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Wenn Babys spucken: Wann Du zum Arzt solltest


Speikind = Gedeihkind? Baby spucken ist ein häufiges Thema in der Nachsorge und beschäftigt Eltern gerade in den ersten Wochen. Durch exaktes Nachfragen, verschafft sich die Hebamme ein genaues Bild über das Spuckverhalten eines Kindes, um zu erkennen ob dies krankhaft oder normal ist. Ebenso um Verhaltensweisen beim Stillen/Füttern und im Umgang mit dem Kind zu ermitteln, die ein Spucken oder Erbrechen größerer Mengen möglicherweise fördern.

Nach welchen Kriterien wird das Spucken beurteilt?

Um der Hebamme oder den Kinderarzt das Spucken so genau wie möglich zu beschreiben, sollten die Eltern auf die Häufigkeit, Konsistenz, Farbe, Beimengungen und einen Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme achten. Die Menge ist natürlich auch ein sehr wichtiger Punkt, jedoch für Eltern sehr schwer zu beurteilen, da bereits kleine Mengen Flüssigkeit eine große Fläche in Anspruch nehmen. Im Zweifelsfall sollte man die vollgespuckte Windel oder Bekleidung aufheben und zeigen.

Normales Spuckverhalten

Da das Kind bei der Geburt Fruchtwasser, Schleim und andere Flüssigkeiten verschluckt, ist vielen Kinder in den ersten 2 Lebenstagen wortwörtlich speiübel. Sie spucken und würgen oft in unterschiedlichen Mengen Fruchtwasser und Schleim. Manchmal kann es notwendig sein, dass die Hebamme oder der Arzt das Kind etwas absaugt, um dem Kind die Atmung zu erleichtern. Ansonsten kann man dem Kind nur durch das Lagern etwas helfen, dass es Fruchtwasser und Schleim los wird. Hierzu kann man das Kind längs auf seinen Unterarm legen (der so genannte Fliegergriff), den Kopf eher etwas tiefer gelagert als der Körper und dabei sanft auf den Rücken klopfen. Man sollte sich diese Position vom Fachpersonal in der Klinik oder der betreuenden Hebamme zeigen lassen. Eine andere Möglichkeit ist es, das Kind auf seinen eigenen Bauch auf eine flache Unterlage zu legen. Bitte immer beim Kind stehen bleiben. Nach dem Spucken den Mund abwischen.

Warum spuckt mein Baby?

Die Mündung der Speiseröhre in den Magen, ist durch den so genannten Magenpförtner verschlossen. Bei Babys besteht an dieser Stelle eine Unreife, die aber normal ist, so dass dieser in den ersten Lebensmonaten nicht richtig schließen kann. Da Muttermilch und Säuglingsnahrung dünnflüssig sind, kann diese sehr leicht zurückfließen. Manchmal nehmen Säuglinge auch größere Mengen Nahrung zu sich als notwendig. Durch das Spucken befreien sie sich vom übervollen Magen.

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 Andere Ursachen und was man dagegen tun kann

  • Zu schnelles und hastiges Trinken > Wenn Sie den Eindruck haben, Ihr Kind gehört zu den hastigen Trinkern, sollte das Kind sofort bei den ersten Hungerzeichen gestillt oder gefüttert werden. Hilfreich kann es auch sein, das Baby ein bis zweimal während des Trinkens pausieren zu lassen.
  • Das Kind wird nach dem Trinken zu viel bewegt > Das Kind nicht unnötig viel bewegen. Wickeln Sie Ihr Kind wenn möglich vor dem Trinken.
  • Zu starker Milchfluss beim Stillen, durch den Milcheinschuss oder reichliches Milchangebot > Dem Kind Pausen beim Trinken lassen. Stillposition ändern, zum Beispiel in zurückgelehnter Sitzhaltung stillen.
  • Zu großes Saugerloch in der Flasche > Eine kleinere Saugergröße kaufen, manchmal kann auch ein Teesauger helfen.
  • Den Oberkörper des Kindes nach dem Trinken etwas erhöht lagern, zum Beispiel mit einem kleinen Keilkissen.

Suspektes Spuckverhalten

Hier sollte bitte immer Rücksprache mit der Hebamme oder einen Kinderarzt gehalten werden!

  • Sofortiges Erbrechen jeder Nahrung.
  • Wenn das Kind häufiger explosionsartig, im hohen Bogen erbricht.
  • Dauerhaftes Erbrechen, unabhängig von der Nahrungsaufnahme.
  • Herauslaufenlassen von Speichel und Nahrung.
  • Beimischungen von Blut. (Wenn die Mutter wunde, blutende Brustwarzen hat, kann dies auch das verschluckte Blut sein.)

Man muss zu dem Spuckverhalten auch den Allgemeinzustand und die Gewichtsentwicklung eines Kindes beobachten. Alle Eltern, deren Babys viel spucken und zusätzlich viel schreien, einen gequälten Eindruck machen, nach dem Spucken immer unmittelbar wieder Hunger haben, wenig Urin ausscheiden, Bauchkrämpfe haben oder einen aufgetriebenen Bauch, unnormalen Stuhlgang ausscheiden oder an Gewicht verlieren, müssen Rücksprache mit der Hebamme oder dem Kinderarzt halten.

Speikind = Gedeihkind? Baby spucken ist ein häufiges Thema in der Nachsorge und beschäftigt Eltern gerade in den ersten Wochen. Durch exaktes Nachfragen, verschafft sich die Hebamme ein genaues Bild über das Spuckverhalten eines Kindes, um zu erkennen ob dies krankhaft oder normal ist.

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4 Kommentare zu “Wenn Babys spucken: Wann Du zum Arzt solltest

  1. Guten Tag,

    Mein Kind 14 Tage, hat heute Blut gekotzt. Wir sind natürlich panisch ins Krankenhaus gefahren und er würde sofort untersucht. Nun war der Ultraschall, Urin, Stuhlgang und die Muttermilch in Ordnung. Habe das Gefühl die sind jetzt etwas ratlos. Hat jemand Erfahrung mit sowas, ich komme aus Köln und würde dann gerne mit wo anders Hilfe holen falls die nichts finden. Den ich weiß das Krankenhäuser sehr überlastet sind und die Kontrolle nicht überaus perfekt sein kann. Gerne bezahle ich auch privat.

    1. Hallo liebe Franziska. Eine Ferndiagnose ist uns leider nicht möglich. Wenn Du sicher gehen willst, dass es nichts Schlimmes ist, empfehlen wir Dir auf jeden Fall den Besuch beim Kinderarzt.

      Liebe Grüße.
      Jurate vom Babyartikel.de-Team

  2. Hallo Franziska habe gerade gelesen das dein Baby auch Wasser spuckt? Warst du mal beim Arzt? Hast du was raus bekommen von was das kommt? Meine kleine wird 3 Monate alt und spuckt auch sehr viel Wasser kann sie nicht auf dem Rücken liegen lassen da sie sich oft verschluckt und keine luft bekommt. LG Sabine

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