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Baby 1 x 1: Fläschchen geben

Der richtige Sauger, eine bekömmliche Säuglingsmilch und eine entspannte Atmosphäre. Das sind die wichtigsten Voraussetzungen, um Dein Baby mit der Flasche zu ernähren. Erfahre jetzt, was Du beim Fläschchengeben außerdem noch beachten solltest.

Das Fläschchen zubereiten

Wenn Du nicht stillen kannst oder möchtest, ist Säuglingsmilchnahrung eine gute Alternative zur Muttermilch.

Bei der Zubereitung der Milchflasche solltest Du unbedingt folgende Tipps beherzigen:

  • Lies die Anleitung bzw. Aufschrift auf der Fertigmilch-Packung: Je nach Marke und Sorte wird das Fläschchen unterschiedlich zubereitet. Die meisten Milchnahrungen müssen mit 40 bis 60 Grad warmem Wasser aufgekocht werden. Andere Sorten unter Umständen heißer.
  • Das Wasser: Nutze immer abgekochtes Wasser oder Wasser, das für die Herstellung von Säuglingsnahrung geeignet ist. Diesen Hinweis findest Du auf der Mineralwasserflasche.
  • Die Pulvermenge: Auf der Außenseite der Packung ist eine Tabelle aufgedruckt. Bereite das Fläschchen unbedingt nach dieser Anleitung zu und nutze weder zu wenig noch zu viel Pulver. Wenn Du mehr Pulver als angegeben benutzt, kann Dein Baby Blähungen und Bauchschmerzen zu bekommen. Nutzt Du zu wenig, wird Dein Kind nicht satt und die Nährstoffzusammensetzung stimmt nicht mehr.
  • Füttere immer nach Bedarf: Die angegebene Anzahl an Fläschchen pro Tag ist ein Richtwert. Es ist nicht schlimm, wenn Dein Kind etwas weniger oder mehr trinkt. Insbesondere mit Pre-Milch, die der Muttermilch nachempfunden ist, kannst Du Dein Kind nicht „mästen“. In Zeiten, in denen Dein Baby stark wächst, ist es normal, dass Dein Kind hungriger ist. Vertraue dabei unbedingt auf Dein Gefühl! Nimmt Dein Baby über einen längeren Zeitraum mehr als einen Liter Babymilchnahrung zu sich wird es bedenklich. Jetzt solltest Du Dir Gedanken über einen Wechsel der Milchsorte von Pre zu 1er-Milch machen.

Das Fläschchen geben

Bevor Du Deinem Baby sein Fläschchen gibst, solltest Du immer prüfen, dass es die richtige Temperatur hat. Die Wärme der Flasche ist dafür kein guter Indikator. Lass’ stattdessen ein paar Tropfen der Milch auf die Innenseite Deines Handgelenkes tröpfeln. Dort ist Deine Haut so dünn, dass Du gut abschätzen kannst, ob die Milch körperwarm bzw. nicht zu heiß ist.

Das Fläschchen zu geben ist viel mehr als reines Füttern! Dein Kind spürt Deine Nähe, Eure Bindung wird gestärkt. Achte darauf, dass Ihr Euch beide wohlfühlt und beim Füttern in einer entspannten Atmosphäre seid.

So fütterst Du Dein Baby

Am einfachsten kannst Du Dein Baby auf Deinem Arm füttern. Auf der Seite, auf der der Kopf Deines Kindes liegst, kannst Du ein (Still)Kissen unterlegen. So ist es auch für Dich bequemer. Du wirst nämlich schnell merken, dass die wenigen Kilogramm auf Deinem Arm nach einigen Minuten ganz schön schwer werden können.

Je nachdem, wie hungrig Dein Baby ist, hat es den Mund bereits weit geöffnet (und schreit) oder nur ein wenig. Stecke die Flasche nun behutsam in das Mündchen. Achte darauf, dass Dein Kind den Sauger weit in den Mund nimmt und nicht nur vorne saugt. Dein Kleines muss auch den breiten Teil des Saugers mit den Lippen umschließen. Nur so kann es richtig trinken.

Beim Saugen entsteht ein Unterdruck. Wenn Du die Flasche wieder aus dem Mund Deines Kindes entfernen willst, zum Beispiel, weil sie leer ist und Dein Kind nur noch Luft saugt, solltest Du nie einfach an der Nuckelflasche ziehen. Löse den entstandenen Unterdruck stattdessen, indem Du Deinen kleinen Finger vorsichtig in die Mundwinkel des Babys schiebst.

Das Bäuerchen und wofür es wichtig ist

Wird Dein Baby beim Trinken unruhig, kann dies unterschiedliche Gründe haben. Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass Dein Baby (viel) Luft geschluckt hat und aufstoßen muss. Nimm Dein Kleines – gegebenenfalls auch während der Mahlzeit – hoch und klopfe sanft auf den Rücken. So kannst Du die Luft lösen. Im Anschluss kann Dein Kind entspannter weitertrinken.

Spätestens dann, wenn die Flasche leer getrunken ist, sollte Dein Baby ein „Bäuerchen“ machen. So kann die überflüssige Luft wieder aus dem kleinen Körper heraus.

„Hilfe, mein Baby trinkt schlecht aus der Flasche!“

Nicht immer klappt das Fläschchengeben reibungslos. Am Anfang, wenn die Kleinen noch sehr jung sind, müssen Sie die richtige Trinktechnik manchmal erst lernen. Das kostet viel Geduld, die Flasche immer wieder neu in das kleine Mündchen zu stecken. Vielleicht schläft Dein Baby auch viel und muss zu seinem Fläschchen überredet werden. Sprich bei solchen Problemen unbedingt mit Deiner Hebamme. Später, wenn Dein Baby schon größer ist, ist vieles für Dein Kind wichtiger und interessanter als die Fütterung. Dein Kleines ist abgelenkt und Ihr braucht für eine Mahlzeit vielleicht mehrere Anläufe.

Bleib geduldig. Du bist nicht alleine! Diese Phasen haben die meisten Kinder. Sie sind anstrengend, aber sie gehen vorüber.

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