Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft

Autsch… Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft


Ab der zweiten Schwangerschaftshälfte klagen viele Frauen über Wadenkrämpfe, vor allem in der Nacht. Dies ist eine schmerzhafte Angelegenheit, die viele werdende Mütter um den Schlaf bringt. Hier möchte ich informieren über die Ursachen, die zu Wadenkrämpfen führen und Tipps geben, die Wadenkrämpfe bekämpfen und vorbeugen.

Warum kommt es zu Wadenkrämpfen in der Schwangerschaft?

Krämpfe der Muskulatur können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Warum sich am häufigsten die Waden mit Muskelkrämpfen herumschlagen müssen, ist noch immer nicht sicher geklärt. In der Schwangerschaft ist die häufigste Ursache für Wadenkrämpfe ein Mangel an Mineralstoffen.

Nerven brauchen Mineralstoffe, um Signale an die Muskelfasern weiterzuleiten, die sich daraufhin zusammenziehen oder entspannen. Bei Schwangeren kommt es durch verstärktes Schwitzen und häufigen Harndrang, oft zu einer Verschiebung des Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushaltes.

Magnesium ist für die Entspannung der Muskulatur zuständig, daher liegt die Ursache von Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft meist an einem latenten Magnesiummangel.

Förderlich für Wadenkrämpfe können folgende Ursachen sein:

  • Ungünstige Schlafposition: vor allem wenn die Füße in der Nacht über längere Zeit überstreckt werden
  • Durchblutungsstörungen: durch Bewegungsmangel oder unzureichender Flüssigkeitszufuhr
  • eingeklemmter Nerv
  • Überbelastung der Muskulatur: Hier können Sport, zu langes Laufen oder Stehen, aber auch zu enge oder hohe Schuhe verantwortlich sein

Was kann ich tun, um Wadenkrämpfen vorzubeugen?

Ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen

Von Beginn der Schwangerschaft sollte auf eine bewusste, gesunde und vielseitige Ernährung geachtet werden. Liegt ein leichter Magnesiummangel vor, kann man diesen oft mit magnesiumreicher Ernährung ausgleichen. Magnesiumreiche Lebensmittel sind folgende:

  • Vollkornreis, Vollkornnudeln, Vollkornbrot
  • Nüsse (Mandeln, Haselnüsse, Walnuss), Hülsenfrüchte, Kürbiskerne
  • Bananen, Kiwis, Ananas
  • Spinat, Mais, Kohlrabi

Ganz wichtig: viel trinken! Mineralwasser gehört zu einer wichtigen Magnesiumquelle und hilft bei dem Transport der Mineralstoffe im Körper.

Bei einem starken Magnesiummangel, kann man auch Magnesiumpräparate zu sich nehmen. Dies sollte jedoch vorher mit der Hebamme oder dem Frauenarzt besprochen werden. Bei einer längeren oder hochdosierten Einnahmezeit von Magnesiumpräparaten, kann Durchfall als Nebenwirkung entstehen.

Durchblutung der Muskulatur fördern

  • durch regelmäßige leichte Bewegung wie zum Beispiel Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen oder Yoga kann man die Durchblutung im Körper anregen
  • Wechselduschen oder Massagen, zum Beispiel mit Roßkastanienextrakt, können Krämpfe vorbeugen
  • zu langes Sitzen sollte vermieden werden, vor allem sollten die Beine dabei nicht übereinander geschlagen werden
  • in den Ruhephasen sollten die Beine hoch gelegt werden um die Beine zu entlasten

Dehnung der Muskulatur

Regelmäßiges Dehnen der Wadenmuskulatur durch Streckung des Kniegelenks bei gleichzeitiger Beugung des Fußes kann ebenfalls helfen, Wadenkrämpfe vorzubeugen.

Was kann ich bei einem akuten Wadenkrampf tun?

Manchmal löst sich ein Wadenkrampf nur schwer, dann kann es hilfreich sein, die Wade zu dehnen, umherzulaufen oder zu massieren. Nach einem Wadenkrampf sollte die Wade auf jeden Fall massiert werden (am besten mit Roßkastanienextrakt), um einen unangenehmen Muskelkater für den nächsten Tag zu verhindern.

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft lassen sich durch die genannten Tipps leicht selbst behandeln. Sollten Wadenkrämpfe aber gehäuft auftreten oder durch die Tipps nicht besser werden, sollte man immer seine Hebamme oder seinen Frauenarzt aufsuchen und zu Rate ziehen. Manchmal kann ein zu spät erkannter oder behandelter Magnesiummangel auch zu vorzeitigen Wehen führen. Treten Krämpfe häufiger nur in einem Bein auf, dies zusätzlich anschwillt oder sich rötet, muss ebenfalls dringen ein Arzt aufgesucht werden. Hier kann eine Venenentzündung oder in seltenen Fällen eine Thrombose vorliegen.

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