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Coronavirus in der Schwangerschaft: Alles, was Du jetzt wissen musst!


Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 beschäftigt zur Zeit die ganze Welt. Wenn Du gerade schwanger bist, machst Du Dir wahrscheinlich zusätzliche Sorgen um Dein ungeborenes Baby. Während Wissenschaftler und Ärzte das neue Virus noch erforschen, möchten wir Dich darüber informieren, was Du jetzt über das Coronavirus in der Schwangerschaft wissen musst.

Sind Schwangere besonders gefährdet?

Wie es zum aktuellen Zeitpunkt aussieht, sind Schwangere nicht besonders empfänglich für das Coronavirus SARS-CoV-2. Bei Grippeviren (Influenza) ist die Lage anders: Ärzte empfehlen Schwangeren sich gegen Influenza impfen zu lassen, da sie ein erhöhtes Risiko haben, an einer Grippe zu erkranken.

Bisher sieht es auch so aus, dass sich das Coronavirus SARS-CoV-2 nicht auf das ungeborene Baby überträgt. In China hat eine infizierte Mutter ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. Das Neugeborene wurde zwar 30 Stunden nach der Geburt positiv getestet, die Ärzte gehen aber davon aus, dass es sich nach der Geburt bei seiner Mutter per Tröpfchen-Infektion angesteckt hat.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Forschungen zur Ausbreitung des Coronavirus finden derzeit weltweit statt. Das SARS-CoV-2 Virus kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt über die Schleimhäute geschehen oder auch über Hände, die dann mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Berührung kommen.

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung ist eine Infektion über andere Wege, wie beispielsweise über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch importiertes Spielzeug, bisher nicht bekannt. Auch für andere Coronaviren gibt es keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 über Oberflächen wie z.B. importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint daher unwahrscheinlich.

Wie schütze ich mich in der Schwangerschaft?

Vor der Übertragung des Coronavirus schützt man sich wie vor anderen Atemwegserkrankungen und Influenza auch. Aktuell gelten vom Bundesministerium für Gesundheit die gleichen Hygiene-Empfehlungen wie bei einer Grippewelle:

  • Saubere Hände! Häufiges und gründliches Händewaschen ist und bleibt das A und O. Mindestens 20 Sekunden lang mit Seife und warmem Wasser die Hände reinigen.
  • Nicht berühren! Gesundheit vor Höflichkeit: auf Händeschütteln und andere Berührungen solltest Du verzichten.
  • Abstand halten! Wenn jemand hustet oder niest, versuche größtmöglichen Abstand zu dieser Person zu halten.
  • Richtig niesen! Am besten niest man in ein Papiertaschentuch, das man danach entsorgt – oder in die Armbeuge, wenn kein Taschentuch zur Hand ist. Auf die sogenannte Hust- und Nies-Etikette sollte immer geachtet werden.

Das Tragen eines Mundschutzes gehört übrigens nicht zu den allgemeinen Schutz-Empfehlungen. Solche Masken können zum Schutze anderer von Grippekranken getragen werden, jedoch schützen sie von außen sehr schlecht. Eventuell verringern sie den häufigen Griff an Mund und Nase und können so vor der Schmierinfektion schützen. Wenn jedoch eine andere Person aus unter 2 m Entfernung hustet oder niest, kann das ein Mundschutz nicht abwehren.

Weitere Tipps zum Schutz vor Ansteckung

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, meidet größere Menschenansammlungen. Großveranstaltungen, Shoppingzentren, Innenstädte, Züge: hier treffen viele unterschiedliche Menschen aufeinander. Einkaufswagen, Türgriffe, Rolltreppen & Co. werden von unzähligen Leuten angefasst. Wir haben einige Tipps zur Vorsichtsmaßnahme für Dich gesammelt, wie Du das Risiko einer Ansteckung reduzieren kannst:

  • Tabuzone Gesicht: Mit ungewaschenen Händen solltest Du Dir nicht ins Gesicht fassen und vor allen Dingen Augen, Mund und Nase nicht berühren.
  • Desinfektionstücher: unterwegs kannst Du mit solchen Tüchern gründlich Hände und Oberflächen, wie bspw. Türgriffe, Toiletten und Einkaufswagen, reinigen.
  • Offene Wunden sollten immer mit einem Pflaster oder Verband geschützt werden, damit keine Viren eindringen können.
  • Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit frischem Obst und Gemüse. Wenn der Körper mit Vitaminen versorgt ist, haben es Viren schwerer.
  • Online-Shopping: wer im Internet bestellt, vermeidet den Kontakt mit vielen fremden Menschen.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt Menschen, die an akuten Atemwegserkrankungen leiden, generell lieber zuhause zu bleiben. In erster Linie um sich selbst zu schonen, aber auch, um andere vor einer Ansteckung zu schützen. Weitere Tipps zum Schutz vor Infektionen findest Du auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Woran erkenne ich, ob ich das Coronavirus habe?

Laut World Health Organisation WHO führt eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu folgenden Symptomen:

  • Fieber
  • trockener Husten
  • Abgeschlagenheit

In China hatten einige Patienten auch Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost. Manche Betroffene litten an Übelkeit, einer verstopften Nase und Durchfall.

Die Krankheitssymptome können bis zu 14 Tage nach der Ansteckung auftreten.

Was tun beim Verdacht auf eine Corona-Infektion?

Falls Du Dich in einem Gebiet aufgehalten hast, in dem bereits Erkrankungsfälle mit SARS-CoV-2 bekannt geworden sind und Du innerhalb der nächsten 14 Tage die oben genannten Symptome bei Dir festgestellt hast, wird folgendes empfohlen:

  • Vermeide unnötigen Kontakt zu weiteren Personen.
  • Bleib nach Möglichkeit zu Hause.
  • Kontaktiere Deinen Hausarzt telefonisch und besprich mit ihm das weitere Vorgehen.

Hattest Du Kontakt zu einer Person, die mit dem neuen Coronavirus infiziert ist? Dann wende Dich an Dein zuständiges Gesundheitsamt.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus gibt die BZgA auf infektionsschutz.de. Die aktuellen Risikogebiete kannst Du hier abrufen.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass aktuell kein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit dem neuartigen Coronavirus in der Schwangerschaft besteht. Generell wird empfohlen auf eine gute Händehygiene zu achten, die Husten- und Nies-Etikette sowie mindestens 1 – 2 Meter Abstand zu Erkrankten einzuhalten. Grund zur Panik besteht laut Bundesgesundheitsministerium nicht.

Solltest Du bereits Kinder oder ein Baby haben, haben wir hier alle wichtigen Fakten zum Thema Coronavirus bei Kindern und Babys für Dich zusammengefasst.

Stand: 02.03.2020

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