Woche 39 – Paulines 9-Monats-Update


19.1.2015

Mit dem heutigen Tag ist Pauline 9 Monate alt und auch in der vergangenen Woche hat sich mal wieder einiges getan.

Besuch bei der Kinderärztin

Bei beiden Kindern standen die nächsten regulären Untersuchungen bei der Kinderärztin an.
Bei Pauline wurde der 9-Monats-Check durchgeführt, eine Untersuchung, die zeitlich zwischen U5 und U6 gemacht wird. Größe, Gewicht und Kopfumfang wurden erneut erfasst und die Entwicklung im Gespräch mit den Eltern abgefragt und besprochen. Die Ärztin war mit allem sehr zufrieden. Da sich Pauline inzwischen auch flüssig hin und herdreht und auf dem Bauch im Kreis und rückwärts robbt, ist sie mit ihrer Bewegungsentwicklung auch im normalen Bereich. Das beruhigt mich, denn ab und zu werde ich doch etwas nervös, Mathilda hat sich in dem Alter bereits stehend an unserer Wohnungseinrichtung entlang gehangelt. Mir ist natürlich bewusst, dass jeder Mensch anders ist, sein eigenes Tempo hat, aber ein bisschen vergleicht man dann doch… Beim nächsten Arzttermin ist dann die erste MMRV-Impfung fällig. Da bei dieser Impfung ein Lebendimpfstoff injiziert wird, wartet man damit immer mindestens bis zum elften Lebensmonat. Aber genau wie bei den anderen Impfungen werden wir diese sobald es geht geben lassen, da wir nie sicher sein können, was Mathilda uns aus dem Kindergarten unter Umständen mitbringt.

Mathilda hatte übrigens die U7a, die regulär um den dritten Geburtstag durchgeführt wird. Auch hier werden Größe, Gewicht und Kopfumfang erfasst. Ein kleiner Hörtest wurde gemacht und dann wurden noch einige Dinge abgefragt, unter anderem Ernährung, Sauberkeitserziehung, Zahnpflege und motorische Entwicklung. Abgesehen davon verwickelte unsere Ärztin Mathilda geschickt in ein Gespräch, um auch die sprachliche Entwicklung zu überprüfen. Mathilda taute mehr und mehr auf und als sie der Ärztin erzählte, dass Pauline ein kleiner Quatschkopf ist, meinte sie nur, wenn Mathilda so ein schwieriges Wort sagen kann, muss sie eigentlich gar nichts mehr fragen. In allen Bereichen wurde uns eine prächtige Entwicklung bescheinigt, darauf können wir schon ein bisschen stolz sein, denke ich. Jedenfalls eine schöne Belohnung für all die anstrengenden Nächte, Krankheitszeiten und allgemein für den Aufwand, den wir (gerne) für unsere Kinder betreiben.

Ärger auf dem Wickeltisch

Bei Pauline wird der Aufwand, was das Windelwechseln und Anziehen angeht, gerade immer größer. Das ganze artet oft in eine Art Nahkampf aus… Dabei weiß ich nicht, was sie mehr stört: dass sie auf dem Rücken liegen soll, dass sie eine Windel braucht oder die Anzahl der Sachen, die im Winter nun mal nötig sind. Sie versucht sich ständig zu drehen, hampelt und strampelt wie verrückt und alles was ich ihr zur Ablenkung in die Hand gebe, fliegt in hohem Bogen durch die Luft. Wenn es nicht schnell genug geht, kann sie auch sehr ungemütlich werden und wütend schreien, dass mein Ohr pfeift. Wenn sie dann endlich fertig angezogen ist, bin ich schweißgebadet.

Futterneid

Ähnlichen Stress haben wir nun auch noch beim Essen bekommen. Während das Mittagessen (meist Brei aus dem Gläschen) noch normal abläuft, gibt es bei den anderen Mahlzeiten, bei denen ich nicht mit ihr allein bin, täglich Stress. Ganz besonders dann, wenn Pauline mitbekommt, dass ihre große Schwester etwas anderes isst. Bei Pauline ist die Breimahlzeit dann sofort beendet. Sie dreht ihren Kopf weg und winkt ab, im schlimmeren Fall haut sie ordentlich gegen den Löffel, dass der Brei nur so rumfliegt. Immer öfter bekommt sie von uns nun ein Stückchen Vollkorntoast oder einen Reiscracker, damit gibt sie sich dann auch meistens zufrieden. Manchmal isst sie danach ihren Brei weiter oder sie fängt an auf alles zu deuten, was sie interessant findet und gerne haben möchte. Es ist natürlich schwer, ihr begreiflich zu machen, dass Rohmilchkäse und scharfe Salami noch nichts für sie sind, im schlimmsten Fall muss man mit ihr tatsächlich vom Tisch weggehen, damit sie abgelenkt ist.

Pauline ist kein Flaschenkind

Gestillt wird Pauline immer noch, wobei sich das mit Beikost-Einführung langsam, bis auf wenige Ausnahmen am Nachmittag, auf die nächtlichen Milchmahlzeiten reduziert hat. Einen Anlauf mit Pre-Milch hatte ich nochmal erfolglos gestartet. Nach einem Schluck aus der Flasche weigerte sie sich, mehr zu trinken. Sie wurde richtig wütend und wollte sofort gestillt werden. Ich habe keine Ahnung, ob es an der Flasche oder an der Milch liegt oder an Beidem. Das Gleiche passiert, wenn ich es nachts mit Wasser aus der Flasche versuche. Wie auch immer, längeren Ausgang am Abend kann ich mir unter diesen Umständen jedenfalls (noch) abschminken. Ohne Einschlafstillen bekommt man Pauline nicht ins Bett. Ich kann nur hoffen, dass wir sie irgendwann genauso sanft davon entwöhnen können, wie damals Mathilda. Auch bei ihr war es kein leichter Prozess, inzwischen klappt das Ins-Bett-geh-Ritual (waschen, Zähne putzen, vorlesen, singen) aber ohne Probleme, praktisch jeder könnte sie in den Schlaf begleiten. Ich freue mich schon, wenn man mit beiden Mädels im Bett sitzen, Geschichten erzählen und singen kann, das macht es nochmal leichter und ist für alle ein schöner Tagesabschluss.
Ein neues “Wort” hat Pauline diese Woche immer wieder gesprochen und sich tierisch gefreut, wenn wir das gleiche geantwortet haben: “Aaaiiide”. Mal sehen was nächste Woche alles passiert…

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