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Babyakne: Kein Grund zur Panik


“Weich wie ein Babypopo”. Aufgrund diverser Sprüche wie diesem hatte ich mir immer vorgestellt, dass die Haut meines Babys zart und glatt sein würde. Als er dann geboren wurde, hatte er weiße Pickelchen auf der Nase und kurze Zeit später entwickelte er starken Milchschorf. Babyakne blieb ihm zum Glück erspart. Sie ist jedoch auf die gleichen Vorgänge im Körper eines Neugeborenen zurückzuführen.

Was ist Babyakne?

Neugeborenenakne (medizinisch Akne neonatorum oder Neugeborenen-Exanthem) ist ein Ausschlag, der aus roten Pickeln mit weißem Punkt in der Mitte besteht. Die Ausprägung ist von Säugling zu Säugling unterschiedlich. Sie kann von ein paar unscheinbaren Pickelchen im Gesicht oder auf dem Bauch bis hin zu starkem Auftreten der Babyakne am ganzen Körper reichen. Die ersten Pickel erscheinen aber fast immer im Gesicht.

Wenn Dein Baby davon betroffen ist, hat das rein gar nichts mit Deiner Ernährung in der Stillzeit oder mangelnder Hautpflege zu tun. Es handelt sich auch nicht um eine Allergie. Grund für diese Erscheinung sind hormonelle Veränderungen vor der Geburt und in den ersten Lebenswochen. Zur Reifung der Lungen und des Immunsystems schüttet der Körper einer Schwangeren im letzten Schwangerschaftsdrittel vermehrt Hormone aus. Nach der Geburt fällt der Pegel mütterlicher Hormone im Körper des Babys langsam ab und die Nebennieren beginnen, eigene Hormone zu erzeugen. Der Hormonspiegel im Körper verändert sich, worauf unter anderem die Talgdrüsen der empfindlichen Babyhaut reagieren. Auch der harmlose Kopfgneis und weiße Talgablagerungen auf der Nase eines Neugeborenen sind auf diese hormonellen Einflüsse zurückzuführen.

Babyakne ist harmlos

Babyakne ist also nicht nur normal, sondern auch völlig harmlos. Sie kommt vor allem in den ersten Lebenswochen vor und bedeutet nicht zwangsläufig, dass später in der Pubertät Acne vulgaris auftreten wird. Meistens tritt die Babyakne erstmals mit dem ersten Wachstumsschub im Alter von 10-14 Tagen auf oder in der 4.- 6. Lebenswoche. Sie erzeugt weder Schmerzen noch Juckreiz und heilt narbenfrei wieder ab. Etwa 20 Prozent aller Babys sind von dieser Erscheinung in den ersten Lebenswochen betroffen. Jungs leiden statistisch gesehen viermal häufiger unter Neugeborenenakne als Mädchen, haben also mit der hormonellen Veränderung mehr zu kämpfen.

Nicht zu verwechseln ist Neugeborenenakne mit der sog. Säuglingsakne: Sie tritt erst nach einigen Monaten auf und erfordert oft ärztliche Behandlung. Wenn Dein Baby also schon älter ist als 6 Wochen und die Pickelchen dann zum ersten Mal auftreten, solltest Du auf jeden Fall einen Arzt hinzuziehen. Im Unterschied zur Babyakne juckt die Säuglingsakne und Dein Baby wird versuchen, sich zu kratzen.

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Was tun bei starker Babyakne?

Weil die Neugebornenakne völlig harmlos ist, musst und solltest Du sie nicht behandeln. Hier hilft tatsächlich keine Creme und keine Medizin, sondern nur etwas Geduld. In den meisten Fällen ist der Spuk schnell wieder vorbei und die Haut Deines Babys ist so zart und ebenmäßig, wie Du sie aus den ersten Tagen kennst. Spätestens nach drei bis vier Monaten sollte das Thema Neugeborenenakne dann endgültig erledigt sein. Damit sich keine Entzündungen oder Narben bilden, solltest Du auf das Ausdrücken der Pickelchen verzichten. Das tut ohnehin weh und wäre für ein Baby eine sehr lästige Prozedur.

Wasche die Haut einfach mit warmem, klaren Wasser. Seife oder Pflegemittel mit Parfumzusätzen sind unnötig und reizen womöglich die Haut. Wenn Du das Gefühl hast, die Babyhaut braucht zusätzliche Pflege, empfehlen viele Hebammen etwas Muttermilch oder abgekühlten Stiefmütterchentee. Ist die Haut wirklich sehr trocken, kannst Du auch etwas Olivenöl versuchen.

Falls Du dir nicht sicher bist, ob es sich wirklich um Babyakne oder vielleicht um eine Vireninfektion oder Hautkrankheit handelt, wenn der Ausschlag juckt, Schmerzen erzeugt oder unangenehm riecht, suche besser eine Arzt auf.

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