Babynahrung

Welche Babynahrung ist die Beste? – Säuglingsmilch im Überblick


Frischgebackene Mamas, die nicht stillen können oder wollen, haben die Qual der Wahl zwischen verschiedener Babynahrung. Sie müssen sich nicht nur zwischen Hipp, Alete, Humana und Co. entscheiden, sondern auch zwischen Pre-Milch, 1er-Milch, HA-Milch, Milch mit LCP-Zusätzen, Bauchweh-Milch und vielen weiteren Varianten. Viele Mamas (und natürlich auch Papas), die zum ersten Mal vor den Regalen für Babynahrung im Drogeriemarkt stehen, sind angesichts der Fülle des Angebotes überfordert. Hier bekommst Du einen Überblick über die gängigsten Produkte.

Pre-Milch als Babynahrung

Auf der Packung findet sich der Zusatz “Pre”. Diese Babynahrung kommt der Muttermilch am nächsten, da sie ihr in puncto Fett-, Eiweiß- und Mineralstoffgehalt stark gleicht. Man spricht in diesem Zusammenhang von „adaptiert“. Als einziges Kohlenhydrat enthält sie den wenig süßen, verdauungsfördernden Milchzucker (Lactose). Dein Baby kann Pre-Milch von Geburt an erhalten und davon trinken so oft und viel es möchte. Bei den meisten Neugeborenen sind das fünf bis sechs Fläschchen pro Tag. Manche Produkte enthalten spezielle mehrfach ungesättigte Fettsäuren (“LCP” oder “LC-PUFA”). Sie sind in ähnlicher Form auch in der Muttermilch vorhanden.

1er-Milch als Babynahrung

Auf der Packung steht die Ziffer “1”. Das hier enthaltene Milcheiweiß ist im Gegensatz zu Pre-Nahrung nicht komplett dem Muttermilcheiweiß angepasst. 1er-Milch ist etwas dickflüssiger als Pre-Milch, da sie neben Milchzucker auch Stärke und andere Kohlenhydrate enthält. Stärke bewirkt, dass die Milch länger im Magen bleibt als Pre-Milch. 1er-Milch sättigt also etwas stärker. 1er-Nahrung kann Dein Baby theoretisch von Anfang an und das ganze Flaschenalter hindurch bekommen. Wegen der schneller erreichten Sättigung solltest Du hier die Dosierungsempfehlungen möglichst genau beachten.

Das empfehlen Ärzte und Hebammen

Stillen ist ganz klar die erste Wahl. Hier sind sich Kinderärzte und Hebammen einig. Muttermilch ist in Sachen Zusammensetzung optimal an die Bedürfnisse Deines Babys angepasst. Kannst oder willst Du nicht stillen, empfehlen die Fachleute häufig Pre-Milch als Babynahrung, da sie der Muttermilch am ähnlichsten ist. Für allergie-gefährdete Babys, die nicht gestillt werden können, ist HA-Milch gut geeignet. Wenn Dein Baby mit seiner Pre-Nahrung oder HA-Milch gut zurecht kommt, besteht kein ernährungsphysiologischer Grund, im ersten Lebensjahr eine Folgemilch zu geben.

2er-Milch als Babynahrung

2er-Milch kann als Babynahrung etwa ab dem sechsten Lebensmonat gefüttert werden und wird auch Folgenahrung genannt. Den Nährstoffbedarf des Babys kann 2er-Milch nicht allein decken. Parallel wird jetzt Brei gefüttert. In der 2er-Milch ist im Vergleich zu Pre-Milch und 1er-Milch das enthaltene Milcheiweiß nicht angepasst. Außerdem enthält Folgemilch mehr Stärke als 1er-Milch und manchmal auch künstliche Aromen.

3er-Milch als Babynahrung

3er-Milch wird auch als Kindermilch oder Juniormilchnahrung bezeichnet. Sie wird für Babys ab acht Monaten angeboten. Ihr hoher Stärkegehalt macht 3er-Milch besonders dickflüssig und sämig. Deshalb werden dafür auch spezielle Breisauger benötigt. Diese Folgemilch gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, manchmal auch angereichert mit Getreideflocken oder mit größeren Mengen an künstlichen Aromen und Kristallzucker. Deshalb gilt hier: Unbedingt auf die Zusammensetzung achten!

HA-Milch

HA steht für hypoallergen. HA-Milch ist in den Varianten Pre, 1 und 2 erhältlich und für allergie-gefährdete Kinder geeignet, bei denen ein oder beide Elternteile bzw. Geschwister Allergien haben und Stillen nicht möglich ist. Bei HA-Milch wird das Milcheiweiß in so kleine Eiweißbausteine aufgespalten, dass der Körper des Babys diese nicht mehr so leicht als fremdes Eiweiß erkennt. Daher wird diese Milchnahrung auch als „antigenarm“ bezeichnet.

Wenn Du Dich dafür entschieden hast, Deinem Baby Pre-Milch oder 1er-Milch zu geben, kann bei der Wahl der Marke ein Test von Ökotest aus dem Jahr 2016 helfen. Aus ihm geht allerdings auch hervor, dass viele Milchnahrungen Fettschadstoffe und Chloratrückstände enthalten, die hoch dosiert schädlich seien können.

Bauchweh-Milch

Hat Dein Baby Verdauungsprobleme, gibt es auch spezielle Milchnahrungen. Verdauungsstörungen haben oft eine vorübergehende Milchzuckerunverträglichkeit als Ursache. Im Handel gibt es dafür milchzuckerfreie und zuckerreduzierte Nahrungen sowie Milchnahrung auf Sojabasis.

2 Kommentare zu “Welche Babynahrung ist die Beste? – Säuglingsmilch im Überblick

  1. “Welche Säuglingsnahrung ist die Beste?- Babynahrung im Überblick”

    MUTTERMILCH!
    Oder eine andere Überschrift, die geeignet ist, darzustellen, dass es in dem Artikel um das Vorstellen der verschiedenen ERSATZnahrungsprodukte geht! Aber “Welche Babynahrung ist die Beste?” Und dann darunter ein Foto mit einem armen Neugeborenen, was an einer Plastikflasche nuckelt, ist eine ganz ganz schlechte Botschaft!!!

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