Baby lässt sich nicht wickeln, Kind will nicht gewickelt werden, Tricks Wickeln

Hilfe, mein Kind lässt sich nicht wickeln!


Was am Anfang so einfach sein kann, entwickelt sich später oft zum Problem: das Wickeln. Wenn Dein Kind noch ganz klein ist weint es, wenn die Windel voll ist und lässt sich gerne frisch machen. Doch je mobiler Dein Kind wird, umso schwieriger kann das Wickeln werden.

Hier erfährst Du, in welchen Phasen Dein Kind das Wickeln doof findet — und mit welchen Tricks Du es motivieren kannst.

Warum lässt sich mein Kind nicht wickeln?

Je mobiler Dein Kind wird, deso weniger Lust hat es, sich wickeln zu lassen. Ein großer Moment ist es etwa, wenn Dein Kind gelernt hat sich zu drehen. Es hat im Vorfeld ständig geübt, ist immer wieder zurück gerollt und jetzt endlich klappt die Drehung! Das muss natürlich auch auf dem Wickeltisch ausprobiert werden. Genauso verhält es sich, wenn Dein Kind gerade sitzen oder krabbeln gelernt hat oder es sich anfängt hochzuziehen. Dein Kind ist damit beschäftigt die Welt zu entdecken — wozu also warten und still liegen bleiben?

Oder es ist gerade mitten in einer Spielsituation und hat Angst, etwas zu verpassen, wenn Du es aus der Situation herausnimmst. Das ist vor allem bei Kleinkindern oft der Fall.

Ein weiterer Grund, dass sich Dein Baby nicht wickeln lässt, kann sein, dass Dein Kind wund ist. Dann ist Wickeln einfach unangenehm oder sogar schmerzhaft. In allen Fällen ist es jedoch wichtig, dass Du Dein Kind regelmäßig wickelst, um die Haut zu schützen und Reizungen vorzubeugen.

Dein Baby lässt sich nicht wickeln? Diese Tipps bringen Entspannung

Je nach Alter Deines Kindes gibt es verschiedene Tipps und Tricks, die für Ablenkung sorgen und das Wickeln für alle Beteiligten angenehmer machen.

Babys unter einem Jahr: Wärme und Ablenkung

  • Neugeborene und kleine Babys beginnen oft zu weinen, sobald sie ausgezogen werden. Wir würden wohl ähnlich reagieren, wenn wir eingekuschelt auf der Couch liegen und uns jemand die Decke wegnimmt. Das liegt daran, dass Neugeborene schnell auskühlen und sie tatsächlich beginnen zu frieren, sobald man ihnen ein Kleidungsstück auszieht. Hier kann ein Heizstrahler am Wickelplatz oder ein warmes Handtuch helfen, um eine wohlige Atmosphäre zu schaffen. Außerdem kannst Du ein Mobile aufhängen, um Dein Kleines abzulenken.
  • Wenn Dein Baby etwas größer ist, greifen und sich bereits drehen kann, wird es alles andere interessanter finden als das Wickeln. Also brauchst Du etwas, das die volle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das kann z.B. eine Rassel sein, eine mit Erbsen gefüllte Flasche oder auch eine zweite Windel.
  • Ein Spiel, dass exklusiv auf dem Wickelstisch stattfindet, funktioniert meist am besten. Meine Kinder habes es zum Beispiel geliebt, ein Tuch nach dem anderen aus der Tempobox zu ziehen. Das sorgt für eine ruhige Wickeleinheit und die Tücher hast Du schnell wieder in die Box zurückgesteckt.
  • Dein Baby dreht sich beim Wickeln ständig auf den Bauch oder krabbelt Dir auf dem Wickeltisch davon? Dann kann hilft eine Wickelmulde, das ist eine Wickelauflage mit hohem, abgerundeten Rand.

Kleinkinder ab 12 Monate: Spiel nicht durch Wickeln unterbrechen

  • Mit Kindern ab einem Jahr kannst Du schon besser kommunizieren und erklären, dass es gewickelt werden muss. Wenn das Kind mitten im Spiel ist, bitte es zum Wickeltisch zu kommen, wenn  z.B. das Puzzle fertig ist. So reißt Du Dein Kind nicht mitten aus dem Geschehen heraus.
  • Biete Deinem Kind an, sein Spielzeug (z.B. Duplo-Männchen, Bilderbuch) mit auf den Wickeltisch zu nehmen. Dann hat es nicht das Gefühl, es zurückzulassen. Wenn die Zeit reicht, könnt Ihr auch mal gemeinsam ein Kuscheltier “wickeln”.
  • Beziehe Dein Kind ein, indem Du ihm z.B. ein bisschen Creme auf den Finger gibst oder es bittest, Dir eine Windel zu reichen.
  • Oft hilft es, einfach den Wickelplatz zu wechseln. Es muss ja nicht immer der Wickeltisch sein. Vielleicht fühlt sich Dein Kind auf der Couch, dem Teppich oder einer Matratze auf dem Boden wohler. Manche Kinder lieben es auch, auf der laufenden Waschmaschine gewickelt zu werden. Oder im Sommer draußen auf der Picknickdecke, wenn sie die Wolken beobachten können.
  • Wenn Dein Kind beim Wickeln aufsteht, sind Windelslips (“Pants”) zum Hochziehen eine gute Alternative.

Wickel-Tipps für alle Altersstufen

  • Meine Kinder haben es immer geliebt, vor oder nach dem Wickeln noch kurz massiert zu werden. So kannst Du ein kleines Ritual entstehen lassen, Deinem Kind Streicheleinheiten schenken und gleichzeitig Eure Bindung stärken.
  • Hilfreich in jedem Alter sind auch immer Lieder, Reime oder Fingerspiele. Aber auch kurze Geschichten kannst Du in zwei Minuten erzählen, um Dein Kind zu unterhalten und die Situation zu entspannen.
  • Wenn Du beim Wickeln die Nase rümpfst und sagst “Oh, das stinkt aber!”, kann das zu einem unangenehmen Gefühl bei Deinem Kind führen. Ja, der Windelinhalt riecht häufig. Aber das ist völlig normal und sollte nicht negativ gewertet werden. Kurz: Wenn Du Dich beim Wickeln unwohl fühlst, wird es Deinem Kind nicht anders gehen.
  • Wenn Dein Kind einen wunden Po hat, ist besondere Vorsicht geboten. Hier solltest Du wirklich ganz sanft vorgehen, die Haut nicht rubbeln, sondern den Po sanft mit Öl reinigen. Es gibt milde Produkte, die die Haut gleichzeitig pflegen und schützen.

Will mein Kind keine Windel mehr?

Kinder ab etwa zwei Jahren interessieren sich mehr und mehr für Töpfchen und Toilette. Wenn sich Dein Kind nicht mehr wickeln lassen will, kann das auch ein Grund sein, dass es bereit ist trocken zu werden und gar keine Windel mehr will. In dem Fall könnt Ihr gemeinsam mit dem Töpfchentraining beginnen.

Die Gründe für den “Kampf” am Wickeltisch sind vielfältig. Hast Du noch mehr Tipps, was zu tun ist, wenn ein Kind sich nicht wickeln lassen will? Wir freuen uns über Deinen Kommentar

 

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