Trinklernbecher und Trinklernflaschen sollen vor allem eins: Kleinkindern das Trinken erleichtern. Aber sind Trinklernbecher wirklich sinnvoll oder reicht nicht auch ein normales Glas zum trinken lernen?

Wenn Ihr Baby langsam auf feste Nahrung umsteigt braucht es zusätzliche Flüssigkeit neben der Muttermilch bzw. Fertigmilchnahrung. Gerade wenn der Drang nach selbstständigen Essen & Trinken immer größer wird bieten sich im Alter zwischen 6 und 18 Monaten sogenannte Trinklernbecher bzw. Trinklernflaschen an. Je früher Ihr Kind mit dem normalen Trinken beginnt, desto schneller lernt es mit der hohen Flüssigkeitsmenge im Mund umzugehen und zu schlucken.

Ist ein Trinklernbecher sinnvoll?

Trinken aus einem normalen Glas oder Becher ist für ein Kleinkind motorisch gar nicht so einfach: das Glas muss mit den Händen sicher zum Mund geführt werden, der richtige Neigungsgrad eingeschätzt werden, damit weder zu viel noch zu wenig aus dem Glas fließt, danach muss das Glas vom Mund abgesetzt werden, ohne dass noch Flüssigkeit rausfließt – und schließlich noch sicher auf dem Tisch abgestellt werden.

Trinklernbecher fürs Baby

Ganz schön schwierig und besonders in den ersten Trinklern-Monaten ohne Mama oder Papas Hilfe nicht ohne große Kleckereien und Scherben machbar.

Ein Trinklernbecher bietet im Gegensatz zu einem normalen Glas viele Vorteile:

Der Trinkaufsatz: Der Trinkaufsatz (am besten tropffrei) erleichtert den Übergang vom Trinken aus der Babyflasche zum normalen Trinken und ist je nach Alter unterschiedlich geformt. Für die Kleinsten ab 6 Monaten bietet sich ein Trinkschnabel an. Er ist breiter als ein Flaschensauger und lässt sich mit dem Mund leicht umschließen – die Flüssigkeit landet so aus jeder Trinkposition sicher im Mund. Für ältere Kinder ab 12 Monaten gibt es je nach „Können“ auch Trinkbecher mit Trinkrand, mit Trinkhalm oder mit Sporttülle.

Der Becher / die Flasche: Der Becher- bzw. Flaschenkorpus besteht aus bruchfestem, leichten Material. In der Regel ist das der Kunststoff Polypropylen (PP). Das umstrittene Bisphenol-A (BPA) kommt in PP Flaschen nicht vor – diese sind also von vornherein BPA-frei. Der Voteil von Trinklernbechern und Trinklernflaschen aus Kunststoff: sie sind unzerbrechlich und sehr leicht! Egal ob zuhause oder unterwegs im Buggy – der Trinklernbecher überlebt so manchen Sturz auf den Boden – ohne gefährliche Scherben zu hinterlassen.

Die Griffe: Viele Trinklernbecher sind mit abnehmbaren Griffen ausgestattet, mit deren Hilfe Ihr Nachwuchs den Trinklernbecher problemlos greifen und festhalten kann. Für einige Modelle gibt es auch Griffe zum Nachkaufen.

Welche Getränke eignen sich für Babys?

Der ideale Durstlöscher für Babys und Kleinkinder ist nicht zu kaltes stilles Mineralwasser oder Leitungswasser in guter Qualität. Je früher Sie Ihr Kind daran gewöhnen können, desto besser – denn Zucker, Aroma- und Farbstoffe sind nicht ideal für eine gesunde Entwicklung. Auch ungesüßte Kräutertees sind empfehlenswert. Fruchtsäfte sollten im Verhältnis 1:2 mit Wasser verdünnt werden – und nur ab und zu gereicht werden.