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Schwimmen lernen: So klappt es bei Kindern am besten


Schwimmen lernen gehört zu den wichtigen Meilensteinen der Kindheit. Das Meer, ein Pool, ein See oder Fluss. So wunderschön das Wasser auch ist, birgt es einige Gefahren. Vor allem für Menschen, die nicht schwimmen können. Es braucht nur eine kleine Sekunde von Unachtsamkeit und es kann zu einem Unfall kommen, der im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann. Deshalb ist Schwimmen lernen bei Kindern so wichtig. Bei den ganz Kleinen geht es zunächst um Wassergewöhnung. Damit es bei den Größeren klappt, erfahrt Ihr hier, wie man den richtigen Kurs findet.

Es gibt viele Kinder, die auch mit 10 Jahren gar nicht oder nur schlecht schwimmen können. Experten sind sogar der Meinung, dass diese Zahlen in den nächsten Jahren steigen könnten, da Schwimmunterricht an Grundschulen immer seltener wird. 

Schwimmhilfen für die ersten Schwimmversuche

Zu den Schwimmhilfen zählen zum Beispiel Schwimmärmel, Schwimmbretter, Schwimmkissen, Schwimmgürtel oder Schwimmscheiben. Luftmatratzen, aufblasbare Tiere oder Reifen sind keine Schwimmhilfen, sondern Spielzeug. Schwimmhilfen sollen die ersten Schwimmversuche Deines Kindes erleichtern, sie sind aber nicht geeignet, um schwimmen zu lernen.

Schwimmflügel beispielsweise blockieren die Arme und sorgen dafür, dass Dein Kind senkrecht im Wasser steht – für die Wassergewöhnung ist beides in Ordnung, zum Schwimmen lernen aber nicht. Auch bieten Schwimmhilfen keine ausreichende Sicherheit im Wasser. Du solltest Dein Kind auch mit Schwimmhilfe nie unbeobachtet im Wasser alleine lassen. 

Warum sollten Kinder schwimmen lernen?

Schwimmen macht Spaß und ist gesund. Das sind schon einmal 2 sehr gute Gründe, warum Kinder schwimmen lernen sollten. Durch die Bewegung im Wasser können vor allem Kleinkinder ihren Körper noch einmal ganz anders kennenlernen. Sie bewegen sich fast wie schwerelos und können Koordination und Bewegung spielerisch ausprobieren. Schwimmen stärkt außerdem das Immunsystem, fördert den Gleichgewichtssinn und vermittelt Deinem Kind mehr Körpergefühl. 

Neben den ganzen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, ist das Schwimmen lernen der sicherste Schutz vor dem Ertrinken. Es lauern schon in flachen Gewässern große Gefahren. Es nimmt Eltern oft einen großen Teil der Angst, wenn das eigene Kind “endlich” schwimmen kann. 

Ab wann können Kinder schwimmen lernen?

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) empfiehlt, dass Kinder etwa mit 5 Jahren schwimmen lernen sollten. Prinzipiell ist aber niemand zu jung, um schwimmen zu lernen. Es ist wichtig, dass Dein Kind das Schwimmen lernen möchte, bzw. bereit dazu ist. Dazu darf es keine Angst vor dem Wasser haben. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, dass Dein Kind schwimmen lernen kann. Und das ist bei manchen Kindern eher und bei manchen später der Fall. 

Um Deinem Kind das Schwimmen lernen zu erleichtern, solltest Du es schon früher an Wasser gewöhnen. Das heißt, dass Dein Kind zusammen mit einem Erwachsenen im Wasser ist, sich bewegt und spielt. So kann es eine eventuelle Angst vorm Wasser abbauen, bzw. wird es so im besten Falle erst gar keine Angst entwickeln. 

Du solltest dabei auf jeden Fall beachten, dass Du Dein Kind langsam an das Wasser heran führst. Durch Druck und Zwang kann sich die Angst vor Wasser nur verstärken. 

Den richtigen Kurs und Lehrer finden

In Schwimmschulen sind Schwimmkurse für Kinder meist in 3 Altersgruppen unterteilt: 

  1. Babyschwimmen, ab dem 3. Lebensmonat mit mindestens einem Elternteil. Das Ziel ist die Wassergewöhnung.
  2. Kleinkindschwimmen, für Kinder ab 2 Jahren. Das Ziel ist Wassergewöhnung und das Schwimmen von kurzen Strecken.
  3. Kinderschwimmen, für Kinder ab 4 Jahren. Das Ziel ist Wassergewöhnung und das Schwimmen längerer Strecken. 

Vielleicht weißt Du auch nicht, ob Du Deinem Kind das Schwimmen selbst beibringen möchtest oder es zu einem Schwimmkurs anmeldest. Wenn Dein Kind das Schwimmen von Dir lernen soll, ist es wichtig, dass Du Dich selbst sehr sicher im Wasser bewegst und fühlst. Außerdem solltest Du Dir überlegen ob Du die Geduld und die Zeit dafür hast. Es kann durchaus hilfreich sein, das einem Profi zu überlassen.

Mir selbst fällt das schwer, da ich viel Respekt vor Wasser habe. In mir steigt bei dem Gedanken die Angst auf, dass es schlimme Folgen für meinen Sohn haben kann, wenn der Schwimmlehrer oder die Schwimmlehrerin nicht aufpasst. Aber es sind Profis und mein Sohn ist nicht das erste Kind, dem er oder sie das Schwimmen beibringen soll. Mir hat es geholfen, die Schwimmlehrerin meines Sohnes kennenzulernen. Viele Lehrer und Lehrerinnen bieten auch eine Schnupperstunde an, bei der die Eltern dabei sein dürfen. 

4 Kriterien, die Dir helfen, den richtigen Schwimmlehrer zu finden

  • Umgang mit den Kindern: Wie geht der Lehrer / die Lehrerin mit den Kindern um? Werden die Kinder motiviert? Werden klare Anweisungen gegeben? Wie ist der Umgangston?
  • Qualifikation: Besitzt die Lehrkraft ausreichend Qualifikationen, um Schwimmen zu unterrichten?
  • Größe des Kurses: Wie viele Kinder nehmen an dem Kurs teil? Sind es mehr als 8 Kinder? 
  • Dauer des Kurses / Abschluss: Gibt es eine Zielsetzung im Kurs? Ein Kurs sollte mindestens 10-12 Stunden dauern.
 

Wie Dein Kind Schwimmen lernt

Nach der erfolgreichen Wassergewöhnung, kann es mit dem “echten” Schwimmtraining beginnen. Professionelle Schwimmlehrer bieten neben der Sicherheit im Wasser, auch jede Menge Spaß. Sie wissen genau, wie sie Dein Kind spielerisch dazu motivieren können, wichtige Schwimmtechniken zu üben. So könnten sie zum Beispiel Spiele spielen, bei denen Dein Kind sein Gesicht im Wasser versteckt, oder die “tierischen Bewegungen” von Armen und Beinen lernt. Wenn die Bewegungen sitzen, können sie trainiert werden und das Schwimmen lernen kann beginnen.

Bitte beachte, dass Schwimmhilfen, wie Schwimmärmel, oder Schwimmringe nicht dazu geeignet sind, dem Kind Schwimmen beizubringen. Durch die Schwimmhilfen verändert sich die Lage im Wasser und wie sich Dein Kind bewegen kann. Dadurch kann es passieren, dass Dein Kind Bewegungen im Wasser falsch einzuschätzen lernt. Um, zum Beispiel, die Bewegung der Beine zu üben, kann ein Schwimmbrett benutzt werden. Aber bitte niemals ohne Aufsicht!

Wie lange dauert es, bis Dein Kind schwimmen kann

Jedes Kind ist natürlich ganz unterschiedlich. Als Beispiel rechnet der DLRG bei einem 8 jährigen Kind, dass es mindestens 30 Unterrichtseinheiten, je 45 Minuten, braucht, um richtig und sicher schwimmen zu lernen. Jünger Kinder brauchen unter Umständen mehr. 

Aufsicht nicht vergessen

Auch wenn Dein Kind dann Schwimmen kann, solltest Du es noch nicht aus den Augen lassen. Denn auch wenn es schwimmen kann, dauert es nach dem Schwimmen lernen noch eine ganze Weile, bis Dein Kind wirklich wassersicher ist. Gerade jüngere Kinder können ihre eigene Kraft und Ausdauer noch schlecht einschätzen.

Es gibt noch mehr Dinge, die Du unbedingt beachten solltest, wenn Du mit Deinem Kind schwimmen gehst. 

Außerdem solltest Du (wenn möglich) in jeder Jahreszeit schwimmen und nicht nur im Sommer, wenn die Seen dafür warm genug sind. 

Kann Dein Kind schon schwimmen? Wie hat es das Schwimmen gelernt? Teile Deine Erfahrung mit uns in den Kommentaren. 

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