Schnuller, auch „Nuckel“ genannt, sind die Lieblinge vieler Babys und Kleinkinder. Sie sind heutzutage qualitativ und orthopädisch auf dem höchsten Stand und werden in regelmäßigen Abständen von ÖKOTEST getestet . Das Material des Mundstücks besteht aus Silikon oder Latex/Kautschuk und ist meist kiefergerecht geformt. Doch welcher Schnuller ist der Beste für mein Kind? Und was muss ich im Umgang mit Schnullern beachten?

Wenn Eltern ein Baby bekommen gehört ein Schnuller meist zur Grundausstattung. Doch vor dem Schnullerregal oder im Online-Shop angekommen stellt sich schnell die Frage, welchen Schnuller man denn kaufen soll, welcher der Beste Schnuller für das eigene Baby ist. Schließlich gibt es einige Dinge zu beachten, wenn es um Größe, Form, Material und Handhabung geht. Wir von babyartikel.de helfen Ihnen, den passenden Schnuller für Ihr Kind zu finden!

Welche Schnuller-Größe?

Bei der Wahl des richtigen Schnullers kommt es in erste Linie auf die richtige Größe an. In der Regel gibt es 3 Größen: von Geburt bis 6 Monate, 6 bis 12 Monate und ab 18 Monate. Die Hersteller geben meist die Größenbezeichnung 1 bis 3 an, was in etwa den genannten Altersgruppen entspricht. Doch manche Hersteller führen auch Sondergrößen, wie beispielsweise von 0-2 Monate. Halten Sie sich bitte immer an die Altersangabe auf der Verpackung oder unserer Produkbeschreibung!

Die passende Schnullergröße ist für Ihr Baby sehr wichtig, damit sich der kindliche Kiefer unbeeinträchtigt entwickeln kann. Natürlich wächst nicht jeder Kiefer gleich schnell, daher dienen die Altersangaben als Richtwert. Sollte Ihr Baby die nächste Schnullergröße noch verweigern, versuchen Sie die Umstellung doch einfach zu einem späteren Zeitpunkt.

schnuller

Welche Schnuller-Form?

Bei den Schnullerformen unterscheidet man zwischen der kiefergerechten (orthopädischen) Form der runden Kirschkern-Form (Naturform). Experten sehen keinen großen Unterschied zwischen den beiden Schnullerformen. Keine Studie kann eine positive Wirkung der Schnullerform auf die Kieferentwicklung von Kindern belegen. Daher können Sie die Wahl der Schnullerform ihrem Baby überlassen. Um unnötige Kieferbelastungen zu vermeiden, sollten Sie die Schnullerform jedoch nicht zu häufig wechseln.

Welches Schnuller-Material?

Schnuller unterscheiden sich auch im Material des Mundstücks. Hier steht Latex oder Silikon zur Auswahl. Beide Materialien sind BPA-frei und somit gesundheitlich unbedenklich.

Latex ist ein milchartiger Saft aus der Rinde des Kautschukbaumes. Schnuller aus Latex sind honiggelb, außerdem robust und widerstandsfähig. Daher eignen sie sich besonders gut für Kinder, die schon Zähne haben. Jedoch altert Latex schnell. Zudem enthält das Material wie viele andere Naturprodukte Proteine, gegen die manche Menschen allergisch reagieren.

Silikon ist ein durchsichtiges Material, das vor allem durch seine geschmacks- und geruchsneutralen Eigenschaften überzeugt. Im Gegensatz zu Latex hat Silikon eine weichere und glattere Oberfläche, ist formstabiler und einfacher zu reinigen. Durch seine hohe Temperaturbeständigkeit können Silikon-Schnuller beliebig oft ausgekocht oder sterilisiert werden und halten meist länger als Latex-Schnuller. Dafür sind sie weniger elastisch und bissfest als Latex ist und können somit bei Kindern mit Zähnen schneller kaputt gehen.

Das sollten Sie beim Gebrauch beachten

Vor dem ersten Gebrauch sollten Sie Schnuller generell waschen und auskochen oder im Vaporisator sterilisieren. Bei dauerhafter Benutzung muss der Schnuller täglich gereinigt und regelmäßig sterilisiert werden. Lecken Sie den Schnuller nie ab, da dies Kariesbakterien auf Ihr Kind übertragen könnte.

Wann sollte man den Schnuller wechseln?

Generell gilt für alle Schnuller: Tauschen Sie den Schnuller mind. alle 2-3 Monate aus! Latex-Schnuller sollten Sie außerdem wegwerfen, sobald sich das Latex unansehnlich verfärbt, verformt oder zu kleben beginnt. Silikon-Schnuller sofort bei Gebrauchsspuren, Rissen oder Löchern entsorgen.

Tipp!

Tauschen Sie den Schnuller mindestens alle 2-3 Monate aus!

Einschlafsauger oder Beruhigungssauger?

Einschlafsauger sind für die Nacht gedacht und Beruhigungssauger für den Tag. Doch abgesehen vom Design gibt es nur wenige Unterschiede – Größe, Form und Funktion des Mundstücks unterscheiden sich nicht von Beruhigungssaugern. Daher können Einschlafsauger auch als Beruhigungssauger verwendet werden und umgekehrt. Sie erkennen Einschlafsauger an einem flachen Greifring, der sich in das Schnullerschild legen lässt oder einem Greifknopf ohne Ring, so werden Druckstellen vermieden. Außerdem sind Einschlafsauger symmetrisch geformt und können nie verkehrt herum im Mund stecken (wichtig zur Vermeidung von Kieferdeformierungen). Der Beruhigungssauger ist dagegen mit einem Greifring ausgestattet.

Wann und wie sollte man den Schnuller abgewöhnen?

Um Kieferfehlstellungen zu vermeiden dürfen Kinder nicht Dauernuckeln und müssen rechtzeitig vom Schnuller entwöhnt werden. Laut der Empfehlung von Kieferorthopäden sollten Kinder zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr lernen, auf den Schnuller zu verzichten. In der Regel ist das Abgewöhnen kein leichtes Unterfangen. Geburtstage oder Weihnachten bieten sich als Hilfen an, wobei der Schnuller „eingetauscht“ werden kann. Auch feierliche Zeremonien, in deren Verlauf das Gute Stück verschwindet (stecken Sie den Schnuller in eine Kiste, den die „Schnullerprinzessin“ abholt oder vergraben Sie ihn im Garten), sind oft erfolgreich.