Baby Flaschen sterilisieren

Babyflaschen sterilisieren: Kochtopf, Vaporisator oder Mikrowelle?


Du stillst nicht und Dein Baby bekommt stattdessen die Flasche? Dann musst Du neben dem Reinigen der Fläschchen und des Zubehörs zusätzlich sterilisieren. Nach dem Sterilisationsvorgang sind Flaschen, Schraubringe, Sauger und Co wieder einsatzbereit. Hier erfährst Du, welche Möglichkeiten es gibt, Babyflaschen zu sterilisieren, was deren Vor- und Nachteile sind und weshalb das Sterilisieren überhaupt notwendig ist.

Warum sollte man nicht nur reinigen sondern auch sterilisieren?

Babyflaschen, Zubehör und Schnuller einfach nur zu reinigen reicht leider nicht aus – egal wie gründlich Du das machst. Der Grund: Das Immunsystem deines Babys ist noch nicht vollständig ausgereift. An einem Magen-Darm-Infekt zu erkranken, kann gerade für kleinere Babys gefährlich werden. In der Teeflasche, im Sauger oder auch am Schnuller bilden sich leicht Keime. Besonders hoch ist die Keimzahl bei den Milchfläschchen. Indem Du Flaschen und Zubehör reinigst, reduzierst Du die Keime. Vollständig entfernen kannst Du sie jedoch nur, indem Du Flaschen und Co auch sterilisierst.

Sterilisieren / Desinfizieren: Das ist der Unterschied
Eine Desinfektion reduziert die Anzahl krankheitserregender Keime. Wird dagegen sterilisiert, werden Keime nicht nur reduziert sondern komplett entfernt.

So kannst Du Babyflaschen sterilisieren:

Abkochen im Kochtopf

Das Abkochen der Babyflaschen und Sauger ist der Klassiker unter den Sterilisier-Methoden. Dazu benötigst du lediglich einen großen Kochtopf und Wasser. Flaschen und Zubehör werden in zur Hälfte mit Wasser gefüllten Topf gegeben. Bei geschlossenem Deckel wird der Topf jetzt zum Kochen gebracht. Nach einer Kochzeit von 10 Minuten sind Flaschen, Sauger, Zubehör und Schnuller entkeimt. Nach dem Abkochen gießt Du das Wasser ab oder „fischst“ mit Hilfe einer Grillzange Flaschen und Co aus dem Topf. Vorteil dieser Methode: Du brauchst keine zusätzlichen Anschaffungen tätigen. Nachteil: Es besteht Verbrennungsgefahr während des Abgießens und Du kannst den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen. Ein weiterer Nachteil: Das Zubehör muss nach dem Auskochen nicht nur getrocknet werden sondern vorher auch noch unter klarem Wasser abgespült werden. Verzichtest Du darauf, bilden sich schnell Kalkspuren auf dem Zubehör.

Nutzung eines elektrischen Sterilisators / Vaporisators

Der Sterilisator (auch Vaporisator genannt) funktioniert elektrisch und arbeitet mit heißem Dampf. In das Gerät wird zunächst etwas Wasser gefüllt. Anschließend werden Flaschen, Zubehör und Schnuller in einen Einsatz gelegt und der Vaporisator wird eingeschaltet. Bei 100 Grad verdampft das Wasser. Dabei werden alle Keime abgetötet. Vorteil des Vaporisators: Er schaltet automatisch im Gegensatz zum Kochtopf automatisch ab. Weswegen man sich während des Sterilsierens auch mal die Küche verlassen kann. Außerdem praktisch: Bleibt der Deckel des Sterilisators geschlossen, bleiben die Fläschchen bis zu 24 Stunden steril.

Babyflaschen sterilisieren in der Mikrowelle

Wenn Du eine Mikrowelle in der Küche hast, kommt unter Umständen das Sterilisieren in der Mikrowelle in Frage. Nach dem Reinigen der Flaschen und des Zubehörs wird alles in einen speziellen Vaporistor gefüllt und anschließend in der Mikrowelle für 90 Sekunden erhitzt. Vorteil 1: Das Sterilisieren geht extrem schnell. Vorteil 2: Mikrowellen-Sterilisatoren sind preiswerter als elektrische Vaporisatoren. Nachteil 1: Der Mikrowellen-Vaporisator fasst nur wenige Flaschen und Zubehör. Nachteil 2: Du brauchst das richtige Zubehör.

 

Sale

Achte deshalb unbedingt auf die Angaben des Herstellers. Nicht jede Flasche / jeder Kunststoff ist mikrowellengeeignet!

Babyflaschen sterilisieren: Wie lange muss das sein?

Etwa ab dem 7. Lebensmonat kannst Du das Sterilisieren herunterfahren. Erstens ist das Immunsystem jetzt ausgereift und zweitens kannst Du mit Mobilwerden Deines Kindes auch nicht mehr sicherstellen, dass alles steril ist, was es in den Mund nimmt. Es genügt jetzt, einmal am Tag zu sterilisieren. Gründliches Reinigen ist natürlich trotzdem angezeigt.


Tipp: Bei Schnullern auch nach dem 7. Lebensmonat noch regelmäßig weiter sterilisieren.


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