Haare färben in der Schwangerschaft

Haare färben in der Schwangerschaft


Du bist schwanger und möchtest während der Schwangerschaft nicht auf das Färben Deiner Haare verzichten? Du bist unsicher und weißt nicht, was genau Du beachten musst und welche Risiken es gibt? Hier findest Du Informationen rund um das Thema “Haare färben in der Schwangerschaft” – was Du lieber nicht tun solltest und welche Alternativen es gibt.

Welche Risiken birgt das Färben der Haare in der Schwangerschaft?

Chemische Färbemittel, auch Oxidationshaarfarben genannt, enthalten aromatische Amine wie P-Phenylendiamin (PPD). Das ist ein künstlich hergestellter Farbstoff und darf lt. deutschem Gesetz nur bis zu zwei Prozent des Produktes ausmachen. Zudem dürfen diese nur zusammen mit Kupplersubstanzen vorkommen. So gesehen gilt PPD eigentlich als gesundheitlich unbedenklich. Allerdings kann PPD Allergien hervorrufen oder sogar Erbmaterial schädigen, wenn keine Kupplersubstanzen enthalten sind. Produkte aus Deutschland werden gut kontrolliert und sollten die Bestimmungen erfüllen. Bei Haarfärbeprodukten aus dem Ausland solltest Du allerdings vorsichtig sein, vor allem in der Schwangerschaft!

Was passiert beim Auftragen des Färbemittels?

  • Dein Körper nimmt giftige Stoffe über die Kopfhaut auf
  • Färbst Du dauerhaft mit chemischen Mitteln, kann eine geringe Menge der giftigen Stoffe in Deinen Blutkreislauf bzw. in Deine Muttermilch geraten
  • Die kindliche Entwicklung könnte negativ beeinflusst werden

Alternativen zu chemischen Färbemitteln

Natürlich musst Du nicht ganz auf das Färben verzichten. Es werden tolle Alternativen zum Haare färben in der Schwangerschaft angeboten, die nicht so aggressiv sind und Dich und Deine Haare trotzdem toll aussehen lassen.

  • Naturprodukte Ein Naturprodukt ist nicht immer gleich ein Naturprodukt! Hier können Rückstände von chemischen Stoffen oder Pestiziden enthalten sein. Achte auf die gute Qualität und die Zusatzstoffe.
  • Hennafarben Auch Hennaprodukte können belastet sein und Erbgut schädigen, wenn sie künstlich hergestellt wurden. Sind sie jedoch traditionell pflanzlich zubereitet worden, kannst Du sie bedenkenlos verwenden
  • Färbeshampoo Färbeshampoos werden meistens in den Farben Kamille, Kastanie und Walnuß angeboten und färben Deine Haare schonend und sanft und sind gesundheitlich völlig unbedenklich
  • Tönen Statt Deine Haare zu färben, kannst Du sie während der Schwangerschaft tönen. Die Farbe ist auswaschbar und wird nur äußerlich aufgenommen.
  • Strähnen Statt das gesamte Kopfhaar zu färben, kannst Du Deine Haare auch einfach nur strähnen. Hier arbeitest Du zwar auch mit ungesunden Stoffe, allerdings in einem reduzierten Umfang.

Haare färben in der Schwangerschaft – Tipps

Egal ob Du schwanger bist oder nicht – zum Haare färben solltest Du immer zum Friseur gehen. Dieser weiß am besten, was Deinen Haaren guttut und berät Dich genau. Wenn Du Deine Haare trotzdem selbst färben möchtest, dann solltest Du folgende Punkte beachten:

  • Allergietest Färbemittel können allergische Reaktionen auslösen. Diese zeigen sich in Form von Juckreiz, Schwellungen oder Rötungen. In Beipackzetteln wird empfohlen, vor dem Färben einen Allergietest an einer unauffälligen Hautstelle zu machen – das ist allerdings nicht zu empfehlen! Mit dem Selbsttest kannst Du das Risiko einer Allergie nämlich zusätzlich erhöhen. Wenn Du Bedenken hast, wende dich vor dem Färben an Deinen Hautarzt!
  • Vermeide Hautkontakt – je weniger, umso besser!
  • Trage beim Färben Gummihandschuhe
  • Halte Dich an die empfohlene Einwirkzeit, lasse das Mittel nicht länger als nötig einwirken
  • Achte darauf, die Farbe gründlich auszuspülen, damit keine Rückstände bleiben

Du hast die Haare schön

Nicht nur Färben macht die Haare schön. Auch Blondieren, eine Dauerwelle und Glätten sorgen für eine tolle Frisur. Aber auch bei diesen Anwendungen ist der Einsatz von chemischen Mitteln wie Formaldehyd,  Ammoniak (Oxidationsmittel) oder Wasserstoffperoxid nötig. Als Schwangere solltest Du darauf verzichten und lieber zum Glätteisen, Lockenstab oder zu Lockenwicklern greifen.

Du darfst nicht vergessen, dass sich Dein Körper während der Schwangerschaft verändert, z. B. durch die Hormonumstellung. Diese findet bis in die Haarspitzen statt und kann die Struktur Deiner Haare verändern. Dadurch kann es passieren, dass Du beim Färben oder Tönen ein ganz anderes Ergebnis erzielst, als Du es eigentlich gewöhnt bist.

Du siehst, das Färben der Haare während der Schwangerschaft ist möglich, aber mit Risiken verbunden. Denke deshalb gut darüber nach, ob es wirklich sein muss. Solltest Du unbedingt Farbe in Deinen Haaren brauchen, ist ein Gang zum Frisör – vor allem in der Schwangerschaft – wirklich ratsam!

Du bist schwanger und möchtest während der Schwangerschaft nicht auf das Färben Deiner Haare verzichten? Du bist unsicher und weißt nicht, was genau Du beachten musst und welche Risiken es gibt? Hier findest Du Informationen rund um das Thema "Haare färben in der Schwangerschaft" - was Du lieber nicht tun solltest und welche Alternativen es gibt. #schwanger #haare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.