Herpes-gefährlich-fürs-Baby

Achtung: So gefährlich ist Herpes für Dein Baby


Eine sehr verbreitete Virusart ist der Herpesvirus. Die meisten kennen Ihnen als Lippenherpes. Vielen ist auch bekannt, dass die Lippenbläschen ansteckend sind. Jedoch wissen einige Menschen nicht, dass Herpes für uns Erwachsene zwar ungefährlich, für Neugeborene unter Umständen aber lebensbedrohlich ist.

Was ist Herpes?

Herpes ist eine weit verbreitete Infektionskrankheit (etwa 90 Prozent aller Erwachsenen), die von Viren verursacht wird. Wer einmal mit dem Virus infiziert ist, behält ihn ein Leben lang unbemerkt im Körper. Die Viren der Gattung Herpes simplex untergliedert man in Typ 1 und Typ 2. Der Herpesvirus Typ 1 ist hauptverantwortlich für den Lippenvirus, Typ 2 dagegen meist der Verursacher von Genitalherpes. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, können die Viren im Körper immer wieder ausbrechen und die typischen Herpes-Bläschen verursachen.

Warum ist Herpes für mein Kind so gefährlich?

Das Immunsystem von Neugeborenen ist noch so schwach, dass der Herpes Virus sich auf innere Organe und das Gehirn ausbreiten können. Somit kann auch eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung ausgelöst werden. Besonders gefährlich ist eine Infektion mit Herpes für Babys, die jünger als sechs Wochen sind.

Wie kann sich mein Kind mit Herpes Viren anstecken?

Wenn Ihr unter einem Genitalherpes leidet, kann sich Euer Kind bei einem natürlichen Geburtsverlauf, direkt anstecken. Um dies zu vermeiden, ist bei einer akuten Herpesinfektion ein Kaiserschnitt sinnvoll.

Etwa 15 Prozent der Herpesträger zeigen hin und wieder entsprechende Symptome. Am häufigsten kommt es zu Bläschen an den Lippen durch den Virus Typ 1. Wenn Ihr unter Lippenherpes leidet, könnt Ihr Euer Kind bereits mit Küssen und anderen Liebkosungen anstecken.

Herpes ist nur während der ersten Infektion oder einem neuen Auftreten von Lippenbläschen oder anderen Anzeichen ansteckend, nicht während der symptomlosen Ruhephase!

Wie äußern sich die Symptome einer Herpesinfektion beim Neugeborenen?

Eine Herpeserkrankung beim Neugeborenen ähnelt den Symptomen einer Blutvergiftung, wie zum Beispiel Fieber, Benommenheit, Verweigerung von Nahrung. Einige Kinder bekommen die typischen Herpesbläschen auf den Schleimhäuten, an den Augen und auf der Haut. Bei etwa einem Drittel geht das Herpes Virus in das zentrale Nervensystem über.

Auf was sollte ich achten, wenn ich an einer Herpesinfektion leide?

Wenn Ihr selbst Herpes habt, ist es wichtig, dass Ihr bestimmte „Verhaltensregeln“ beachtet:

  • Wascht und desinfiziert Euch regelmäßig die Hände.
  • Bei näherem Kontakt zu Eurem Kind, zum Beispiel bei Stillen, ist es sinnvoll einen Mundschutz zu tragen.
  • Ihr dürft Euer Baby nicht küssen oder knuddeln.
  • Nehmt den Schnuller Eures Babys nicht in den Mund!
  • Verwendet ein eigenes Handtuch und einen eigenen Waschlappen.

Wenn Ihr stillt und unter einem Lippenherpes leidet, ist dies kein Grund abzustillen. Zur Sicherheit würde ich Euch eine gute Händehygiene und einen Mundschutz empfehlen. Solltet Ihr auf der Brust Bläschen haben, dürft Ihr nicht weiter stillen. Pumpt die Milch ab und schüttet sie weg!

Wie soll ich mich verhalten, wenn ich den Verdacht habe, dass mein Baby unter Herpes leidet?

Wenn Ihr den Verdacht habt, Euer Kind könnte sich angesteckt haben, müsst Ihr dringend einen Arzt aufsuchen. Besonders der Übergang der Infektion in das Nervensystem oder das Auge kann zu komplizierten Krankheitsverläufen sowie lebenslange andauernden, gesundheitlichen Schäden führen.

Das heißt…

Eine Herpes-Infektion kann für noch immunschwache Neugeborene eine große Gefahr sein. In einigen Fällen kann es zu schwerer Krankheit oder sogar zum Tode führen. Achtet darauf, dass Euer Baby nicht mit Menschen in engen Kontakt kommt, die unter einem Herpesausbruch leiden.

 

Herpes ➔ für uns Erwachsene ist das Virus zwar ungefährlich, für Neugeborene kann das Herpesvirus aber richtig gefährlich werden - unter Umständen sogar lebensbedrohlich! #baby #herpes #neugeborenes

Das könnte Dir gefallen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.