Beikost bei Allergierisiko

Empfehlungen zur Beikost bei Kindern mit Allergierisiko


In den letzten Jahren haben sich die Empfehlungen zur Beikost immer wieder verändert. Gerade bei Kindern mit Allergierisiko gab es immer wieder neue Erkenntnisse, von “ganz weglassen” bis zu “auf jeden Fall anbieten”. Hier gilt es, sich nicht verrückt machen zu lassen und folgende Punkte zu beachten.

Wann soll ich mit Beikost anfangen?

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und ein Aufzwingen führt fast nie zum Erfolg. Also, schaut genau, wann Euer Kind bereit ist, feste Nahrung zu sich zu nehmen.

Es wird zudem empfohlen, dass man Beikost nicht vor der 17. Lebenswoche und nicht später als mit 26 Wochen einführen sollte. Dabei ist es egal, ob es eine familiäre Allergiebelastung gibt oder nicht.

Lasst Euer Kind aber selbst mitbestimmen. Die meisten Kinder beginnen ab einem gewissen Alter alles in den Mund zu stecken. Das ist schon mal der Vorläufer zum Essen. Das heißt aber noch lange nicht, dass es gleich auch feste Nahrung essen kann. Auch wenn Euer Kind Euch beim Essen sehr interessiert zuschaut, ist das auch nicht immer ein Zeichen, dass es mitessen möchte.

Wenn allerdings die beiden oben genannten Merkmale auftreten, könnt Ihr ja mal versuchen, ob es der richtige Zeitpunkt ist, indem Ihr es einfach mal mit dem Essen ausprobiert.

Soll ich bestimmte Nahrungsmittel meiden?

Nein.

Selbst wenn in Eurer Familie bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorkommen, ist es nicht notwendig, diese Nahrungsmittel erst später einzuführen, da es keinen Hinweis darauf gibt, dass damit Nahrungsmittelunverträglichkeiten verhindert werden.

Gerade die Nahrungsmittel, die am häufigsten Allergien auslösen (Kuhmilch, Hühnerei, Gluten, Erd- und Baumnüsse, Soja, Fisch und Krustentiere) sollten meiner Meinung nach auf jeden Fall möglichst bald bei eurem Kind auf den Tisch kommen.

Allerdings wird ausdrücklich dazu geraten, dass Kinder auch nach der Einführung der Beikost weiterhin gestillt werden.

 

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