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„Mein Baby hat rote Flecken im Gesicht!“ Was steckt dahinter?

Viele Babys haben früher oder später rote Flecken im Gesicht, die manchmal harmlos sind und von selbst wieder verschwinden, manchmal aber auch eine spezielle Therapie erfordern. Ich, Dr. von Bayern, verrate Euch, was hinter den unliebsamen Hautveränderungen steckt und was dagegen hilft. Babys werden schnell krank, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Deshalb kommt es auch häufig zu rötlichen Hautveränderungen im Gesicht, die ganz unterschiedlich aussehen und viele Ursachen haben können. Dieser Artikel enthält einen Auszug möglicher Erkrankungen – für eine fundierte Diagnose suche deshalb am besten einen Kinderdermatologen auf.

Pickel durch Babyakne

Verstopfte Talgdrüsen oder Hormone können dazu führen, dass kleinere rote Flecken und Pickel entstehen. Drücke die Pickel nicht aus, um Entzündungen zu vermeiden, und verwende keine fettige Hautpflege in diesem Bereich. Eine milde Hautreinigung ist ausreichend. Die Säuglingsakne verschwindet in der Regel von selbst. Sind die Pickel nach zwei bis drei Monaten immer noch da, wird Dir Euer Kinderdermatologe eventuell entzündungshemmende Medikamente verschreiben.

Eiterflechte: eine hoch ansteckende Angelegenheit

Rote Papeln mit honiggelben Krusten können auch Symptome einer Eiterflechte sein, die sich nach und nach ausbreitet. Sie kann am gesamten Körper auftreten und sich auf weitere Areale ausbreiten, wenn Dein Kind kratzt. Regelmäßiges Händewaschen und häufiger Kleiderwechsel dämmen die Ausbreitung der Infektion ein, die beispielsweise mit Lokalantibiotika behandelt wird.

Neurodermitis: starker Juckreiz in Schüben

Rote Flecken auf der Haut, die schuppt und stark juckt, könnte auch eine Neurodermitis zugrunde liegen. Bei Säuglingen treten die Symptome vor allem an den Wangen oder an den Streckseiten der Arme und Beine auf. Manchmal sind sie stärker, manchmal schwächer. Insgesamt haben Babys, die unter Neurodermitis leiden, eher trockene Haut. Um die Entzündungsreaktionen der Haut zu lindern und neuen Ekzemen vorzubeugen, sind rückfettende Pflegesalben zu empfehlen.

Juckende Beulen und Quaddeln

Ein Hautausschlag mit verstreuten roten, juckenden Beulen, manchmal auch Pustelbildung, könnte auf einen Milbenbefall zurückzuführen sein. Der Körper wehrt sich gegen die Eindringlinge, indem er eine allergische Reaktion hervorruft. Unter dem Mikroskop findet der Dermatologe Spuren der unliebsamen Parasiten, gegen die es eine spezielle Salbe gibt.

Auch die Nesselsucht kann für rote Flecken auf der Haut verantwortlich sein. Sie äußert sich mit juckenden Quaddeln und Schwellungen und betrifft häufig auch die Schleimhäute. Antihistaminika, bei Bedarf auch weitere Medikamente, sorgen für die Linderung der Symptome.

Masern und Röteln

Rote Punkte an Gesicht, Hals und Ohren sind vor allem in Kombination mit weiteren Symptomen Alarmsignale: Fieber, Husten, Schnupfen und Bindehautentzündungen können Anzeichen einer Ansteckung mit Masern sein. Da es keine spezifische Therapie, sondern nur die Masernschutzimpfung gibt, kann Euer Arzt im Fall einer Infektion lediglich die Symptome lindern.

Ein fleckiger, roter Ausschlag, der sich girlandenförmig im Gesicht und auf dem Rumpf ausbreitet und mit erkältungsähnlichen Symptomen einhergeht, könnte auf Ringelröteln hindeuten. Röteln hat mit grippeähnlichen Beschwerden und blassen, mittelgroßen Hautausschlägen ähnliche Symptome. Beide Erkrankungen sind bei Babys eher selten, weil sie vor allem Schulkinder betreffen.

Wann zum Arzt?

Natürlich gibt es noch viele weitere Ursachen, die rote Flecken im Gesicht auslösen können. Deshalb suche bei unerklärlichen Hautveränderungen am besten einen Kinderdermatologen auf, der eine eingehende Diagnostik und wenn nötig eine Behandlung einleitet. Handelt es sich um einen Ausschlag, der von Fieber begleitet ist, solltest Du Dich mit Deinem Baby möglichst bald auf den Weg zum Kinderarzt machen.

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