Schwangerschaftscholestase

Die Schwangerschaftscholestase


Juckreiz ist das Hauptsymptom einer Schwangerschaftscholestase, wobei Juckreiz in der Schwangerschaft sehr häufig ist und meist von etwas Harmlosen verursacht wird, wie Du in einem meiner letzten Artikel erfahren konntest.

Was ist die Schwangerschaftscholestase?

Sie ist ein seltenes Schwangerschaftsleiden, das die Leber befällt. Wenn man betroffen ist, leidet man unter einem, meist intensivem, Juckreiz.

Wie kommt es zu einer Cholestase?

Warum manche Schwangere unter einer Schwangerschaftscholestase leiden, ist noch nicht ganz erforscht. Das Krankheitsbild hat aber meines Wissens nach mit der Gallenflüssigkeit zu tun, die in Deiner Leber produziert wird.

Gallenflüssigkeit wird benötigt, um Nahrungsmittel, vor allem Fette, im Darm aufzuspalten. Normalerweise fließt Galle durch den Gallengang in den Darm. Bei einer Cholestase ist der Fluss von Galle in den Darm behindert und der Gallensäurespiegel im Blut steigt an.

Unter welchen Symptomen leide ich bei einer Schwangerschaftscholestase?

  • Alle werdenden Mütter, die unter einer Cholestase leiden, klagen über Juckreiz! Typisch für die Schwangerschaftscholestase ist, dass der Juckreiz erst im letzten Schwangerschaftsdrittel beginnt. Davon betroffen sind vor allem Handflächen und Fußsohlen. In der Regel findest Du an den betroffenen Stellen keinen Hautausschlag. Die Beschwerden nehmen meistens in der Nacht zu.
  • Einige Frauen entwickeln im Fortgang der Schwangerschaftscholestase eine Gelbsucht, die an einer gelblichen Haut zu erkennen ist. Dein Urin kann sich verdunkeln und Stuhlgang heller erscheinen.

Wie kann eine Cholestase sicher festgestellt werden?

Wenn Du unter den oben genannten Symptomen leidest, solltest Du Deine Hebamme oder Deinen Arzt darauf ansprechen. Um den Verdacht zu bestätigen, müssen Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Bei der Blutuntersuchung werden Leberwerte und der Anteil der Gallensäure in Deinem Blut untersucht.

Achtung… Der Gallenfluss kann auch von anderen Ursachen beeinträchtigt werden, wie zum Beispiel von Gallensteinen. Solche Ursachen sollten auf jeden Fall durch Untersuchungen, wie zum Beispiel dem Ultraschall, ausgeschlossen werden.

Wie kann die Schwangerschaftscholestase behandelt werden?

  • Eine Schwangerschaftscholestase kann nicht direkt behandelt werden. In der Regel versucht man, die Symptome wie Hautjucken in den Griff zu bekommen. Die Symptome verschwinden komplett erst nach der Entbindung.
  • Manchmal behandeln Ärzte eine Cholestase auch mit Ursodeoxycholsäure um den Juckreiz zu mildern. Dieses Medikament soll der Leber helfen, normal zu funktionieren und den Gallensäure-Level zu senken.

Kann die Cholestase mir oder meinem Kind schaden?

Die Schwangerschaftscholestase schadet der Mutter in der Regel nicht. Jedoch kann der Juckreiz sehr lästig sein! In sehr seltenen Fällen kann die Cholestase Deine Blutgerinnung beeinträchtigen. Wenn Du unter dieser Schwangerschaftserkrankung leidest, würde ich Dir eine Geburt in einem Krankenhaus empfehlen.

Die häufigste „Komplikation“, die man bei einer Cholestase fürchtet, ist, dass Dein Kind zu früh geboren wird. Aus diesem Grund wird in diesem Fall eine Schwangerschaft engmaschiger und genauer kontrolliert.

Häufig raten die Ärzte auch dazu, die Geburt vorzeitig einzuleiten. Dies hängt aber von Deinen Blutwerten, Deinem und dem Befinden des Babys ab.

Gut zu wissen…

  • Nach der Geburt normalisieren sich in der Regel Deine Blutwerte und die Beschwerden klingen ab. Jedoch sollten regelmäßige Laborkontrollen durchgeführt werden, bis die Blutwerte wieder im Normbereich sind.
  • Leider ist das Wiederholungsrisiko bei Folgeschwangerschaften relativ hoch.

 

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