Darf ich mich vaginal untersuchen

Darf ich mich vaginal untersuchen?


Viele Frauen sind erstaunt, wenn ich nach einer vaginalen Untersuchung erzähle, was ich alles gespürt habe. Oft trauen sie sich selbst nicht.

Was ist eine vaginale Untersuchung und was kann man da tasten?

Als vaginale Untersuchung bezeichnet man ein Abtasten durch die Scheide. Dazu führt der Untersuchende einen oder auch zwei Finger in die Scheide ein. In der Scheide kann man den Gebärmutterhals und den Muttermund tasten, und im späteren Stadium der Schwangerschaft den vorangehenden Teil des Kind, also meist das Köpfchen oder auch den Po, selten mal einen Fuß oder ein Knie. Man kann auch spüren, in welchem Bereich des Beckens sich das Kind schon befindet.

Man  braucht aber schon ein bisschen Übung um das alles genau unterscheiden zu können.

Darf ich mich selbst vaginal untersuchen?

Ja.

Wascht euch davor bitte gründlich die Hände. Manchmal ist es sinnvoll, wenn die Hände noch etwas feucht sind, damit es beim Einführen nicht so unangenehm ist.

Ihr selbst benötigt nicht unbedingt Handschuhe. Wenn Euch die Hebamme oder Euer Frauenarzt untersucht, macht sie/er das um sich vor eventuellen Infektionen zu schützen.

Wenn Ihr in der Schwangerschaft schon etwas fortgeschritten seid, ist es sinnvoll sich an die Kante des Bettes oder eines Stuhles zu setzen oder auch auf die Toilette. Im Liegen kommt man meist nicht mehr am Bauch vorbei.

Um etwas zu tasten müsst Ihr Eure Finger schon relativ weit einführen.

Habt keine Angst: Euer Kind ist durch die Fruchtblase gut geschützt und ihr könnt auch nichts verletzen. Wenn Ihr genauer wissen wollt, wo sich was alles befindet, fragt Eure Hebamme, die wird es Euch sicher genau erklären.

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