Kein Baby dafür mehr Ausschlag (40+3)


An und für sich stört es mich nicht noch etwas länger schwanger zu sein, wenn da nicht dieser nervige, von Tag zu Tag schlimmer werdende Ausschlag wäre (siehe “PUPP Syndrom“). Mir wurden viele Mittelchen zur Linderung des Juckreizes empfohlen, aber ausprobiert habe ich nur wenige. In erster Linie aus Angst es noch schlimmer zu machen und leider wurde diese Befürchtung auch bestätigt.

Ich nahm Cortisonsalbe, jedoch ohne Erfolg. Ich trug Naturjoghurt auf – das war eine riesige Sauerei, aber bewirkte nichts. Apfelessig dagegen trieb mich fast in den Wahnsinn, weil meine Haut nach dem Auftragen so unfassbar heftig juckte, dass ich sie am liebsten abgezogen hätte.

Und dabei hab ich genau das geahnt. Den Gedanken meine schuppigen, teils wunden Stellen mit einer Säure einzureiben, fand ich wenig verlockend. Sowohl Kopf als auch Bauch schlugen Alarm, doch meine Massage-Hebamme überredete mich. Apfelessig habe einen ähnlichen pH-Wert wie die Haut und wenn ich einen Naturtrüben aus kontrolliertem Anbau verwende und mit Wasser verdünne dann sei das optimal zur Pflege geeignet. Mag sein, dass das auf andere Frauen zutrifft, ich fand es furchtbar.

Als ich mit der Essigtinktur auf meinem Körper verteilt wie wild durch die Wohnung lief und nicht wusste wie ich diesen intensiven Drang mich zu scharren unterdrücken sollte, schlug Thomas vor das Ganze abzuwaschen. Mich einfach unter die Dusche zu stellen. Grundsätzlich vielleicht keine schlechte Idee, aber auch warmes Wasser verstärkt meinen Juckreiz immens.

Das ist aus mehreren Gründen ungünstig. Einerseits wäre ich vor der Geburt gerne noch öfter mit meiner Tochter in die Schwimmhalle gefahren, denn im Wochenbett mit Wochenfluss wird das nichts mehr. Doch wenn ich nach 10 Minuten duschen schon wie ein Pustelhaufen aussehe, was passiert dann nach einer Stunde Chlorbad mit mir? Zum anderen habe ich mir extra einen aufblasbaren Pool für die Hausgeburt besorgt (wir besitzen keine Wanne) und entweder bin ich dann so vernebelt vom Schmerz der Wehen, dass ich den Juckreiz nicht spüre oder das Ganze fällt buchstäblich ins Wasser… Außerdem kann ich im Moment nicht auf meine tägliche Dusche verzichten, denn die Schwangerschaftshormone torpedieren die Ausscheidung meiner Körperflüssigkeiten. Und so quäle ich mich jeden Tag aufs Neue, weil ich mich sonst schrecklich ungepflegt fühle.

Eine Sache konnte ich jedoch für mich entdecken, und zwar Olivenöl. Das Olivenöl, welches ich zum Kochen verwende. Klingt vielleicht schräg, aber was meinem Inneren bekommt, wird meinem Äußeren sicherlich nicht schaden. Der Juckreiz lässt sich dadurch zwar nicht reduzieren, doch meine Haut sieht nun wesentlich besser aus.

In den letzten Tagen verzichte ich nämlich auf Duschgel, Cremes und sonstige Pflegeprodukte, weil ich mich nicht zusätzlich mit Chemie belasten wollte. Als ich allerdings große, sehr trockene und teils ekzemartigen Hautstellen erfühlte, musste ich etwas unternehmen.

Mir wurde dafür Olivenöl empfohlen. Es ist geruchsneutral, lässt sich gut verteilen und pflegt den Körper schonend. Stimmt! Es machte meine Haut wieder weich und geschmeidig – rein optisch wirkt es sogar so gut, dass sich der Ausschlag nach dem Einreiben kaum noch erkennen lässt. Das Kribbeln und Jucken spüren ich jedoch mehr als deutlich. Und deswegen wünsche ich mir, dass mich unser Bub allmählich erlöst!

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