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Geburtsanzeichen: So merkst Du, dass es losgeht


Nach 9 Monaten des Wartens blickt man als werdende Mama voller Vorfreude aber auch Angst auf den Tag der Geburt. Gerade beim ersten Kind fragt man sich aber, ob und wie man merkt, wann die Geburt wirklich losgeht. Wir erklären Dir, welche Geburtsanzeichen es gibt und wie Du sie richtig deutest.

Geburtsanzeichen Nr. 1: Die Senkwehen beginnen und Dein Bauch senkt sich ab

In den letzten vier Wochen vor der Geburt beginnen die Senkwehen. Keine Angst, diese Wehen bedeuten nicht, dass die Geburt sofort losgeht. Vielmehr bereitet sich Dein Körper schon langsam auf die Geburt vor. Bei den Senkwehen zieht sich die Gebärmutter zusammen und wird enger. Dadurch rutscht Dein Baby tiefer ins Becken und begibt sich bereits in die „Pole Position“. Durch die zusammengezogene Gebärmutter wird der Platz etwas begrenzt und Du merkst vielleicht, wie Dein Baby ruhiger wird und sich weniger bewegt.

Rutscht das Baby etwas nach unten, kann sich Dein Bauch auch äußerlich senken. Wundere dich also nicht, wenn Deine Freunde und Verwandten am Ende Deiner Schwangerschaft sagen, dass Dein Bauch hängt. Senkt sich Dein Bauch, hast Du etwas mehr Platz zum Atmen (und Essen!). Nachteil: der Druck auf die Blase wird auch größer.

Geburtsanzeichen Nr. 2: Der Schleimpfropf löst sich

Während der Schwangerschaft verschließt der Schleimpfropf den Gebärmutterhals und verhindert so das Eindringen von Keimen. Bereitet sich der Körper langsam auf die Geburt vor, öffnet sich der Muttermund und der Schleimpfropf löst sich.

Das passiert ca. 3-5 Tage vor der Geburt und kann auch mit einer leichten Wehentätigkeit Hand in Hand gehen. Die Konsistenz ist meist schleimig-zäh, kann aber auch wässrig sein. Sollte der Schleim etwas blutig sein, musst Du Dir keine Gedanken machen. Diese leichte Blutung, auch Zeichnungsblutung genannt, kann entstehen, wenn sich der Muttermund weitet und kleine Blutgefäße reißen. Ist die Blutung aber stärker (etwa wie bei der Menstruation) solltest Du einen Arzt aufsuchen.

Geburtsanzeichen Nr. 3: Die Übungswehen

In den Wochen vor der Schwangerschaft wirst Du immer wieder ein Ziepen und Kontraktionen im Bauchraum spüren. Mit diesen Wehen übt Dein Körper den „Ernstfall“ und bereitet sich auf die Geburt vor. Du wirst immer wieder leichte Übungswehen haben, die aber noch nicht mit den echten Wehen zu verwechseln sind.

Übungswehen vs. Echte Wehen – Wie erkenne ich den Unterschied?

Das charakteristischste Zeichen, dass die Geburt losgeht, sind die Wehen. Aber wie erkennt man, ob es ernst wird oder es sich nur um eine Übungswehe handelt?

Übungswehen treten unregelmäßig auf und sind noch kein Anzeichen für die Geburt. Es klingt vielleicht komisch, aber der beste Tipp, wie Du die Wehen unterscheiden kannst, ist: wenn die Wehen nicht mehr aufhören, sind sie echt!

Echte Wehen dauern ca. 45 – 60 Sekunden und kommen in regelmäßigen Abständen. Je näher die Geburt rückt, desto kürzer werden die Pausen zwischen den Wehen.

In unserem Beitrag “Wehen erkennen” findest Du noch einmal alle Wehenarten genau aufgelistet.

Geburtsanzeichen Nr. 4: Der Blasensprung – wie muss man sich das vorstellen?

Da kommen einem direkt Bilder aus diversen Hollywood-Filmen in den Sinn, in denen sich bei der Schwangeren ein ganzer Schwall an Fruchtwasser auf dem Boden ergießt. Aber keine Angst, in Wirklichkeit steckt doch etwas weniger Drama dahinter.

Woran erkennt man, dass es sich um Fruchtwasser handelt?

  • kurzes Knallen/Knacken, wenn die Fruchtblase platzt
  • unkontrollierter Abgang von Wasser
  • Fruchtwasser hat leicht süßlichen Duft und weiße Flocken, manchmal auch eine leicht grünliche Farbe
  • die Menge kann variieren, von einigen Tröpfchen bis hin zum Schwall

Geht nur eine sehr kleine Menge Fruchtwasser ab, kann es schwierig sein einzuschätzen, ob es sich um Urin, Fruchtwasser oder einen flüssigen Schleimpfropf handelt. Ist die Fruchtblase geplatzt, geht ein Teil der Schutzfunktion verloren. An diesem Punkt solltest Du Kontakt zu Deiner Frauenärztin oder dem Krankenhaus aufnehmen und abklären, ob es sich um einen Blasensprung handelt und wie ihr am besten weiter vorgeht.


Und dann geht es ratzfatz und das Baby kommt? Ganz so schnell passiert das natürlich nicht. Im Video erklärt Dir unsere Hebamme Anna-Maria, wann Du Dich auf den Weg ins Krankenhaus machen solltest und wieso es von Vorteil sein kann, die Anfangsphase der Wehen zuhause zu verbringen. Außerdem erfährst Du, wie viel Prozent der Kinder wirklich am errechneten Geburtstermin auf die Welt kommen.

Unsere Texte zu Gesundheitsthemen ersetzen keinesfalls den Arztbesuch.
Mehr Infos dazu findest Du hier.

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