Wundsein im Windelbereich


Fast jedes Baby hat mal einen roten, oder sogar wunden Po. Was hilft? Und wie kann dem vorgebeugt werden?

Trocken halten

Am Wichtigsten ist es, den Windelbereich möglichst trocken zu halten, da Feuchtigkeit die Haut angreift und sie so wund macht. Das ist schwierig, da Windeln durch ihren hohen Plastikanteil keine Luft an die Haut lassen und damit ständig ein feucht-warmes Klima herrscht. Gönnt eurem Baby deshalb so oft wie möglich “windelfreie Zeit”.
Es ist vor allem in der kalten Jahreszei, darauf zu achten, dass es nicht zu kalt ist. Also den Oberkörper und die Füße warm einpacken und den Raum heizen. Beim Wickeln ist zu beachten, dass die Haut immer trocken ist, bevor die neue Windel angelegt wird. Dazu kann ein Fön hilfreich sein.

Eine gute Alternative zu herkömmlichen Windeln sind Stoffwindeln. Sie sind hautverträglicher und stoffgewickelte Kinder sind deutlich seltener wund.

Regelmäßiges Wickeln

Eine volle Windel reizt die Haut und ist daher so schnell wie möglich zu entfernen. Es sollte also nach Stuhlgang am besten sofort, ansonsten spätestens alle 4 Stunden, gewickelt werden. Bei größeren Kindern, die Nachts längere Schlafphasen haben, kann abends eine Wundschutzcreme (z.B. Calendula-Babycreme von Weleda oder Windelbalsam von Stadelmann) aufgetragen werden, damit die Haut vor Feuchtigkeit geschützt ist.

Pflegeprodukte vermeiden

Vor allem in den ersten Wochen ist es empfehlenswert keine Pflegeprodukte zu verwenden (Übrigens am ganzen Körper!). Die Babyhaut ist sehr dünn und durchlässig und wird durch die verschiedenen Stoffe (z.B Parfume), die leider in den meisten Babypflege-Produkten enthalten sind, nur unnötig gereizt. Am besten säubert man den Windelbereich mit warmen Wasser und wenn das nicht genügt nimmt man ein naturbelassenes Öl (z.B. Calendulaöl, Mandelöl, Olivenöl) zu Hilfe. Auch Feuchttücher sind in der ersten Zeit zu vermeiden.

Ernährung

Stillende Mütter sollten wenig säurehaltige Lebensmittel zu sich nehmen, oder, wenn das Kind zu einem wunden Po neigt ganz darauf verzichten. Dazu zählen z.B. Zitrusfrüchte, Kiwi, Tomaten, Paprika, Erdbeeren, Weintrauben, Ananas, Chilli

Erste Hilfe bei Wundsein

Wenn der Po schon gerötet/wund ist, sollten die oben beschriebenen Maßnahmen konsequent und verstärkt angewendet werden. Die wunden Stellen können mit Muttermilch behandelt werden. Wahlweise auch mit verdünnter Calendula-Essenz , bei offenen Hautläsionen verdünnter Quecus-Essenz (Achtung: enthalten Alkohol und brennen daher etwas), oder mit Wochenbett-Sitzbad von Stadelmann (Alles in der Apotheke erhältlich).

Ist ein Baby dauerhaft wund im Windelbereich und keine Besserung festzustellen sollte abgeklärt werden ob es sich evtl. um eine Pilzinfektion handelt (Soor), von der meist auch die Mundhöhle befallen ist und die mit Antimyometika behandelt werden muss.

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