Mein Kind braucht eine Brille

Mein Kind braucht eine Brille – ein Erfahrungsbericht


Als mein jüngster Sohn knapp 2 Jahre alt war, bekam er eine Brille. Wie sein Papa und sein älterer Bruder ist er kurzsichtig. Festgestellt wurde das bei einer Routine-Untersuchung  von unserem Augenarzt. Seit bei meinem Ältesten Kurzsichtigkeit diagnostiziert wurde – er kniff beim Sandmännchen-Schauen immer die Augen zusammen – gehe ich zweimal im Jahr mit meinen drei Kindern zum Augenarzt.

Die Routine-Untersuchungen beim Kinderarzt blieben immer ergebnislos. Allerdings ist der Sehtest dort eine abgespeckte Variante dessen, was der Augenarzt macht. Unser Kinderarzt ist sich dessen bewusst und nachdem  Fehlsichtigkeit bei uns in der Familie liegt, empfahl er uns früh den Gang zum Augenarzt. Die ersten Besuche dort verliefen zum Glück ergebnislos. Doch als mein Großer fast 4 war, konnte er beim Sehtest nur noch mit Gläsern scharf sehen. Meine Tochter sieht nach wie vor gut. Deshalb hatte ich die Hoffnung, dass es bei einer kleinen Brillenschlange in der Familie bleiben würde. Ich hatte mich leider geirrt. Ende 2013 fiel auch mein kleiner Sohn beim Augen-Check durch. Als ich meinem Mann erzählte, dass wir einen weiteren Brillenträger in der Familie haben, war er sehr geknickt. „Junior ist noch keine zwei Jahre alt. Der reißt sich die Brille doch sofort von der Nase“, sagte er. Er selbst bekam mit 4 Jahren seine erste Brille. Kinderbrillen sahen in den Achtzigern noch scheußlich aus und sorgten oft für Hänseleien. Mein Mann hat deshalb äußerst ungute Erinnerungen an seine Brillen aus Kindheitstagen.

Brillen-Tausch in der Kinderkrippe

Zum Glück liegen die 80er weit zurück. Mein Kleiner bekam ein sehr robustes, biegbares Modell mit leichten Gläsern. Die in Hellblau gehaltene Brille wurde schnell ein Teil von ihm und die Hänseleien blieben zum Glück aus. Er war nicht der Einzige in seiner Kinderkrippen-Gruppe, der eine Brille trug. Ein weiterer Junge hatte das gleiche Modell. Nachdem die Jungs es ein oder zweimal schafften, ihre Brillen zu vertauschen, besorgte ich andersfarbige Gespinstbügel – so heißen die Bügel-Enden, die bei Babybrillen um das ganze Ohr herum gelegt werden.

In der vergangenen Woche ist die hellblaue Brille nach zwei Jahren kaputt gegangen. Mein Kleiner ging einen Tag ohne Augengläser in den Kindergarten – was für Irritationen sorgte, weil ihn die anderen Kinder nur mit Brille auf der Nase kennen. Mein Mann ließ währenddessen die ausrangierten Brillen unseres großen Sohnes beim Optiker auf ihre Stärke hin testen. Eine davon hatte die identische Stärke wie die zu Bruch gegangene Brille. Sie ist zwar schon ein bisschen lädiert, muss aber eine Zeit lang als Übergangslösung dienen.

Regelmäßig zum Sehtest

Im November haben die Kinder  den nächsten Augenarzt-Termin. Möglicherweise hat sich die Sehstärke meines Kleinen verändert. Dann braucht er ohnehin eine neue Brille. Auch bei meinem Ältesten wird eventuell eine andere Stärke festgestellt. Sein Gestell ist noch relativ neu. Deshalb bekommt er, wenn es nötig ist, nur neue Gläser. Bei meiner Tochter hoffe ich, dass sie auch dieses Mal ohne Brille davon kommt. Mein Kleiner freut sich schon auf den Besuch beim Augenarzt. Er hat kürzlich beim Optiker die Auslage bewundert. Dort gab es eine coole, rote Kinderbrille mit Rennstreifen auf den Bügeln.

2 Kommentare zu “Mein Kind braucht eine Brille – ein Erfahrungsbericht

  1. Wenn man das Weite nicht sieht also die Augen zukneifen muss, dann ist man aber Kurzsichtig. Weitsichtig wird man meistens im Alter und kann das Nahe nicht mehr erkennen.

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