Stilleinlagen sind für stillende Mütter nahezu unverzichtbar. Sie nehmen austretende Milch auf und verhindern so unangenehmen Flecken auf der Kleidung. Dabei haben Mamas die Wahl zwischen verschiedenen Arten von Stilleinlagen und Materialien.

Gerade in der Anfangsphase des Stillens nach dem Milcheinschuss haben Mütter das Problem, dass Milch unkontrolliert aus der Brust austritt. Die Folge sind durchnässte BHs und Shirts mit peinlichen Flecken. Stilleinlagen schaffen da Abhilfe. Die runden, etwas handteller großen Einlagen werden in den BH gelegt und saugen die austretende Muttermilch auf.

Welche Stilleinlagen gibt es?

Einweg-Stilleinlagen: Diese Art von Einlagen bestehen aus Zellulose, werden nur einmal verwendet und nach Gebrauch weggeworfen. Die Milch wird hier von einem saugstarken Kern (ähnlich wie bei Windeln) aufgenommen. Einweg-Stilleinlagen sind mit 1-2 Klebestreifen ausgestattet, welche die Stilleinlagen im BH an Ort und Stelle halten – so verrutschen Sie nicht.
Im Gegensatz zu waschbaren Stilleinlagen sind sie meist kleiner und tragen auch weniger unter engen Oberteilen auf. Manche Marken bieten auch spezielle Einweg-Stilleinlagen für die Nacht an, die größer als die Tag-Modelle sind und auch einen höheren Auslaufschutz bieten sollen.

Der Anschaffungspreis ist hier relativ günstig (ab ca. 2,60 Euro / 15 Paar), summiert sich aber auf Dauer zu einem beachtlichen Betrag, den man bei der Wahl der Stilleinlagen beachten sollte.

Stilleinlagen

Waschbare Stilleinlagen: Sie sind auf Dauer die günstigere Alternative zu Einweg-Stilleinlagen, da sie nach Gebrauch einfach gewaschen und wiederverwendet werden können. So halten Sie mehrere Monate – etwa 5 bis 6 Paar reichen für die gesamte Stillzeit. Dafür ist der Anschaffungspreis aber auch etwas höher (je nach Material ca. 7-20 Euro / 3 Paar).

Waschbare Stilleinlagen werden meist von Hebammen empfohlen, denn Stilleinlagen aus Seide oder Wolle haben sich bei empfindlichen, gereizten Brustwarzen bewährt. Vor allem reine Seide wirkt hautberuhigend und hilft bei der Regeneration von wunden Brustwarzen, so das Sie ihr Baby schnellstmöglich wieder problemlos stillen können. Daneben gibt es auch (günstigere) Stilleinlagen aus reiner Baumwolle, die sich sehr gut an die Brust anschmiegen und besonders saugfähig sind.

Selbsthaftende Stilleinlagen: Inzwischen gibt es auch eine dritte Art von Stilleinlagen, die im Gegensatz zu den vorher genannten Stilleinlagen nicht die austretende Milch aufsaugen, sondern den ungewollten Milchaustritt von vorn herein verhindern. Sie sind aus Silikon gefertigt und haften an der Brust – dadurch stoppen sie den ungewollten Milchfluss. Trotzdem sind sie atmungsaktiv, sehr angenehm in der Anwendung und können ohne BH getragen werden – also auch zum trägerlosen Kleid, beim Schwimmen oder Nachts. Zur Reinigung reicht einfach Wasser und etwas Seife, mit der Sie die Silikon Pads in sekundenschnelle abwaschen können. Genau wie die waschbaren Stilleinlagen können selbsthaftende, nicht-absorbierende Stilleinlagen bis zu mehrere Monate verwendet werden und relativieren so den relativ hohen Preis von ca. 18-25 Euro pro Paar.

Welche Stilleinlagen sind die Besten?

Welche Stilleinlagen die Besten sind kann man so pauschal nicht sagen. Wer dauerhaft nicht allzuviel Geld für Stilleinlagen ausgeben möchte, sollte auf Stilleinlagen setzen, die waschbar bzw. abwaschbar sind, da diese länger verwendet werden können – auch wenn der Anschaffungspreis erst einmal höher ist.

Welche Stilleinlagen in der Anwendung am zuverlässigsten schützen, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Je nach Brustgröße und Stärke des Milchaustritts findet die Eine eine bestimmte Marke oder Stilleinlagen-Art perfekt, eine andere Mutter klagt bei der selben Stilleinlage über einen falschen Sitz, zu starkes Auftragen oder eine ungenügende Saugstärke. Gerade bei den Einweg-Stilleinlagen empfiehlt es sich daher auch andere Marken auszuprobieren, wenn man mit den gekauften Stilleinlagen nicht zufrieden ist.

Wie oft soll man Stilleinlagen wechseln?

Stilleinlagen sollte man spätestens dann sofort wechseln, wenn sie nass sind, um die empfindlichen Brustwarzen nicht zu reizen und Entzündungen vorzubeugen. Wie oft das am Tag vorkommt hängt von der Stärke des Milchaustritts ab, der bei jeder Mutter unterschiedlich ist, aber auch von der Art und Qualität der Stilleinlage. Manche Mamas müssen spätestens nach jedem Stillen wechseln, andere kommen auch mit einem Paar gut durch den Tag. Denken Sie hier in erster Linie an Ihre Gesundheit und wechseln Sie rechtzeitig, auch wenn Sie dafür ein paar Stilleinlagen mehr brauchen.