geschwollene Brust Baby

Geschwollene Brüste beim Neugeborenen


Bei einigen Neugeborenen schwellen die Brustdrüsen um den 2. bis 3. Lebenstag an. Hiervon können Mädchen und Jungen betroffen sein. Die Brustdrüsenschwellung ist eine normale Veränderung, die Folge der veränderten Hormonsituation beim Neugeborenen ist.

Warum kommt es zu der Brustdrüsenschwellung?

  1. In der Schwangerschaft zirkulieren mütterliche Hormone über die Plazenta zum Kind. Nach der Geburt kann das Kind die verbliebenen Schwangerschaftshormone aufgrund der unreifen Leber nur langsam abbauen. Diese Hormone bewirken an der kindlichen Brustdrüse – wie bei der Mutter – eine Schwellung.
  2. Nach der Geburt schüttet die kindliche Hypophyse vermehrt Hormone aus. Dies führt beim Neugeborenen in den ersten Lebenswochen zu einer der Pubertät ähnlichen Hormonsituation.

Was ist die sogenannte Hexenmilch?

Das Brustdrüsengewebe schwillt während der ersten 10 Lebenstage oft auf Haselnussgröße, selten bis auf Walnussgröße an, manchmal wird eine Brust größer als die andere. Eventuell sondern die Brüste einige Tropfen Hexenmilch ab. Diese Milch ähnelt dem Kolostrum der Muttermilch, sie kann farblos oder milchig-gelb sein.

Muss man etwas gegen die Brustdrüsenschwellung unternehmen?

Eine Brustdrüsenschwellung muss nicht behandelt werden. In der Regel geht sie im Laufe der 2. bis 3. Lebenswoche von selbst zurück. Manchmal dauert die Rückbildung auch länger. Bei einer sehr starken Brustdrüsenschwellung, kann die Brust durch einen Wattebausch geschützt werden. Dadurch wird die Brust vor den Druck von Kleidung und Berührung geschützt. Der Wattebausch sollte aus hygienischen Gründen 1-2 mal täglich gewechselt werden. Die Hexenmilch darf unter keinen Umständen ausgedrückt werden! Dies könnte zu Entzündungen des empfindlichen Brustdrüsengewebes führen.

Kann es auch zu einer Brustdrüsenentzündung kommen?

Dies ist ausgesprochen selten, kann aber vorkommen. Die Brust bei einer Brustdrüsenentzündung ist prall geschwollen und gerötet. Sie fühlt sich wie bei alle Entzündungen warm an und das Kind weint schon bei leichter Berührung, da die Brust schmerzt. Von einer Brustdrüsenentzündung ist meistens nur eine Seite betroffen. Liegt der Verdacht für eine Entzündung oder andere krankhafte Veränderungen vor, muss das Kind unbedingt den Kinderarzt vorgestellt werden. Da die Brustdrüsenentzündung meistens durch Bakterien verursacht wird, ist eine Antibiotikabehandlung notwendig.

 

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