schwanger fahrradfahren wie lange, fahrrad fahren schwangerschaft radfahren kopfsteinpflaster gefährlich

Fahrradfahren in der Schwangerschaft: Das ist jetzt wichtig


In der Schwangerschaft bist Du nicht mehr so belastbar wie vorher. Wenn Du Sport machst, musst Du jetzt besonders gut auf Dich und Dein Ungeborenes aufpassen. Worauf Du beim Fahrradfahren in der Schwangerschaft achten solltest, erkläre ich Dir hier.

Schwanger Radfahren: Welche Vorteile hat es?

Sport während der Schwangerschaft ist durchaus gesund. Moderate Bewegung kann manchen Schwangerschaftsbeschwerden vorbeugen. Mit wenigen Trainingseinheiten in der Woche kannst Du etwa gegen Rückenschmerzen und Müdigkeit vorgehen. Besonders das Fahrradfahren in der Schwangerschaft ist ideal: Es ist nicht zu anstrengend, lässt sich einfach in den Alltag integrieren – und kann sogar unter anderem Schwangerschaftsdiabetes und Krampfadern vorbeugen. Auch für die anstehende Geburt ist es hilfreich, wenn Du fit bist.

Beim Radfahren werden die Beine gleichmäßig bewegt. Das regt Deinen Kreislauf an und fördert die Durchblutung im gesamten Körper. Deine Ausdauer und Dein Herz-Kreislaufsystem werden Dir die Bewegung danken – ebenso alle Gelenke, Sehnen und Bänder, die beim Radfahren geschont werden. Die Bewegung an der frischen Luft ist außerdem gut für die Psyche und kann sogar depressive Verstimmungen lindern.

Welche Nachteile kann Fahrradfahren in der Schwangerschaft haben?

Als Schwangere passiert es einem leicht, dass man seinen Körper unbemerkt überfordert und alten Leistungen nacheifert. Die sind jetzt kein Maßstab. Wenn Du Dich zu sehr anstrengst, ist beim Radfahren in der Schwangerschaft eine Überhitzung möglich, und die kann für Dich und Dein ungeborenes Kind gefährlich werden.

Beim Radfahren ist natürlich für jeden von uns die Gefahr eines Sturzes oder Zusammenpralls gegeben. Achte deshalb als Schwangere besonders darauf, dass Du auf nicht allzu befahrenen oder sehr engen Wegen fährst und sei besonders aufmerksam.

Fahrradfahren in der Schwangerschaft: Wie lange?

In der Regel kannst Du Dich bis zum Ende der Schwangerschaft aufs Rad schwingen. Natürlich solltest Du nicht für ein Rennen trainieren oder Stunts mit dem Mountainbike üben. Aber der Weg zur Arbeit ist eine gute Möglichkeit, Bewegung in den Alltag zu integrieren und Dich fit zu halten. Höre auf Deinen Körper und mute Dir nicht zu viel zu. Fahre lieber zu langsam als zu schnell und lege Pausen ein. Dann ist das Fahrradfahren in der Schwangerschaft problemlos möglich.

Wann sollte ich als Schwangere auf das Radfahren verzichten?

Leidest Du an Übelkeit, Kreislaufbeschwerden, hohem Blutdruck, einer ungünstigen Lage der Plazenta oder an Blutungen, solltest Du auf das Fahrradfahren in der Schwangerschaft lieber verzichten. Spreche eventuell mit Deinem (Frauen-)Arzt darüber, welcher Sport in der Schwangerschaft der richtige für Dich ist.

Ist Fahrradfahren in der Schwangerschaft auf Kopfsteinpflaster ein Problem?

Du solltest Deine Strecke schon gut wählen. Tatsächlich sind holperige Strecken nicht ungefährlich für Schwangere, besonders in den ersten Wochen während der Einnistung. Mit zunehmendem Bauchumfang wird es schwieriger, das Gleichgewicht zu halten. Starke Erschütterungen können sich negativ auf den Verlauf der Schwangerschaft auswirken – und das will man doch lieber nicht riskieren.

Tipps zum Fahrradfahren in der Schwangerschaft

  • Trage bei größeren Touren ein Pulsmessgerät, um zu verhindern, dass Du Dich überforderst. 130 bis 140 Schläge pro Minute sind in etwa das Maximum, das Du nicht übersteigen solltest.
  • Beim Fahrradfahren in der Schwangerschaft ist eine bequeme und aufrechte Sitzposition wichtig. Das Blut im Unterleib kann so gut zirkulieren. Wird Dein Bauch größer, musst Du eventuell den Lenker etwas höher einstellen.
  • Fahre am besten nur Strecken, die Du gut einschätzen kannst. So verhinderst Du, dass Dich Deine Kräfte während der Tour verlassen.
  • Geht es stark bergauf, steige lieber ab und schiebe, statt eine Überlastung zu riskieren.
  • Du kennst Deinen Körper am besten. Wenn Du merkst, dass etwas nicht stimmt, Du die Strecke doch nicht schaffst oder der Kreislauf nicht mitspielt: Brich die Tour ab und lasse Dich abholen.
  • Nimm für längere Touren einen Snack mit, um Deinen Blutzuckerspiegel notfalls etwas aufzuputschen. Ein Apfel oder ein paar Trockenfrüchte sind ideal.

Wie hältst Du es mit dem Fahrradfahren in der Schwangerschaft? Wir freuen uns über Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.