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Einnistung – Der Beginn des Lebens


Du wünschst Dir ein Baby und kannst es kaum abwarten, den positiven Test in den Händen zu halten? Besteht ein Kinderwunsch, kann besonders die Zeit nach dem Eisprung wahnsinnig spannend und teilweise schon nervenaufreibend werden. Hat es geklappt oder nicht? Nach der erfolgreichen Befruchtung von Samen- und Eizelle hängt Euer Babyglück von der gesunden Einnistung des Eis in Deiner Gebärmutter ab. Hier erfährst Du alle wichtigen Infos rund um das Thema Einnistung, ihren zeitlichen Ablauf, Symptome und wie Du Deinen Körper in dieser besonderen Zeit unterstützen kannst.

Von der Befruchtung zur Einnistung: Das passiert in Deinem Körper

Frauen mit Kinderwunsch haben vor allem eines im Blick: ihre fruchtbaren Tage. Denn schwanger werden kann man nur in den Tagen vor dem Eisprung und am Eisprung selbst. Bei den meisten Frauen mit regelmäßigem Zyklus ist dieser etwa 14 Tage nach dem ersten Tag ihrer letzten Periode.

Du möchtest Deine fruchtbaren Tage berechnen? Nutze dafür unseren Eisprungrechner!

Wurde die Eizelle auf ihrem Weg vom Eierstock durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter von einer Samenzelle befruchtet, ist der erste Schritt in Richtung Schwangerschaft getan. Perfektes Timing! Doch kann man jetzt schon von einer Schwangerschaft sprechen? Experten sind sich uneinig. Denn ein wichtiger Schritt steht noch bevor!

Das Ende einer Reise: Die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterhöhle

Während sich die Eizelle unmittelbar nach der Befruchtung beginnt zu teilen und zu einem Embryo zu werden, wandert sie weiter in Richtung Gebärmutter. Nach einer knapp einwöchigen Reise durch den Eileiter kommt sie in der Gebärmutterhöhle an. Hier teilen sich die Zellen innerhalb der Eihülle in zwei Hälften, die zu Plazenta und Embryo werden. Jetzt findet im Optimalfall die Einnistung in die bereits aufgebaute Gebärmutterschleimhaut statt. Dadurch wird Dein Baby mit Deinem Blutkreislauf verbunden und Du giltst offiziell als schwanger. Der Prozess der Einnistung nennt sich in Fachkreisen auch Nidation.

Welche Rolle spielt Progesteron für die Nidation?

Mit dem Thema Kinderwunsch kommt immer wieder der Begriff Progesteron ins Spiel. Doch welche Bedeutung hat Progesteron eigentlich für die Einnistung?

Grundlegend gesagt ist Progesteron ein weibliches Sexualhormon, das in der zweiten Zyklushälfte vom Eierstock gebildet wird. Es bereitet die Gebärmutter auf die Einnistung des Follikels vor, indem es das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut beeinflusst. Eine aufgebaute Schleimhaut ist notwendig, um die Einnistung einer befruchteten Eizelle zu ermöglichen. Liegt keine Schwangerschaft vor, wird die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut mit der Periode wie üblich vom Körper ausgestoßen.

Unser Tipp bei ausbleibender Schwangerschaft: Versuchst Du schon seit Längerem ein Baby zu bekommen und nichts will funktionieren? Hier kann sich ein Blick auf Deine Hormonwerte im Blut lohnen, um einen Mangel an Progesteron auszuschließen. Denn bei Frauen mit Progesteronmangel, auch Gelbkörperschwäche genannt, kann die Einnistung erschwert werden. Aber keine Sorge! Mit ärztlicher Hilfe ist das relativ unkompliziert behandelbar.

Wann findet die Einnistung statt?

An welchem Zyklustag die Einnistung stattfindet, hängt von Deiner Zykluslänge und dem Zeitpunkt Deines Eisprungs ab. Regulär findet die Einnistung etwa 5 bis 7 Tage nach der Befruchtung der Eizelle statt. Hast Du einen sehr regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen, ist mit einer Einnistung demnach zwischen dem 19. und 21. Zyklustag zu rechnen. Aber Achtung – Zykluslängen können von Frau zu Frau stark variieren und auch von Monat zu Monat schwanken. Eine Länge von 23 bis 35 Tagen gilt als völlig normal. Die Bestimmung des Eisprungs kann bei einem bestehenden Kinderwunsch also sinnvoll sein.

Einnistung berechnen: Wie bestimme ich den Zeitpunkt der Einnistung?

Wie bestimmst Du nun in Deinem konkreten Fall den Zeitpunkt einer möglichen Einnistung?

Es gibt zwei Möglichkeiten:

1. Du zeichnest Deinen Zyklus mithilfe von NFP (der natürlichen Familienplanung) auf.

Hier kannst Du anhand Deiner morgendlichen Körperkerntemperatur und der Auswertung Deines Zervixschleim mit etwas Übung im Nachhinein sehr genau berechnen, wann Dein Eisprung tatsächlich stattgefunden hat.

2. Du machst in den Tagen vor Deinem erwarteten Eisprung Ovulationstests, die die Konzentration des LHs im Urin messen. Bekannt ist nämlich: Etwa 24 Stunden nach der maximalen Ausschüttung von LH (sichtbar an einem fett positiven Ovulationstest), findet der Eisprung statt. Sie können Dir helfen, Deinen Eisprung im Vorhinein zu bestimmen, um herauszufinden, wann es am günstigsten ist Sex zu haben.

Hast Du Deinen Eisprung bestimmt, wird bei einer intakten Schwangerschaft nun eine knappe Woche später die Einnistung stattfinden. Bleibt Deine Periode eine weitere Woche später aus, kannst Du einen Schwangerschaftstest wagen.

Du bist bereits schwanger und möchtest den Geburtstermin anhand des Einnistungsdatums bestimmen? Hier geht’s zu unserem ET-Rechner.

Wenn die Einnistung nicht glückt

Trotz erfolgreicher Befruchtung kommt es oft vor, dass das Ei sich nicht in der Gebärmutter einnistet. Mediziner sprechen in diesem Fall von einem Frühabgang, denn das Ei wird mit der nächsten Regelblutung ausgeschieden. Viele Frauen bemerken diesen Frühabgang nicht, weil er meistens um den Zeitpunkt der nächsten Periode stattfindet.

Unsere Empfehlung: Führe den Schwangerschaftstest immer erst frühestens drei bis vier Tage nach dem Ausbleiben Deiner Regelblutung mit dem ersten Morgenurin durch. So weißt Du nicht schon vorher von einer potenziellen Schwangerschaft und ein möglicher Frühabgang bleibt für den Fall der Fälle unbemerkt. Zudem ist das Testergebnis mit jedem weiteren verstrichenen Tag aussagekräftiger, da die HCG-Konzentration in Deinem Körper täglich ansteigt.

Einnistung spüren: Einnistungsschmerz und weitere Symptome

In der letzten Woche vor der planmäßigen Regel achten Frauen häufig verstärkt auf ihre Körpersignale. Kommt die Periode oder liegt vielleicht eine Schwangerschaft vor? Viele Frauen fragen sich: Merkt man die Einnistung eigentlich? Es gibt keine nachweislichen körperlichen Anzeichen für die Einnistung, die sich grundlegend von prämenstruellen Symptomen unterscheiden würden. Sobald sich das Ei erfolgreich eingenistet hat, steigt jedoch schon das Schwangerschaftshormon HCG an. Auch wenn Schwangerschaftsanzeichen in dieser frühen Zeit noch eher untypisch sind, berichten einige Frauen, dass sie bereits ab dem Zeitpunkt der Einnistung erste Symptome einer Schwangerschaft verspürt haben.

Folgende Symptome könne auf eine erfolgreiche Einnistung des Eis in Deiner Gebärmutter hindeuten:

  • Ein stechender oder ziehender Einnistungsschmerz
  • Die sogenannte Einnistungsblutung, die sich als leichte bis mittlere Blutung um den Einnistungszeitraum zeigt

Warum Einnistungsblutung? Sie entsteht durch leichte Verletzungen der Blutgefäße in der Gebärmutterwand, die durch die Einnistung der befruchteten Eizelle entstehen und völlig ungefährlich sind.

Weitere mögliche Einnistungs-Symptome sind:

  • leichte Übelkeit
  • Ziehen im unteren Rücken oder Rückenschmerzen zur Einnistung
  • Metallischer Geschmack im Mund
  • Spannungsgefühl in den Brüsten

Bei dem ganzen Symptome-Lauschen darfst Du aber in Erinnerung behalten: Vor der Periode haben Frauen teilweise ähnliche, sogenannte prämenstruelle Symptome. Liegt eines oder mehrere der oben genannten Symptome vor, besteht in jedem Fall die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Genauso gut kann sich zu dem Zeitpunkt aber auch die monatliche Blutung anbahnen.

Einnistung fördern: So schaffst Du günstige Bedingungen für ein Baby

Grundsätzlich gibt es – bei einer gesunden Lebensweise – keine belegbaren Tipps oder Vorgehensweisen, die die Einnistung enorm fördern würden.

Möchtest Du dennoch besonders günstige Bedingungen für Dein Baby schaffen?

Die beste Orientierung: Alles, was für Dich gesund ist, kann auch die Einnistung fördern.

Mit diesen Tipps stärkst Du Dich und Dein baldiges Baby:

  • Achte auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung!
  • Schaffe Dir ausreichende Zeitfenster für Bewegung im Alltag!
  • Gönne Dir Ruhepausen und vermeide Stress!
  • Verzichte auf Alkohol und Nikotin!
  • Gönne Dir genügend Schlaf!
  • Lasse Deine Blutwerte checken und sorge präventiv für volle Speicher (insbesondere Vitamin D3, B12, Jod, Folsäure, Eisen und Omega 3 – Nahrungsergänzungsmittel nimmst Du am besten in Absprache mit Deiner Gynäkolog:in)!

Extra-Support zur Förderung der Einnistung, auf den einige Frauen schwören:

Am besten findest Du für Dich selbst heraus, was Dir guttut und womit Du Dich besonders wohl fühlst.

Fazit: Loslassen und die Vorfreude genießen

Die Kinderwunschzeit ist eine ganz besondere – und gerade in der zweiten Zyklushälfte sind Frauen oft gespannt wie ein Flitzebogen. In deinem Kopf kreisen nur noch die Fragen: Könnte ich schwanger sein? Habe ich vielleicht schon ein kleines Wunder in meinem Bauch? Hat es dieses Mal geklappt?

Hast Du herausgefunden, wann in etwa der Zeitpunkt um Deinen Eisprung ist und hast in dieser Zeit mit Deinem Partner Sex gehabt, hilft vor allem eins – Entspannung! Frage Dich: Was kann mir jetzt helfen, um loszulassen und diese besondere Zeit der Vorfreude und Ungewissheit vielleicht sogar zu zelebrieren und zu genießen? Neben einem gesunden Lebensstil, darf Dein Fokus jetzt auf all dem sein, was Dir Energie, Kraft und Entspannung gibt. Dein Baby wird sich genau dann auf den Weg machen, wenn die richtige Zeit für es gekommen ist. Und bis dahin? Vorfreuen und genießen!

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