25 cmLuft/ Luftkammer
Schotter/
Kopfsteinpflaster
mind. 15 cmLuft/ Luftkammer
Asphaltnicht relevantHartgummi ausreichend

Schieber: Bis auf wenige Ausnahmen haben Kombi-Kinderwagen eine durchgängige Schiebestange. Damit kannst Du den Wagen mühelos einhändig lenken. An der freien Hand führst Du das Geschwisterkind, bedienst Dein Handy oder trägst bequem Deine Tasche. Ist der Schieber in der Höhe verstellbar, können den Kinderwagen unterschiedlich große Personen auf längeren Strecken ganz entspannt fahren. Je nach Modell wird entweder der Knickwinkel verändert oder der ganze Schieber ausgefahren. Wenn sich der Schieber in etwa auf Höhe Deines Bauchnabels befindet, ist die ideale Position erreicht.

Verstellbare Rückenlehne: Die Sitzeinheiten des Kombi-Kinderwagens haben eine nach hinten verstellbare Rückenlehne. Manche Modelle lassen sich dabei komplett in die Liegeposition klappen (das entspricht einer Neigung von mindestens 150 Grad), andere lediglich in die sogenannte Ruheposition. Eine stufenlos verstellbare Rückenlehne hat den Vorteil, dass Du den Neigungswinkel im vorgegebenen Rahmen individuell einstellen kannst. Allerdings ist die Handhabung für Dich und Dein Kind nicht ganz so komfortabel und schnell. Bei der Verstellbarkeit in Stufen hast Du je nach Modell zwar nur drei, vier oder fünf vordefinierte Positionen zur Auswahl. Dafür kannst Du die Rückenlehne rasch und ohne “Geruckel” nach hinten klappen – ein Vorteil, wenn Dein kleiner Schatz während der Fahrt eingeschlafen ist.

Sitz, Gurt, Fußstütze: Entscheidend für Sicherheit und gleichzeitig Bequemlichkeit ist der Sitz bzw. die Sitzeinheit. Eine Breite von etwa 30 cm sorgt dafür, dass sich Dein Kind ideal bewegen kann. Eine Polsterung federt zusätzlich und hält zudem warm. Achte darauf, dass der Sitzbezug mindestens abwischbar ist. Denn der Alltag mit kleinen Kindern bringt es mit sich, dass immer mal wieder etwas schmutzig wird. Noch besser ist es natürlich, wenn Du den Sitzbezug komplett abnehmen und in der Maschine waschen kannst. Auch das Anschnallsystem des Sportwagens ist ein wichtiger Punkt: Bei den meisten Herstellern hat sich der 5-Punkt-Sicherheitsgurt als Standard etabliert. Dieses sogenannte “Hosenträger-System” verhindert, dass Dein Kind “unten durchrutscht”. Um ein Einschneiden im Rumpf Deines Kindes zu vermeiden, sind gepolsterte Gurte empfehlenswert. Eine Fußstütze sorgt für Sitz-Komfort und verhindert, dass die Beinchen herumbaumeln. Ist die Fußstütze zusätzlich verstellbar, kann Dein Kind selbstständig ein- und aussteigen und bei umgeklappter Rückenlehne ganz bequem liegen.

Blickrichtung: Einige Kombi-Kinderwagen bieten eine drehbare Sitzeinheit als Sportwagenaufsatz an. Dadurch kannst Du die Blickrichtung Deines Kindes während der Fahrt bestimmen. Das ist vor allem für die Umgewöhnungsphase von der Liegewanne auf den Sportwagen hilfreich: So kannst Du Deinem Kind in der ersten Zeit durch den Sichtkontakt zu Dir Sicherheit und Vertrautheit vermitteln. Darüber hinaus ist die flexible Wahl der Fahrt- und Blickrichtung auch in Bezug auf die Witterung nützlich: Bei Wind, Regen oder starker Sonneneinstrahlung drehst Du die Sitzeinheit so, dass Dein Kind zu Dir schaut. Dadurch ist es besser geschützt.

Einige wenige Hersteller bieten anstelle der drehbaren Sitzeinheit (oder zusätzlich) den Schwenkschieber an. Hier wechselst Du einfach mit einer Handbewegung den Schieber auf die andere Seite des Sportwagens. Damit änderst Du nicht nur die Blickrichtung Deines Kindes während der Fahrt, sondern bist auch in der Nutzung etwas flexibler: Hat Dein Kinderwagen vorne und hinten unterschiedlich große Räder, tauschst Du auf diese Weise je nach Straßenlage deren Position. Allerdings gibt es immer weniger Modelle mit dem schwenkbaren Schieber, da die Vorderräder durch den “Tausch” nach hinten auf Dauer einer unangemessenen Belastung ausgesetzt werden. Die Hersteller reagieren darauf und bieten zunehmend mehr die drehbare Sitzeinheit als Alternative an.

Zubehör wie Regenhaube, Mückennetz, Fußsack, Sitzauflagen etc. sind bei einigen Kinderwagen-Sets zumindest teilweise dabei. Je nach Bedarf kannst Du das Gewünschte jedoch auch hier in unserem Shop dazukaufen.

Kauf ohne Risiko: Kinderwagen mit Mobilitätsgarantie

Kinderwagen halten so einiges aus. Aber was passiert, wenn doch mal eine Reparatur nötig wird? Wenn Du Deinen Kinderwagen bei Babyartikel.de gekauft hast, kümmern wir uns zwei Jahre lang um Umtausch und Instandsetzung. Dabei ist es uns wichtig, dass Du und Dein Kind auch dann mobil sein könnt, wenn Dein Wagen eingeschickt werden muss: Du erhältst von uns deshalb zur Überbrückung kostenlos einen Ersatz-Kinderwagen.

Unterwegs mit dem Kombikinderwagen