babynamen verraten oder nicht, babynamen geheim halten, babynamen vorher verraten, vor geburt namen verraten verkünden ja oder nein

Soll ich den Babynamen vorher verraten – oder lieber nicht?


Eine der meist gestellten Fragen während der Schwangerschaft dreht sich um den Babynamen. Noch bevor überhaupt ein Bäuchlein zu sehen ist, wollen Angehörige und Freunde wissen, wie der Nachwuchs heißen wird. Es scheiden sich allerdings die Geister, ob man den Babynamen verraten soll oder nicht. 

Babynamen verraten? 7 Gründe, warum Du das nicht tun solltest

Ich gehöre zu der Fraktion, die den Babynamen vor der Entbindung nicht verraten hat. Das liegt in meinem Fall nicht an Geheimniskrämerei, sondern daran, dass wir uns einfach nicht für einen Namen entscheiden konnten. 

1. Babynamen verraten bringt Unglück

Im Mittelalter war es gängige Praxis, den Vornamen des Nachwuchses erst bei der Taufe zu veröffentlichen. In anderen Kulturen bringt es sogar Unglück, wenn der Babyname zu früh verraten wird. So gibt man in China teilweise noch heute vor Entbindung falsche Babynamen an, um böse Geister in die Irre zu führen.

Dass Paare in unseren Breitengraden sich bedeckt halten, hat meistens andere Gründe – aber eine gute Ausrede ist es schon, oder?

2. Babynamen verraten provoziert unerwünschte Kommentare 

Wer hat es nicht schon erlebt? Eine Schwangere enthüllt den Babynamen – und sofort entsteht eine heiße Diskussion. Alles und jeder möchte seine persönliche Meinung zu und Erfahrung mit dem Namen preisgeben. Einige Zeitgenossen scheinen persönliche Freude dabei zu empfinden, Babynamen madig zu machen.

Eltern wollen, dass der Nachwuchs den eigenen Namen mag und voller Stolz durchs Leben trägt. Wenn die Verwandtschaft oder der Freundeskreis direkt ablehnend auf den Namen reagiert, dann kann dies die Entscheidung der werdenden Eltern stark beeinflussen. Paare, die sich nicht verunsichern lassen wollen, behalten deshalb ihren Entschluss gerne für sich. Wie Du den richtigen Babynamen findest, erklärt Dir Sandra in einem ausführlichen Artikel.  

3. Geheimer Babyname bringt Entscheidungsfreiheit 

Ist der Name des Nachwuchses erst einmal publik, dann lässt er sich nur noch schwer ändern. Behalte Deinen Favoriten lieber für Dich, wenn Du Dir die Freiheit, vielleicht doch noch in letzter Sekunde einen anderen Namen zu wählen, nicht nehmen lassen möchtest.

4. Copyright “Deines” Babynamens

Es sind Freundinnen, Kolleginnen und Bekannte ebenfalls schwanger? Deren Geburtstermin liegt vor Deinem? Dann willst Du möglicherweise Deinen Wunschnamen lieber nicht verraten. Sonst besteht die Gefahr, dass eine andere Mutter den gleichen Vornamen für ihr Baby wählt. Mit der Exklusivität Deines Namens wäre es dann vorbei.  

5. Babynamen verraten zerstört den Überraschungseffekt 

Viele Paare möchten den Namen erst nach der Entbindung bekannt geben. Sie warten damit, weil sie Familie und Freunde überraschen wollen. Gleichzeitig wird auch häufig das Geschlecht nicht verraten. Manche Eltern wollen dieses sogar selbst nicht wissen, andere wollen einfach die freudige Nachricht umso größer gestalten.  

6. Was, wenn der Name nicht zum Baby passt?

Eltern wünschen sich, dass der Name optimal zum Baby passt. Um das festzustellen, reicht häufig der Blick aufs Ultraschallbild nicht aus. Manche Eltern sind sich sicher: Man muss den Sprössling in natura sehen, damit man den Namen festlegen kann.

Übrigens darfst Du rein rechtlich Deinen Nachwuchs sogar noch einige Zeit kennenlernen, bis zu Du Dich für einen Namen entscheidest. Laut § 18 Personenstandsgesetz (PStG) muss die Geburtsanzeige innerhalb von sieben Tagen nach Entbindung . Im Falle einer Krankenhausgeburt übernimmt diesen Service häufig die Verwaltung. Solltest Du Dich in den ersten Tagen noch nicht für einen Vornamen festlegen wollen oder können, dann darfst Du die entsprechende Angabe aussparen.  

Du erhältst ohne Babynamen lediglich eine Geburtsbescheinigung anstatt einer Geburtsurkunde. Bis maximal einen Monat nach Entbindung hast Du Zeit, den Namen des Babys Deinem zuständigen Standesamt mitzuteilen.  

7. Kein gemeinsamer Nenner

Es gibt Fälle, in denen sich die werdenden Eltern über einen Babynamen nicht einig sind. Dann können sie logischerweise den Vornamen auch nicht verraten. Meistens fällt die Entscheidung kurze Zeit nach der Geburt dann doch. Sollte die Einigung allerdings nicht erfolgen, dann greift spätestens einen Monat nach der Entbindung das Familiengericht ein. Der jeweilige Richter bestimmt, welcher Elternteil dem Baby den Namen geben darf.  

4 Gründe, den Babynamen vor Entbindung zu verraten 

Beim Thema Babynamen gibt es kein richtig oder falsch. Es existieren mindestens genauso viele Eltern, die gerne den Vornamen des Sprösslings verraten, wie solche, die schweigen. Warum teilen werdende Mütter und Väter den Babynamen gerne mit? 

Babynamen verraten – und das Nachfragen hat ein Ende

Wer der nervigen Fragerei nach dem Babynamen ein Ende setzen möchte, der teilt ihn eben im Familien- und Freundeskreis mit. Danach ist das Thema erledigt. Natürlich besteht auch die Option, den Namen in den sozialen Medien einem großen Publikum zu offenbaren, allerdings könnten sich enge Angehörige und Freunde dadurch vor den Kopf gestoßen fühlen. Bevor Du auf Facebook, Instagram und Co. das Geheimnis lüftest, verrate den Babynamen lieber zuerst persönlich – aus Respekt vor den wichtigsten Menschen in Deinem Leben. 

Babynamen vorher verraten – und niemand erfährt Ausgrenzung  

Wer auf die Nachfrage nach dem Namen mit Schweigen oder Geheimnistuerei reagiert, verärgert häufig sein Umfeld. Freunde und Familienangehörige fühlen sich ausgeschlossen und reagieren sogar verletzt. Verrätst Du den Babynamen Deinen Eltern, Schwiegereltern etc., dann fühlen sie sich mehr in die Schwangerschaft involviert. Sie können direkt unter Verwendung des zukünftigen Vornamens über das Baby sprechen, selbst dann, wenn es noch im Bauch ist.  

Babynamen verraten kann auch positives Feedback hervorbringen

Ich gebe es zu, der Name Hippolyta stand sehr weit oben auf unserer Favoriten-Liste. Warum wir uns schlussendlich doch dagegen entschieden haben, war die Reaktion aus unserem direkten Umfeld. Niemand wusste, wie man den Namen schreibt. Keiner konnte sich diesen Babynamen merken. Außerdem wurde der Spitzname “Hippo” in die Diskussion geworfen. Hippo assoziiert man eher mit weniger attraktiven Eigenschaften wie Fettleibigkeit und Faulheit. Somit fiel der Name schlussendlich doch aus dem Rennen.  

Auch wenn Feedback nicht immer positiv ausfällt, kann es Dir dennoch eine Hilfe bei der Namenswahl sein. Wir wollen unseren Kindern keine Probleme mit dem Vornamen machen. Sie sollen später nicht permanent ihren Namen buchstabieren müssen oder unwürdige Spitznamen ernten. Wenn Du die Favoriten-Namen vorab erzählst, dann bekommst Du direkte Rückmeldung und kannst bei überwiegend negativem Feedback nochmal umentscheiden.  

Personalisierte Geschenke – aber nur, wenn der Babyname verraten wird

Wie entzückend sind Strampler, Schnullerketten und ein Untersuchungsheftumschlag, wenn sie mit dem Vornamen des neuen Erdenbürgers versehen sind? Personalisierte Geschenke erleben, gerade bei Geburten, einen großen Boom. Weil die Herstellung von Produkten mit dem Namenszug oft einige Tage benötigt, ist es hilfreich, den Vornamen bereits im Vorfeld zu wissen. So können Großeltern, zukünftige Taufpaten und die Nachbarn vorab Lätzchen, Schmusetücher und Nachtlichter mit dem Babynamen in Auftrag geben.  

Wann solltest Du den Namen Deines Babys verraten? 

Die Schwanger- und Elternschaft ist eine Zeit, in der wir wieder lernen dürfen auf unser Bauchgefühl zu hören. Wir wissen nämlich instinktiv, was für uns richtig und falsch ist. Nutze diese Intuition auch für die Veröffentlichung des Babynamens. Wenn Du denkst, dass Du Deine Eltern und Freunde einweihen möchtest, dann mache es. Falls Du das süße Geheimnis lieber für Dich behältst, dann ist das ebenfalls völlig legitim. 

Hast Du den Babynamen vorher verraten oder lieber geheim gehalten? Wie hat Dein Umfeld reagiert? Wir sind gespannt auf Deinen Kommentar!

Ein Kommentar zu Soll ich den Babynamen vorher verraten – oder lieber nicht?

  1. Wir haben den Vornamen nicht vorher verraten. Zum einen lag es daran, dass wir uns selbst nur zu 99 % sicher waren und dann erst nach der Entbindung entschieden haben, doch der Name passt. Wir wollten aber vorher auch keine Diskussionen darüber entbrennen oder uns ggf. den Namen schlecht reden lassen. Beim zweiten Kind werden wir es genauso handhaben. Die Überraschung ist dann auch umso größer und man kann vorher die Familie in ein Ratespiel integrieren, wie es denn vielleicht heißen wird.

    Liebe Grüße
    Lara

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.